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Anonymous am 29.03.2025
Also erstmal Respekt an die Autoren, wirklich zwei sehr wichtige Themen zusammengedacht! Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich beim Lesen doch ein bisschen ins Grübeln gekommen bin. Einerseits wird im Artikel (zu Recht!) betont, dass Solidarität gerade für die christlichen Gemeinden im Heiligen Land aktuell echt notwendig ist – das Verständnis, dass selbst solche Gemeinschaften ohne unsere Hilfe schlicht „untergehen“ könnten, sollte uns wachrütteln. Aber dann kommt da der zweite Teil mit der Einkommensfrage in Deutschland, und irgendwie kann ich nicht anders, als die beiden Themen direkt miteinander zu vergleichen. Ist ‘Reichtum’ hierzulande vielleicht relativ, während er andernorts existenziell ist?
Gerade dieser Satz, dass Leute ihr eigenes Einkommen oft falsch einordnen, hat bei mir so 'n kleinen Nerv getroffen. Ich meine, wie viele von uns haben sich schon mal gefragt, wie es sich für andere Leute – gerade in Krisenregionen – im Alltag anfühlen muss? Wenn’s darum geht, wer in Deutschland reich ist, diskutieren ja viele eher abstrakt, aber wenn wir mal ehrlich sind: Würde selbst unsere „untere Mittelschicht“ nicht in manchen Teilen der Welt als privilegiert gelten? Da empfinde ich diesen Spendenaufruf als eine gute Gelegenheit, sich an der eigenen Menschlichkeit festzuhalten, bevor wir uns in Debatten darüber verlieren, ob man bei 4000 Euro im Monat schon einen Neidkomplex auslösen darf!
Ich will hier gar nicht moralisieren, ehrlich gesagt. Aber es ist doch ziemlich auffällig, wie schnell es uns beim Thema Armut und Reichtum um Vergleiche und Kategorien geht. Mag ja sein, dass dieser „250%-Median-Trick“ wissenschaftlich Sinn hat, aber was bringt es, wenn wir am Ende immer nur sagen „Ach, ich bin ja doch nicht so reich wie die da drüben“? Wenn’s nach mir ginge, wär’s schöner, wir könnten öfter mal großzügig sein – auch ohne mit Excel auszurechnen, ob wir's uns „leisten können“.
Eigentlich hätt ich mir in dem Artikel noch mehr echte Zahlen gewünscht: Wie viele solcher Spendenaufrufe schaffen's wirklich, aktive Unterstützung zu mobilisieren? Wird das Geld am Ende in echte Menschenleben investiert, oder bleibt es irgendwo auf halber Strecke kleben? Fragen über Fragen.
Aber hey, vielleicht motiviert der Gedanke, dass Solidarität irgendwo auch sowas wie ein „Reichtum“ ist – und der hat nix mit Kontoständen zu tun.
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Anonymous am 29.03.2025
Oh mann, das ist ja mal ’ne interessante Diskussion hier! Aber ich hab da ehrlich gesagt bissl ne andere Sicht drauf als die meisten hier. Klar, es is wichtig, zu helfen, grade wenns um sowas wie das Heilige Land geht, ABER wieso redet eig keiner darüber, wies mit Transparenz bei diesen Spenden aussieht?? Also ich mein, man gibt Geld, aber weis man, ob das auch wirklich dort ankommt, wo es soll?? Viellicht versickert das ja irgendwo in irgendwelchen Organisationskram?? Das wäre ja echt schade, weil dann heisst das ja, dass die Leute dort eig nix von kriegen.
Und mal so als Frage, diese ganze Sache mit dem Reichtum: Warum sagen die, dass man mit 5780 schon reich is? Also ich kenn Leute, die haben das fast und die sagen, die fühlen sich nicht reich. Liegt das an den hohen mieten? Oder weil alles so teuer geworden ist mit inflation? Vielleicht is reichsein auch so ne Einstellungssache, manche fühlen sich reich, wenn sie Sicherheit haben und keinen stress mit Geld. Find ich voll spannend, dass darüber kaum einer nachdenkt.
Einer hat hier auch gesagt (weiss nicht mehr wer), dass wir uns zuviel mit anderen vergleichen. Das stimmt ja schon, aber macht das nicht auch Sinn? Ich mein, wie soll ich sonst wissen, ob ich reich bin, wenn ich nicht guck, was andere so haben? Das is doch menschlich, oder nicht? Wer sagt denn bitte ausm Bauch raus: Jo, ich bin reich! Ohne zu gucken, wie's bei andren aussieht.
Ach und dann noch was: N bisschen mehr Fakten wär auch gut gewesen! Im artikel steht nix dazu, wie die Hilfe genau aussieht. Werden davon Lebensmittel gekauft oder wird das Geld für Schulen oder sowas genommen?? Ich glaub, da könnte man echt noch mehr Leute überzeugen, wenn sie wüssten, dass das Geld wirklich gute Sachen macht. Na ja, ich quatsch schon wieder zuviel, sorry! Wollt eig nur sagen: Spannendes thema, aber bissl mehr Durchblick wär echt nice gewesen.
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Anonymous am 29.03.2025
Aber wurde im Artikel eigendlich was dazu gesagt, wie viel von den Spenden wirklich bei den Leuten ankommt oder ob viel in Verwaltung hängen bleibt?
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Anonymous am 29.03.2025
Also ich find ja das Thema mega spannend aber i-wie auch bisschen konfus wenn man drübber nachdenkt xD Einerseits geht’s um sone Art moralischen Reichtum also wie wir halt solidarisch sein können mit dden Christen im Heiligen Land und das find ich echt wichtig klar weil die da sone schwere Zeit durchmachen grad. Aber diese Analyse mit den Einkommensgrenzen in Dtl. (ich mein HALLO 5780€ sind WIRKLICH viel für nen Single oder?) keine Ahnung wie man sowas genau vergleicht.
Findet ihr nich auch dass beides i-wie zusammenhängt? Weil wenn man selber wenig hat ist es doch schwer anderen was abzugeben oder nich? Aber ich glaub das mit den Spenden hat nicht nur was mit Geld zu tun, sondern halt mit "Herz zeigen" oder so, wisst ihr? Auch wenn ich ehrlich sagen muss ich hab kp wie viel von diesen Spenden wirklich ANKOMMT und wieviel in "Verwaltung" blabla steckt. Weiß da jmd was dazu vlt?
Übrigens diese Tabelle hat mich echt geschockt bisschen, vor allem bei vierköpfiger Familie dass die schon ab 3880€ Mittelschicht is, hätt ich iwie höher gedacht lol. Aber vlt ist das auch weil alles teurer wird?? Hab gehört bei jemandem der im Kommentarr steht dass Leute das immer wie mit ihrem eigenen Umfeld vergleichen und nicht so an “die da oben” denken. So weirdig hab ich mich noch NIEMALS als reich gefühlt auch wenn ich jetzt nicht ganz broke bin haha. ?
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RealLifePhil am 29.03.2025
Also ich find’s super spannend, dass hier im Kommentarbereich beide Themen – Solidarität und diese Einkommensdebatte – schon irgendwie verknüpft werden, weil ich das beim Lesen vom Artikel auch ziemlich verwirrend fand. Warum muss sowas überhaupt in einen Artikel gepackt werden? Klar, beides hat mit Geld zu tun, aber das sind doch irgendwie ganz andere Dimensionen, oder nicht?
Aber jetzt mal ehrlich: Wenn ich mir vorstelle, dass jemand im Heiligen Land darauf angewiesen ist, dass wir hier was rüberschicken, dann denk ich eher an absoluten Mangel, so „wie bezahl ich morgen mein Brot“-mäßig. Und dann vergleich ich das mit diesen Einkommensstatistiken im zweiten Teil... da denk ich mir echt: Wer entscheidet bitte, ab wann jemand „reich“ ist? Also nicht, dass ich mich mit fast 3000 netto nicht zur Mittelschicht zählen würde, aber da denk ich an Miete, Kinder, Rente – und nicht an Spenden für Gläubige im Nahen Osten. Trotzdem hab ich mich beim Lesen hinterfragt: Was bleibt am Ende des Monats übrig? Geb ich eigentlich genug? Oder nehm ich das alles als zu selbstverständlich hin?
Was ich auch erstmal schlucken musste, war diese Statistik mit den 5780 Euro... klar, die Zahl wirkt riesig, aber für Singles? Auch wenn man bedenkt, wie teuer alles gerade wird? Das klingt für mich fast so, als wär das total abgehoben formuliert. Sind hier echt so viele, die in diesem Bereich sind? Falls ja, dann Glückwunsch – aber ich schätze mal, die meisten, die hier drüber lesen, bewegen sich doch irgendwo zwischen „gerade so klarkommen“ und „okay, passt schon irgendwie“. Und trotzdem sind viele von uns reich, wenn man's global sieht, oder?
Ich glaub, was für viele schwer ist, ist, dass es beim Thema Spenden kein Feedback-System gibt. Wie in einem der anderen Kommentare schon gefragt wurde: Wo landet das Geld überhaupt? Hilft das wirklich IMMER vor Ort? Oder bleibt da ein Teil in irgendwelchen Verwaltungstöpfen hängen? Ich mein, das ist ja nicht nur ne Frage für kirchliche Spendenaktionen, sondern generell bei allem, wo man seine Kohle hergibt. Ich hab vor ein paar Jahren aufgehört, Organisationen blind zu unterstützen, nachdem ich von so einem Skandal in einer größeren Hilfsorganisation gehört hab. Jetzt guck ich immer erstmal, wie transparent die Berichte sind und ob ich das Gefühl hab, das kommt wirklich an. Vielleicht könnte sowas auch mehr Leute motivieren, die aktuell skeptisch sind? Gerade wenn man weiß, wie viel oder wenig man selbst übrig hat, will man sicher sein, dass das Geld was bringt.
Und was mich auch noch beschäftigt hat: Diese Aussage im Artikel, dass deutsche Ortskirchen wohlhabend sind und deswegen Verantwortung haben. Gut, ich will jetzt keinem zu nahe treten, aber ehrlich – wer entscheidet, ab wann eine Kirche „reich“ ist? Klar, die katholische Kirche in Deutschland hat Kohle, keine Frage, aber das ist doch auch oft an ihre eigenen Projekte gebunden, oder sehe ich das falsch? Manchmal kommt mir vor, als wird erwartet, dass Kirchen wie so ne Art humanitärer Geldautomat funktionieren sollen, was sicher auch irgendwo ihr Auftrag ist, aber darunter leidet dann oft das Verständnis für den tatsächlichen (Finanz-)Aufwand.
Unterm Strich: Klar ist Solidarität wichtig, vor allem, wenn’s um so existenzielle Themen wie im Heiligen Land geht. Aber ich glaub, um mehr Leute fürs Spenden zu gewinnen, müsste bei uns zuerst das Verständnis wachsen: Wo stehe ich wirklich finanziell? Und wo hab ich Handlungsspielraum, um anderen zu helfen? Das würde vielleicht auch ein bisschen raus aus diesem gefühlten „Abgrenzungsdenken“ führen, was den zweiten Teil des Artikels irgendwie mitschwingen lässt.
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Anonymous am 30.03.2025
Ich finde es spannend, wie hier einerseits Solidarität als Reichtum beschrieben wird, aber andererseits kaum diskutiert wird, warum so wenige Deutsche sich selbst als „reich“ sehen, obwohl sie im weltweiten Vergleich oft sehr wohlhabend sind.