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title: Fliegen wie die Stars: Der Privatjet des BVB
canonical: https://elite-echo.de/fliegen-wie-die-stars-der-privatjet-des-bvb/
author: Elite-Echo Redaktion
published: 2026-09-26
updated: 2026-09-08
language: de
category: Privatjets und Luxusyachten
description: Borussia Dortmund flog vier Nationalspieler per Privatjet aus den USA zurück, um ihnen vor dem Bremen-Spiel mehr Erholung zu ermöglichen. Die rund 100.000 Euro teure Maßnahme sorgte wegen ihrer Klimabilanz für Kritik.
source: Provimedia GmbH
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# Fliegen wie die Stars: Der Privatjet des BVB

> **Autor:** Elite-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-26 | **Aktualisiert:** 2026-09-08

**Zusammenfassung:** Borussia Dortmund flog vier Nationalspieler per Privatjet aus den USA zurück, um ihnen vor dem Bremen-Spiel mehr Erholung zu ermöglichen. Die rund 100.000 Euro teure Maßnahme sorgte wegen ihrer Klimabilanz für Kritik.

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## Vier BVB-Stars im Privatjet zurück aus den USA
Borussia Dortmund ließ **Mats Hummels, Niclas Füllkrug, Julian Brandt und Niklas Süle** nach dem Länderspiel gegen Mexiko mit einem gecharterten Privatjet aus Philadelphia zurückfliegen. Der Sonderflug sollte die vier Nationalspieler schneller nach Deutschland bringen als die reguläre Reise der DFB-Auswahl.

Der Grund lag im ungewöhnlich engen Kalender. Das Spiel in Philadelphia endete in der Nacht zum Mittwoch gegen 2 Uhr deutscher Zeit. Schon am Freitagabend musste Dortmund um 20:30 Uhr gegen Werder Bremen antreten. Für die BVB-Profis zählte deshalb jede zusätzliche Stunde am Boden: Sie sollten früher schlafen, sich behandeln lassen und wieder in den normalen deutschen Tagesrhythmus finden.

Die reguläre Rückreise hätte die Spieler erst am Donnerstagmorgen in Frankfurt ankommen lassen. Mit dem Charterflug war dagegen eine Ankunft bereits am Mittwochnachmittag in Dortmund vorgesehen. Sportlich versprach sich der Verein davon bessere Einsatzchancen gegen Bremen. Ein Privatjet verkürzt die Reise, beseitigt die Folgen des sechsstündigen Zeitunterschieds aber nicht vollständig.

## Der enge Zeitplan zwischen Mexiko und Werder Bremen
Zwischen dem Abpfiff in Philadelphia und dem Anstoß in Dortmund lagen weniger als 70 Stunden. Diese knappe Spanne musste nicht nur die Flugzeit abdecken. Auch Passkontrollen, Transfer, Schlaf und die Rückkehr in den europäischen Tagesrhythmus beanspruchten wertvolle Zeit.

Das DFB-Testspiel gegen Mexiko endete in der Nacht zum Mittwoch um etwa 2 Uhr deutscher Zeit. Für die Spieler vor Ort war es zu diesem Zeitpunkt noch Dienstagabend. Am Freitag um 20:30 Uhr stand bereits das Bundesliga-Duell mit Werder Bremen an. Damit blieb nur ein schmaler Korridor für Erholung und die Vorbereitung auf den nächsten Pflichttermin.

Die reguläre Rückreise sah eine Ankunft am Donnerstagmorgen in Frankfurt vor. Danach wären noch der Weiterweg nach Dortmund, medizinische Checks und die Aktivierung vor dem Spiel nötig gewesen. Der Charterflug verschob den Ablauf nach vorn und schuf zusätzlichen Zeitraum für Schlaf und Betreuung.

Der Zeitplan war besonders heikel, weil die sechsstündige Differenz zwischen Philadelphia und Deutschland den Biorhythmus belastete. Ein früherer Start in die Rückreise konnte diese Wirkung nicht aufheben, gab den Spielern aber mehr Spielraum.

## Warum der BVB die schnelle Rückreise organisierte
Der BVB wollte die Kontrolle über die Rückreise seiner Nationalspieler zurückgewinnen. Bei einer regulären Verbindung hätten mehrere feste Abläufe den Zeitplan bestimmt. Ein eigener Charterflug machte den Verein dagegen unabhängiger von Anschlüssen, Wartezeiten und dem Reiseplan der gesamten DFB-Auswahl.

Im Mittelpunkt stand nicht nur die reine Flugzeit. Der frühere Transfer sollte dem Dortmunder Trainerteam mehr Optionen bei der Belastungssteuerung geben. Die vier Profis konnten früher medizinisch betreut, individuell aktiviert und in die Spielvorbereitung eingebunden werden. So ließ sich genauer prüfen, wer tatsächlich für die Partie bereit war.

Die Nationalmannschaft plante ihre Rückreise für den gesamten Kader, Dortmund musste jedoch zusätzlich die kurzfristige Belastung seiner eigenen Spieler bewerten. Der Privatjet war daher weniger ein Luxusflug als ein Versuch, einen schwer planbaren Zwischenraum professionell zu organisieren.

Sportlich ging es um kleine Vorteile, nicht um eine Garantie. Eine frühere Ankunft ersetzt weder Schlaf noch vollständige Erholung, verschafft dem Verein aber mehr Handlungsspielraum bei Training, Regeneration und Aufstellung.

## Mats Hummels, Niclas Füllkrug, Julian Brandt und Niklas Süle
Für die Sonderreise waren vier deutsche Nationalspieler des BVB vorgesehen: **Mats Hummels, Niclas Füllkrug, Julian Brandt und Niklas Süle**. Ihre Auswahl zeigt, wie stark die USA-Reise den Dortmunder Mannschaftskern betraf. Alle vier gehörten zum Profikader und waren damit für die Aufstellung gegen Werder Bremen relevant.

Die Spieler hatten unterschiedliche Aufgaben im Team. Hummels brachte Erfahrung und Organisation in der Abwehr ein. Süle war ebenfalls für die Defensive eingeplant, während Brandt das Offensivspiel beleben konnte. Füllkrug stand als zentraler Angreifer für Präsenz im Strafraum. Der BVB wollte somit mehrere wichtige Mannschaftsteile rechtzeitig zurückführen.

Eine gesonderte Charterlösung für diese vier Profis war organisatorisch naheliegend: Sie reisten gemeinsam aus Philadelphia ab und konnten nach der Ankunft direkt in den Dortmunder Ablauf wechseln. Ob jeder von ihnen gegen Bremen tatsächlich von Beginn an spielen würde, hing dennoch von Fitness, Schlafqualität und der Entscheidung des Trainerteams ab.

Hummels bewertete die Maßnahme als *„hochprofessionell“*. Seine Einschätzung unterstrich den praktischen Zweck des Flugs: Der Privatjet sollte keine Einsatzgarantie schaffen, sondern bessere Voraussetzungen für die kurzfristige Rückkehr in den Vereinsalltag bieten.

## Mehr Regeneration und weniger Jetlag für das Freitagsspiel
Der zusätzliche Zeitgewinn sollte vor allem die Erholung nach der langen Reise verbessern. Schlaf, Flüssigkeit und gezielte medizinische Betreuung sind nach einem Nachtflug besonders wichtig. Auch eine lockere Aktivierung kann helfen, die Muskulatur wieder an die Belastung heranzuführen.

Der sechsstündige Zeitunterschied blieb eine Herausforderung, weil der Körper der Spieler zunächst noch auf die amerikanische Ortszeit eingestellt war. Eine frühere Ankunft in Dortmund gab dem Trainerteam mehr Möglichkeiten, den Tagesablauf anzupassen. Dazu gehörten feste Schlafenszeiten, passende Mahlzeiten und eine individuell abgestimmte Trainingsintensität.

Für das Freitagsspiel bedeutete das einen praktischen Vorteil: Zwischen Ankunft und Anstoß lag mehr Zeit für Regeneration, kurze Einheiten und eine Einschätzung der körperlichen Verfassung. Der Privatjet konnte den Jetlag nicht beseitigen, vergrößerte aber den Puffer, der über Einsatzfähigkeit und Minutenverteilung entscheiden kann.

## Rund 100.000 Euro für die frühere Rückkehr
Die Charterung kostete nach einer Schätzung der *Bild* knapp **100.000 Euro**. Der Betrag wurde nicht offiziell als exakter Rechnungswert veröffentlicht und gilt deshalb als Richtgröße, nicht als geprüfte Endsumme.

Bei vier Spielern entspricht die Schätzung rechnerisch rund 25.000 Euro pro Person. Diese Zahl beschreibt jedoch keine Sitzplatzkosten. Ein Charterflug wird als Gesamtleistung gebucht. Darin können unter anderem Flugzeug, Besatzung, Gebühren, Abfertigung und die kurzfristige Organisation enthalten sein.

Der finanzielle Aufwand war für den BVB eine bewusste sportliche Investition. Der Verein kaufte damit vor allem Planungssicherheit: Die Rückreise ließ sich auf die Bedürfnisse der vier Profis abstimmen, statt sie in den normalen Ablauf der Nationalmannschaft einzuordnen. Ob sich die Ausgabe sportlich auszahlte, lässt sich allerdings nicht allein am Ticketpreis messen.

Offen blieb, ob sich der DFB an den Kosten beteiligte. Öffentlich bekannt war vor allem, dass Dortmund die Chartermaßnahme bestätigte und die Ausgabe im Zusammenhang mit der ungewöhnlichen Terminlage sah.

## Nachhaltigkeit und Kritik am Privatflug
Der Privatflug löste vor allem wegen seiner Klimawirkung Kritik aus. Ein Charterjet verursacht pro Person meist deutlich mehr Emissionen als ein voll besetztes Linienflugzeug. Bei nur vier Spielern fällt der Energieaufwand pro Passagier daher besonders stark ins Gewicht. Genaue Werte hängen vom Flugzeugtyp, der Strecke und der Auslastung ab.

Der BVB verwies darauf, dass Flugreisen des Vereins grundsätzlich über anerkannte Zertifikate kompensiert würden. Solche Zertifikate können Projekte zum Klimaschutz finanzieren, machen die beim Flug entstandenen Emissionen jedoch nicht ungeschehen. Kompensation ist daher etwas anderes als eine Vermeidung des Ausstoßes.

Für die öffentliche Bewertung zählt auch der Anlass. Der Flug diente keinem privaten Komfort, sondern der kurzfristigen sportlichen Planung. Trotzdem bleibt die Frage, ob ein einzelnes Bundesliga-Spiel den zusätzlichen Aufwand rechtfertigt. Besonders für einen Verein, der Nachhaltigkeit als wichtigen Grundsatz nennt, wirkt die Entscheidung erklärungsbedürftig.

Die Debatte zeigt einen Zielkonflikt zwischen Regeneration, Einsatzchancen und Wettbewerbsinteressen auf der einen sowie Ressourcenverbrauch und der Glaubwürdigkeit eigener Umweltziele auf der anderen Seite. Eine transparente Veröffentlichung des Flugzeugtyps, der tatsächlichen Emissionen und der verwendeten Zertifikate hätte die Einordnung erleichtert.

## Warum das Bremen-Spiel nicht verlegt wurde
Eine Verlegung auf Sonntag wurde zwar erwogen, hätte den Terminkalender des BVB aber weiter zugespitzt. Nur drei Tage später stand das Champions-League-Spiel bei Newcastle United an. Eine spätere Bundesliga-Partie hätte die Vorbereitung, die Reise nach England und die Erholung der Mannschaft stark verdichtet.

Ein Samstagstermin bot ebenfalls keine freie Lösung. Nach den vorliegenden Berichten stand dieser Termin wegen der TV-Rechte von **DAZN** nicht zur Verfügung. Damit blieb das Freitagsspiel bestehen, obwohl die Rückkehr der Nationalspieler aus den USA außergewöhnlich knapp davor lag.

Der BVB musste somit zwischen einer kurzen Erholungsphase vor dem Spiel gegen Werder Bremen und einem engen internationalen Kalender in der folgenden Woche abwägen. Eine Verschiebung hätte das Problem nicht beseitigt, sondern vor allem in Richtung Champions League verlagert.

DFB-Sportdirektor **Rudi Völler** bewertete die Ansetzung als unglücklich und vermeidbar. Eine gemeinsame Lösung mit Verein, Verband und Rechteinhaber kam jedoch nicht zustande. Dortmund akzeptierte deshalb den ursprünglichen Termin und suchte die Entlastung bei der Rückreise seiner Spieler.

## Champions-League-Spiel bei Newcastle als weiterer Terminfaktor
Das Champions-League-Spiel bei Newcastle United war ein weiterer Grund, den Bundesliga-Termin nicht nach hinten zu verschieben. Zwischen beiden Partien lagen nur drei Tage. Eine Verlegung auf Sonntag hätte die Vorbereitung auf den internationalen Auftritt deutlich verkürzt und die Belastung im ohnehin engen Kalender erhöht.

Für den BVB ging es deshalb um mehr als die Erholung der vier Nationalspieler. Der Verein musste den gesamten Ablauf der Mannschaft planen: Training, taktische Vorbereitung, Reise nach England und Belastungssteuerung vor dem europäischen Spiel. Jeder zusätzliche Tag zwischen Bremen und Newcastle hätte dabei geholfen.

Die Entscheidung hatte auch eine sportliche Seite. Dortmund wollte die Partie gegen Werder Bremen nicht zugunsten einer kurzfristigen Entlastung verschieben und anschließend mit weniger Vorbereitungszeit in die Champions League gehen. Der Privatflug war damit ein Kompromiss: Der bestehende Spielplan blieb erhalten, während die Nationalspieler schneller in den Vereinsbetrieb zurückkehrten.

Eine Änderung an einem Spiel wirkt sich sofort auf Training, Reisen und Regeneration aus. Für Dortmund war der Auftritt in Newcastle daher ein entscheidender Terminfaktor und ein Argument gegen eine spätere Austragung des Bremen-Spiels.

## Fazit: Schnelle Rückreise für bessere Einsatzchancen gegen Bremen
Der Privatjet war für den BVB eine kurzfristige Lösung mit klarem sportlichem Ziel: Die vier Nationalspieler sollten unter besseren Bedingungen in den Vereinsbetrieb zurückkehren. Damit stiegen ihre Chancen, gegen Werder Bremen eingesetzt zu werden. Eine Garantie für einen Startelfplatz oder eine bestimmte Spielzeit entstand daraus jedoch nicht.

Die Entscheidung zeigt zugleich, wie eng internationale Termine, Vereinsfußball und Medienplanung zusammenwirken. Dortmund hatte nur begrenzte Möglichkeiten, den Spielplan zu verändern, und setzte deshalb auf eine schnellere und besser steuerbare Rückreise.

Ob der Nutzen den Aufwand rechtfertigte, bleibt eine Abwägung. Sportlich gewann der BVB Zeit und Flexibilität. Finanziell stand eine Schätzung von knapp 100.000 Euro im Raum. Ökologisch blieb der Flug trotz angekündigter Kompensation umstritten. Der Verein kaufte sich einen Vorteil, musste ihn aber zugleich erklären.

Unterm Strich war der Charterflug keine reine Prestigeaktion, sondern der Versuch, aus einem ungünstigen Kalender das Beste herauszuholen. Die zentrale Frage lautet daher weniger, ob Dortmund wie die Stars flog, sondern ob die zusätzliche Zeit auf dem Platz tatsächlich einen Unterschied machte.

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [elite-echo.de](https://elite-echo.de/fliegen-wie-die-stars-der-privatjet-des-bvb/)*
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