Junge deutsche Milliardäre: Vermögen bleibt meist in Unternehmerfamilien
Autor: Elite-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Deutschlands jüngste Milliardäre verdanken ihr Vermögen meist Erbschaften und Familienunternehmen; Alexander Rinke ist als Celonis-Gründer eine Ausnahme.
Deutschlands jüngste Milliardäre: Reichtum bleibt in Unternehmerfamilien
Ein 19-Jähriger steht laut Forbes an der Spitze der Liste der jüngsten Milliardäre der Welt. Johannes von Baumbach verfügt demnach über ein geschätztes Vermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar und ist der Frankfurter Rundschau zufolge öffentlich kaum sichtbar.
Sein Vermögen stammt aus dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim, den seine Familie seit 1885 in vierter Generation führt. Auch drei seiner Geschwister gehören zu den jungen deutschen Milliardären: Franz von Baumbach ist 24, Katharina von Baumbach 26 und Maximilian von Baumbach 27 Jahre alt.
Die Geschwister profitieren von derselben Erbschaft. Katharina von Baumbach versuchte sich zusätzlich unternehmerisch und gründete die Handtaschenmarke KB Bags.
| Name | Alter | Vermögensquelle |
|---|---|---|
| Johannes von Baumbach | 19 | Boehringer Ingelheim |
| Franz von Baumbach | 24 | Erbschaft aus dem Familienvermögen |
| Katharina von Baumbach | 26 | Erbschaft und KB Bags |
| Maximilian von Baumbach | 27 | Erbschaft aus dem Familienvermögen |
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau beschreibt die Familie von Baumbach als besonders deutliches Beispiel dafür, wie Unternehmensvermögen innerhalb weniger Generationen weitergegeben wird. Johannes von Baumbach ist mit 19 Jahren der jüngste genannte Milliardär.
Kevin David Lehmann und das frühe dm-Erbe
Auch Kevin David Lehmann wurde laut Frankfurter Rundschau nicht durch den Aufbau eines eigenen Unternehmens reich. Sein Vater Günther Lehmann übertrug ihm bereits 2017 einen Anteil von 50 Prozent an der Drogeriemarktkette dm.
Zu diesem Zeitpunkt war Kevin David Lehmann 14 Jahre alt. Bis zu seiner Volljährigkeit wurde das Vermögen zunächst von einem Treuhänder verwaltet.
„Auch er wurde nicht reich, sondern reich gemacht“, schreibt die Frankfurter Rundschau über Kevin David Lehmann.
Zusammenfassung: Der Fall Lehmann zeigt, dass große Unternehmensbeteiligungen bereits im Jugendalter übertragen werden können. Die Verwaltung des Vermögens erfolgte bis zur Volljährigkeit durch einen Treuhänder.
Sophie Luise Fielmann erbte Mehrheit am Optikkonzern
Sophie Luise Fielmann erbte 2023 nach dem Tod ihres Vaters Günther Fielmann eine Mehrheit am gleichnamigen Optikkonzern. Ihr Bruder Marc hatte das operative Geschäft zu diesem Zeitpunkt bereits übernommen.
Marc Fielmann führt das Unternehmen laut Frankfurter Rundschau bereits seit 2019. Damit sind Eigentum und operative Leitung innerhalb der Familie aufgeteilt.
Zusammenfassung: Sophie Luise Fielmann gelangte 2023 durch Erbschaft in den Besitz einer Mehrheit am Optikkonzern. Die operative Führung liegt seit 2019 bei ihrem Bruder Marc.
Alexander Rinke als Ausnahme unter den jungen Milliardären
Alexander Rinke gilt als Ausnahme in der Liste der jüngsten deutschen Milliardäre. Der Betriebswirt gründete 2011 gemeinsam mit zwei Kommilitonen an der TU München das Softwareunternehmen Celonis.
Im Gegensatz zu den meisten anderen genannten Personen stammt sein Vermögen nicht aus einer Erbschaft. Die Frankfurter Rundschau zählt ihn deshalb zu den wenigen Selfmade-Milliardären der Liste.
Zusammenfassung: Alexander Rinke baute sein Vermögen durch eine Unternehmensgründung auf. Celonis entstand 2011 an der TU München gemeinsam mit zwei weiteren Gründern.
Maximilian Viessmann nach dem Verkauf des Klimageschäfts
Maximilian Viessmann führt heute die Viessmann Generations Group. Seine Familie hatte das Klimageschäft des früheren Heiztechnikunternehmens 2023 an den US-Konzern Carrier Global verkauft.
Der Verkauf erfolgte laut Frankfurter Rundschau für rund zwölf Milliarden Euro. Maximilian Viessmann gehört damit zu den jungen Vermögenden, deren wirtschaftliche Grundlage aus einem Familienunternehmen hervorgegangen ist.
Zusammenfassung: Maximilian Viessmann steht an der Spitze der Viessmann Generations Group. Das Klimageschäft der Familie wurde 2023 für rund zwölf Milliarden Euro an Carrier Global verkauft.
Franziska Wuerbser und Eva Maria Braun-Luedicke bleiben weitgehend unbekannt
Franziska Wuerbser hält gemeinsam mit ihrer Mutter 63 Prozent am Küchengerätehersteller Rational. Außerhalb von Fachkreisen ist ihr Name laut Frankfurter Rundschau kaum bekannt.
Eva Maria Braun-Luedicke besitzt zwölf Prozent des Medizintechnikunternehmens B. Braun Melsungen. Außerdem sitzt sie im Aufsichtsrat des Handballvereins MT Melsungen, dessen Hauptsponsor B. Braun Melsungen ist.
Beide Beispiele stehen für die Zurückhaltung, die laut Frankfurter Rundschau viele der jungen Milliardärinnen und Milliardäre verbindet. Kaum jemand gibt Interviews oder tritt öffentlich auf.
Zusammenfassung: Franziska Wuerbser hält gemeinsam mit ihrer Mutter 63 Prozent an Rational. Eva Maria Braun-Luedicke besitzt zwölf Prozent an B. Braun Melsungen und ist im Aufsichtsrat von MT Melsungen.
Erbschaften und Schenkungen konzentrieren sich auf die oberen Vermögensgruppen
Von den 171 deutschen Dollar-Milliardären in der aktuellen Forbes-Liste stammen auffällig viele aus Unternehmerfamilien. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, stellte laut Frankfurter Rundschau fest, dass Erbschaften vor allem bereits Vermögende noch reicher machen.
Die Hälfte aller Erbschaften und größeren Schenkungen geht demnach an die obersten zehn Prozent der Begünstigten. Dadurch wird Vermögen innerhalb einer vergleichsweise kleinen Gruppe weiter konzentriert.
| Angabe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Deutsche Dollar-Milliardäre in der Forbes-Liste | 171 | Forbes |
| Anteil der Erbschaften und größeren Schenkungen für die obersten zehn Prozent | Die Hälfte | DIW |
| Geschätztes Erbvolumen in Deutschland pro Jahr | rund 400 Milliarden Euro | DIW |
| Steuerlich veranlagte Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2024 | 113,2 Milliarden Euro | Statistisches Bundesamt |
Das DIW schätzt das gesamte Erbvolumen in Deutschland auf rund 400 Milliarden Euro pro Jahr. Das Statistische Bundesamt erfasste 2024 dagegen 113,2 Milliarden Euro an Erbschaften und Schenkungen, die tatsächlich steuerlich veranlagt wurden.
Die Frankfurter Rundschau erklärt die Differenz damit, dass Vermögen unterhalb der Freibeträge übertragen werden kann, ohne dass der Staat davon erfährt. Bei Milliardärsfamilien geht es dabei nicht nur um einzelne Immobilien oder Sparguthaben, sondern um Unternehmensanteile, die innerhalb der Familie bleiben und weiter an Wert gewinnen können.
Zusammenfassung: Nach Angaben des DIW beträgt das jährliche Erbvolumen rund 400 Milliarden Euro. Für 2024 weist das Statistische Bundesamt 113,2 Milliarden Euro an steuerlich veranlagten Erbschaften und Schenkungen aus.
Vermögensaufbau über Generationen und Unternehmensbeteiligungen
Die Frankfurter Rundschau leitet aus den Lebensläufen der jungen Milliardärinnen und Milliardäre ab, dass Reichtum in Deutschland häufig über Generationen entsteht. Arbeit und Einkommen allein reichen demnach in der Regel nicht aus, um ein Milliardenvermögen aufzubauen.
Viele der genannten Personen erbten Unternehmensanteile und konnten bestehende Familienunternehmen weiterführen. Sie mussten ihre wirtschaftliche Grundlage daher nicht bei null aufbauen.
Der Artikel hebt außerdem die langfristige Bedeutung von Unternehmensbeteiligungen und Kapitalwachstum hervor. Für Immobilieninvestoren sei daraus die Erkenntnis abzuleiten, dass langfristig wertsteigernde Anlagen mit laufenden Erträgen eine Rolle beim Vermögensaufbau spielen können, sofern Finanzierung, Standort und Strategie stimmen.
- Vermögen entsteht laut Frankfurter Rundschau häufig über mehrere Generationen.
- Unternehmensbeteiligungen können langfristig von Kapitalwachstum profitieren.
- Die genannten Milliardärinnen und Milliardäre erhielten ihren Vorsprung vielfach durch familiäre Vermögensübertragungen.
Zusammenfassung: Der Pressespiegelbeitrag der Frankfurter Rundschau stellt Erbschaften, Unternehmensbeteiligungen und Kapitalwachstum als zentrale Faktoren der Vermögensbildung heraus. Die genannten jungen Milliardäre verfügten vielfach bereits durch ihre Herkunft über einen wirtschaftlichen Vorsprung.
Quellen: