Krypto-Vermögen wächst, Energiespeicherbranche unter Druck: Die wichtigsten Nachrichten

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel bündelt Berichte über geschätzte Kryptomillionäre, ein Bürgermeisterduell in Südheide und Pater Cuypers’ Plädoyer für innere Einkehr statt äußerem Reichtum.

Krypto-Vermögen wächst – Schätzungen zeigen mehr als 135.000 Kryptomillionäre

Weltweit gibt es laut dem „Crypto Wealth Report 2026“ des Beratungsunternehmens Henley & Partners 135.694 Menschen, die digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar halten. Zusätzlich sollen 290 Personen über Kryptovermögen im dreistelligen Millionenbereich verfügen, während 23 Personen Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr besitzen. Das berichtet das Manager Magazin.

Die genannten Werte sind Schätzungen. Henley & Partners wertete zum Stichtag 31. August weltweit sichtbare Wallets statistisch aus. Eine eindeutige Zuordnung einzelner Wallets zu Personen ist häufig nicht möglich, da eine Person mehrere Wallets besitzen kann, Adressen Unternehmen zugeordnet sein können und Vermögen auch über Fonds gehalten wird.

Für die Zahl der Kryptomilliardäre ergibt sich laut Bericht eine mögliche Spanne von 17 bis 34 Personen. Bei den einfachen Kryptomillionären liegt der statistische Korridor zwischen 132.000 und 154.000.

Zu den namentlich bekannten Kryptomilliardären zählen die US-Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss, die die Kryptobörse Gemini betreiben, Strategy-Chef Michael Saylor und der Wagniskapitalinvestor Tim Draper. Viele wohlhabende Krypto-Eigentümer schätzen laut Bericht die Anonymität der Anlageklasse. Diese sei auch vor dem Hintergrund einer Reihe von Verbrechen relevant, bei denen Täter versucht hätten, an die Wallets vermögender Personen zu gelangen.

Der Gesamtwert der verfügbaren Kryptoassets betrug am Stichtag 2,6 Milliarden Dollar. Bitcoin machte davon 60 Prozent aus. Unter den einfachen Kryptomillionären waren 68 Prozent Bitcoin-Halter, während Kryptomilliardäre 40 Prozent ihrer Assets in Bitcoin hielten.

KennzahlWert
Kryptomillionäre weltweit135.694
Kryptovermögen im dreistelligen Millionenbereich290 Personen
Kryptomilliardäre23 Personen
Statistische Spanne bei Kryptomilliardären17 bis 34
Statistischer Korridor bei Kryptomillionären132.000 bis 154.000
Gesamtwert der verfügbaren Kryptoassets2,6 Milliarden Dollar
Anteil von Bitcoin am Gesamtwert60 Prozent
Bitcoin-Anteil bei einfachen Kryptomillionären68 Prozent
Bitcoin-Anteil bei Kryptomilliardären40 Prozent
Menschen mit digitalen Vermögenswerten weltweit742 Millionen

Insgesamt halten laut Report rund 742 Millionen Menschen digitale Vermögenswerte. Die Eigentümerstruktur ist demnach deutlich jünger und mobiler als die übliche Klientel von Henley & Partners. Der Aufenthaltsort der Personen lässt sich anhand der Wallets jedoch nicht ermitteln.

„Krypto-Vermögen benötigt weder einen Tresor noch eine Bankfiliale. Deshalb konkurrieren Länder heute darum, den Eigentümer und nicht das Geld selbst zu beherbergen.“

Dieses Statement wird im Bericht Dominic Volek von Henley & Partners zugeschrieben. Als kryptofreundlichstes Land führt das Ranking Singapur an, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong, den USA, der Schweiz, Malta und Thailand. Deutschland erscheint nicht unter den Top 36 Ländern des Reports.

Infobox: Der Report zählt 135.694 Kryptomillionäre und 23 Personen mit Kryptoassets im Wert von mindestens einer Milliarde Dollar. Die Berechnung basiert auf sichtbaren Wallets und ist wegen der schwierigen Zuordnung zu Personen mit statistischen Unsicherheiten verbunden.

Kommunalwahl in Südheide: Bürgermeisterduell in Unterlüß steht im Zeichen neuer Konflikte

Bei einem Wahlpodium im Bürgersaal in Unterlüß stellten sich die beiden Bewerber für das Amt der Verwaltungschefin oder des Verwaltungschefs in der Gemeinde Südheide kritischen Fragen. Amtsinhaberin Katharina Ebeling von der CDU trat gegen Herausforderer Frank Huchler von der WAS an.

Die Cellesche Zeitung beschreibt die Veranstaltung unter dem Titel „Wenn plötzlicher Reichtum plötzlich ganz neue Konflikte auslöst“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der künftige Verwaltungschef oder die künftige Verwaltungschefin mit den Herausforderungen in der Gemeinde umgehen soll.

Das Wahlpodium wurde als Teil der Berichterstattung zu den Kommunalwahlen 2026 in Niedersachsen eingeordnet. Die Zeitung stellt dabei den Anspruch heraus, dass die Gemeinde Südheide ihren Zusammenhalt bewahren müsse.

Infobox: Beim CZ-Podium in Unterlüß trafen Amtsinhaberin Katharina Ebeling und Herausforderer Frank Huchler im Kommunalwahlkampf aufeinander. Die Veranstaltung thematisierte die politische Zukunft der Gemeinde Südheide.

Franziskus-Jubiläum: Pater Norbert Cuypers spricht über inneren Reichtum und Verzicht

Das Erzbistum Paderborn widmet dem Heiligen Franz von Assisi eine Beitragsreihe anlässlich eines weltweiten Jubiläumsjahres. Anlass ist der 800. Todestag von Franz von Assisi am 3. Oktober 1226; das Jubiläumsjahr dauert vom 10. Januar 2026 bis zum 10. Januar 2027. Das Erzbistum beteiligt sich mit einem Franziskus-Fest am 12. September 2026 in Dortmund.

Im Mittelpunkt des Beitrags steht ein Gespräch mit Pater Norbert Cuypers, einem Mitglied der Steyler Missionare. Der Geistliche lebt seit sechs Jahren als Einsiedler auf der Dörnschlade in Wenden im südlichen Sauerland. Seine Klause liegt neben einer vielbesuchten Wallfahrtskapelle, zu der Gläubige für Gespräche und Wallfahrten kommen.

Cuypers beschreibt seine Lebenssituation nicht als materielle Armut. Er habe ein Dach über dem Kopf, ausreichend zu essen und sei sozial abgesichert. Für den Fall einer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit stehe seine Ordensgemeinschaft hinter ihm. Echte Armut habe er während seiner Zeit als Missionar in Papua-Neuguinea und in Berlin kennengelernt.

Materiell reich sei er nach eigener Aussage ebenfalls nicht. Er besitze kein Vermögen und nur wenige Gegenstände. Als anderen Reichtum nennt er seine Lebenserfahrung, seine früheren Tätigkeiten in der Südsee, in Österreich und in Berlin sowie seine sozialen Kontakte und die freundschaftliche Zuwendung, die er in der Einsiedelei erfahre.

Sein Tagesablauf beginnt damit, dass er die Wallfahrtskapelle um halb acht Uhr früh aufschließt. Anschließend verbringt er eine Schweigestunde in Gebetsmeditation. Erst gegen Mittag geht er online, um auf Besuchsanfragen zu reagieren und den Kontakt zu Menschen zu halten, die ein seelsorgliches Gespräch suchen. Daneben kümmert er sich um den Haushalt und führt Tagebuch.

In seinem Tagebuch hält Cuypers vor allem Gedanken aus der Gebetsmeditation fest. Beim späteren Wiederlesen achte er darauf, welche Fragen oder Gedanken ihn über längere Zeit beschäftigen. Das Tagebuch richte den Blick stärker auf die Innenwelt, wobei Innen- und Außenwelt miteinander in Wechselwirkung stünden.

„Wer nicht einmal am Tag in sich geht, ist ständig außer sich.“

Der Beitrag beschreibt Cuypers’ Kritik an äußerem Druck, dem Zwang, schön und erfolgreich zu sein, Status zu erlangen und diesen öffentlich zu zeigen. Durch soziale Medien begännen Selbstdarstellung und Selbstoptimierung bereits bei Kindern. Wenn es nur noch Äußerlichkeiten und kein Inneres gebe, verlören Menschen ihre Mitte.

Sein Leben als Einsiedler versteht Cuypers nicht als äußere Selbstoptimierung. Diese brauche Bestätigung von außen und sei ein Zeichen von Egoismus. Die Einsiedelei solle dagegen dazu beitragen, dass sein Egoismus absterbe und sein „wahres Ich“ den wirklichen Dingen auf den Grund gehe.

Cuypers empfiehlt nicht, dass alle Menschen Einsiedler werden. Stattdessen solle jeder Mensch im übertragenen Sinn eine kleine Einsiedelei besitzen, in die er sich von Zeit zu Zeit zurückziehen könne. Einen solchen Ort der inneren Einkehr könne man sich vorstellen, ohne dafür Geld auszugeben.

Auch Singen und Tanzen gehören für ihn zu den Dingen, die das Leben bereichern. Beides sei kostenlos. Zudem verweist er auf den Sonnengesang des heiligen Franziskus und auf einen dem heiligen Augustinus zugeschriebenen Satz über das Tanzen.

Nachhaltigkeit verbindet Cuypers mit Verzicht und einem bewussten Lebensstil. Er hat sein Auto abgegeben, trägt seine Kleidung auf und geht zum Einkaufen zu Fuß vier Kilometer ins Dorf. Zugleich ärgert er sich über den Plastikmüll, den er als Ein-Personen-Haushalt durch abgepackte Kleinmengen mit nach Hause bringt.

Auch seine soziale Beziehungen und seine Gottesbeziehung versteht Cuypers als Teil eines nachhaltigen Lebens. Seine DVD-Filmsammlung habe er beim Umzug in die Einsiedelei abgegeben. Die Erinnerungen seien geblieben, auch wenn er die Filme selbst nicht mehr brauche.

Infobox: Pater Norbert Cuypers beschreibt Reichtum als Lebenserfahrung, soziale Verbundenheit und eine tragende Gottesbeziehung. Sein Alltag umfasst Gebetsmeditation, seelsorgliche Gespräche, Haushalt und Tagebuchführung; Nachhaltigkeit verbindet er mit Verzicht, weniger Besitz und innerer Orientierung.

China bereinigt Energiespeicherprojekte: 85 Vorhaben in Hebei betroffen

In der chinesischen Provinz Hebei werden 85 unabhängige Energiespeicherprojekte neu bewertet. 69 Projekte sollen bis zum 31. Januar 2027 zum Baubeginn verschoben werden, während 16 Projekte direkt aus dem Bauplan gestrichen werden. Das berichtet 36 Kr unter Berufung auf „Voraussicht Energie“.

Die insgesamt bearbeitete Kapazität beträgt 11,66 GW/37,71 GWh. Die Bekanntgabe erfolgte innerhalb von drei Tagen, vom 20. bis zum 22. August. Nach Darstellung des Berichts wurden die Maßnahmen schnell und ohne Raum für Vermittlungen umgesetzt.

Auch in der Provinz Shanxi werden Energiespeicherprojekte aus der Datenbank entfernt. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden in einem Durchgang 31 Projekte mit einer Kapazität von 6,05 Millionen Kilowatten abgeschafft. Insgesamt nahm Shanxi bereits 5 Anpassungen vor, nahm 556 Projekte in die Datenbank auf und entfernte 222 Projekte wieder.

KennzahlWert
In Hebei bearbeitete Projekte85
In Hebei verschobene Projekte69
In Hebei gestrichene Projekte16
Bearbeitete Kapazität in Hebei11,66 GW/37,71 GWh
In Shanxi entfernte Projekte222
In Shanxi aufgenommene Projekte556
Freigesetzte Kapazität in Shanxiüber 25 GW/76 GWh
Tatsächliche Umsetzungsrate in Shanxiweniger als 15 %
Echte Netzzugangsrate in Shanxiunter 10 %

Der Bericht führt die Bereinigung auf eine geringe tatsächliche Umsetzung vieler Vorhaben zurück. In den vergangenen fünf Jahren stieg die installierte Kapazität neuer Energiespeicher in China von 3 Millionen Kilowatten auf 153 Millionen Kilowatten, was einem 50-fachen Anstieg entspricht. Gleichzeitig betrug die gesamte reservierte Kapazität der Projektdatenbank in Shanxi 173,49 GWh, während die tatsächliche Umsetzungsrate weniger als 15 Prozent und die echte Netzzugangsrate sogar unter 10 Prozent lag.

Als Ursache nennt der Artikel die Praxis, Projektindikatoren und Grundstücke zu sichern, ohne mit dem Bau zu beginnen. Unternehmen warteten demnach etwa auf sinkende Lithiumpreise, günstigere politische Rahmenbedingungen oder bessere Marktbedingungen. Teilweise würden Projektgenehmigungen gesammelt und an Dritte weiterverkauft.

Der Bericht beschreibt außerdem Unternehmen ohne ausreichende Finanzkraft, Erfahrung in der Stromentwicklung sowie professionelle Betriebs- und Wartungsfähigkeiten. Solche Unternehmen würden Projektindikatoren blockieren, während leistungsfähige Unternehmen keinen Zugang zu knappen Netzanschlüssen erhielten.

Shanxi verlangt ab dem 1. September 2026, dass registrierte Projekte innerhalb von 6 Monaten tatsächlich mit dem Bau beginnen und innerhalb von 12 Monaten fertiggestellt sowie an das Netz angeschlossen werden. Eine Verlängerung ist möglich, wenn das erfasste Anlagevermögen mindestens 30 Prozent beträgt. Für elektrochemische Energiespeicher darf die Verlängerung maximal 6 Monate dauern.

Nach der Aufnahme in die Datenbank darf ein Projekt innerhalb von 5 Jahren nicht ohne Genehmigung übertragen werden. Damit soll der Handel mit Projektgenehmigungen eingeschränkt werden. Hebei verlangt hingegen einen tatsächlichen Baubeginn innerhalb von 9 Monaten und den Netzzugang innerhalb von 15 Monaten.

Wer diese Fristen überschreitet, verliert laut Bericht die Berechtigung zur Unterstützung durch Kapazitätstarife. Projekte außerhalb der Liste erhalten keine Kapazitätstarife.

Infobox: Hebei verschiebt 69 Energiespeicherprojekte und streicht 16 Vorhaben. In Shanxi wurden bereits 222 Projekte aus der Datenbank entfernt; die niedrige tatsächliche Umsetzungs- und Netzzugangsrate steht im Mittelpunkt der Bereinigung.

Rentabilitätsdruck belastet Energiespeicherbranche

Der Artikel sieht die zentrale Ursache für die Projektbereinigung in der schwierigen Wirtschaftlichkeit vieler Vorhaben. Frühere Investitionsrechnungen hätten häufig auf idealisierten Preisunterschieden zwischen Spitzen- und Tallastzeiten sowie auf einer hohen Auslastung beruht. In der Praxis reichten Kapazitätstarife und Spotmarktpreise in vielen Regionen nicht für den Break-even-Punkt.

Der Kapazitätstarif deckt dem Bericht zufolge nur 10 Prozent bis 40 Prozent des Ertragsbedarfs. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen Laden und Entladen sei im Spotmarkt zu niedrig. Unternehmen hielten sich deshalb zurück und warteten auf politische Maßnahmen, niedrigere Strompreise oder bessere Marktbedingungen.

Auch im Markt für Heimspeicher zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Sigen New Energy erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 9,874 Milliarden Yuan und einen Nettogewinn von 2,428 Milliarden Yuan. Der Umsatz stieg um 261,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der Nettogewinn um 201 Prozent.

Ailo Energy erreichte im selben Marktsegment einen Umsatz von 3,154 Milliarden Yuan, was einem Anstieg von 74,59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn wandelte sich jedoch von 142 Millionen Yuan im Vorjahreszeitraum in einen Verlust von 35,13 Millionen Yuan um.

UnternehmenUmsatzUmsatzentwicklungNettogewinnGewinnentwicklung
Sigen New Energy9,874 Milliarden Yuan261,2 %2,428 Milliarden Yuan201 %
Ailo Energy3,154 Milliarden Yuan74,59 %Verlust von 35,13 Millionen Yuanvon 142 Millionen Yuan im Vorjahreszeitraum

Der Senior Vice President von Envision, Tian Qingjun, erklärte laut Bericht, die geplanten Erweiterungen der Produktionskapazität für Energiespeicherzellen überschritten in diesem Jahr bereits 800 GWh. Die bis zum Jahresende fertiggestellte Kapazität betrage etwa 1,2 bis 1,5 TWh, während die gesamte geplante Kapazität 2 TWh übersteige.

„Das liegt weit über dem tatsächlichen Bedarf des globalen Marktes.“

Die Überkapazitätsrate bei den geplanten Produktionskapazitäten für Energiespeicherzellen liegt laut Artikel über 300 Prozent. Unternehmen könnten dadurch gezwungen werden, Preiskriege zu führen. Die zuständigen Behörden ermitteln dem Bericht zufolge die Grundlagen der vorhandenen und geplanten Produktionskapazitäten umfassend.

Projekte, die sich noch in der Planungsphase befinden und noch nicht offiziell mit dem Bau begonnen haben, werden demnach vorübergehend ausgesetzt. Während des „15. Fünfjahresplans“ könnten neue Projekte von einer beschleunigten Umsetzung zu einer strengeren Prüfung übergehen.

Infobox: Die Branche steht gleichzeitig unter Margen- und Überkapazitätsdruck. Während einzelne Unternehmen stark wachsende Umsätze und Gewinne melden, verzeichnet Ailo Energy trotz Umsatzwachstums einen Verlust von 35,13 Millionen Yuan.

Auslandsgeschäft wird zum Wachstumstreiber für chinesische Energiespeicheranbieter

Während im chinesischen Inland Projekte bereinigt werden, steigt laut 36 Kr die Nachfrage aus dem Ausland. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 erhielten chinesische Unternehmen mehr als 300 ausländische Energiespeicheraufträge mit einer Gesamtkapazität von über 288,69 GWh. Allein im Juni lag die öffentlich unterzeichnete Vertragskapazität bei 125,1 GWh.

Im Juli unterzeichnete BYD mit dem emiratischen Energiekonzern Masdar einen Energiespeichervertrag über 11,275 GWh. Der Auftrag betrifft das RTC-Projekt in Abu Dhabi. Dieses sieht 5,2 GW Photovoltaik und 19 GWh Energiespeicher vor und soll dem Stromnetz kontinuierlich und stabil 1 GW sauberen Strom liefern.

Die Gesamtinvestition des RTC-Projekts beträgt etwa 6,1 Milliarden US-Dollar. Der Energiespeicher soll den schwankenden Photovoltaikstrom in steuerbaren Strom umwandeln, der einer traditionellen Grundlastversorgung nahekommt.

CATL unterzeichnete im Juli ein Kooperationsmemorandum mit dem niederländischen Unternehmen Alfen für Natrium-Ionen-Energiespeicher mit 5 GWh. Anschließend folgte ein Kooperationsvertrag mit Solarpro für Natrium-Ionen-Energiespeicher mit 2 GWh.

Sigen New Energy erhielt im ersten Halbjahr 10 ausländische Energiespeicheraufträge mit einer Kapazität von 25,7 GWh. Chunen New Energy unterzeichnete innerhalb von 40 Tagen Aufträge mit einer Kapazität von 74 GWh. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 eroberten die fünf führenden Unternehmen fast 60 Prozent des Marktes.

RegionAuftragskapazität
Europa104,27 GWh
Asien64,72 GWh
Ozeanien32,91 GWh
Naher Osten und Afrikaüber 40 GWh
Ausländische Aufträge chinesischer Unternehmen im ersten Halbjahr 2026über 288,69 GWh

Die Auftragskapazität im Nahen Osten und in Afrika stieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Bericht bezeichnet den Auslandsmarkt als einzigen Wachstumsausweg der Energiespeicherbranche, warnt jedoch davor, unterzeichnete Vertragskapazitäten mit bereits erzielten Umsätzen gleichzusetzen.

Rahmenvereinbarungen, Vereinbarungen zur vorrangigen Lieferung und formelle Einkaufsverträge hätten eine unterschiedliche Erfüllungswahrscheinlichkeit. Die Aufträge seien daher eher als gesicherte Projektreserven und nicht als bereits realisierte Betriebsergebnisse zu verstehen.

In Europa, den Vereinigten Staaten und Australien legen Projekte laut Artikel Wert auf Compliance, Finanzierung, Netzzugangsfähigkeit und Erträge über den gesamten Lebenszyklus. In Schwellenmärkten wie dem Nahen Osten und Südasien stehen dagegen große Kapazitäten, schnelle Lieferungen und integrierte Gesamtlösungen im Vordergrund.

Am 9. Juni wurde der erste branchenweite REIT für Energiespeicher in China an der Shanghai Stock Exchange notiert. Das zugrunde liegende Vermögen ist ein netzseitiges unabhängiges Energiespeicherkraftwerk mit 200 MW/800 MWh in Jiuquan in der Provinz Gansu. Das Emissionsvolumen betrug 451 Millionen Yuan.

Auch der Kapitalmarkt zeigt laut Bericht eine hohe Nachfrage. Der Börsengang von Sigen New Energy war 1102-fach überzeichnet. Xingchen New Energy schloss eine dritte Finanzierungsrunde mit fast 500 Millionen Yuan ab und begann die Vorbereitungen für das Pre-IPO.

Unter den 16 in Hebei gestrichenen Projekten befinden sich mehrere Vorhaben für Vanadium-Flussbatterien. Als Grund für die fehlende Baubereitschaft nennt der Artikel die hohen anfänglichen Investitionen und eine interne Rendite, die die Anforderungen nicht erreiche.

Infobox: Chinesische Unternehmen erhielten im ersten Halbjahr 2026 mehr als 300 ausländische Energiespeicheraufträge mit über 288,69 GWh. Die internationale Nachfrage wächst, doch Vertragskapazitäten sind nicht automatisch mit realisierten Umsätzen gleichzusetzen.

Quellen: