Luxus im Wandel: Zwischen Bedeutung, Zerstörung, Geschichte und Exklusivität

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet Luxus als persönliche Bedeutung jenseits bloßen Besitzes und erzählt von einem Großbrand in Andorra, historischen Geheimräumen in Dänemark sowie einem 60-Dollar-Brot in New York.

Luxus zwischen Bedeutung, Zerstörung und Geschichte

Vom Besitz zur persönlichen Bedeutung: Gstaad Guy beschreibt den Wandel im Luxus

Seit 2019 persifliert der Gstaad Guy die Reichen, Schönen und Konsumfreudigen. Aus der Kunstfigur und ihrem subversiven Humor entwickelte sich eine gefragte Werbeplattform, die inzwischen von einem Team von knapp 20 Mitarbeitern betrieben wird.

Im Mittelpunkt seiner Analyse steht ein Luxusmarkt, der mehr produziert, verschwendet und kommuniziert als je zuvor. Mit Storytelling, Kampagnen, Influencern und kulturellen Kontexten könne nahezu jedes Produkt mit Bedeutung aufgeladen werden. Dadurch werde es schwieriger, zwischen tatsächlicher Substanz und bloßer Inszenierung zu unterscheiden.

Als entscheidende Fähigkeit der Zukunft nennt der Gstaad Guy deshalb das Urteilsvermögen. Nicht Geld, Zugang oder klassischer Geschmack seien ausschlaggebend, sondern die Fähigkeit, zwischen Substanz und Status, Handwerk und Marketing sowie echtem Lebensstil und dessen Inszenierung zu unterscheiden.

Er beschreibt außerdem, wie sich Konsumenten entwickeln: Zunächst stehe die Frage im Vordergrund, was man tragen, wohin man reisen oder welche Uhr man kaufen solle. Später gehe es stärker um das Wie und schließlich um das Warum. Erfahrene Konsumenten würden aussortieren und sich eher für wenige Autos, zwei oder drei mit Erinnerungen verbundene Uhren sowie Restaurants entscheiden, in die sie zurückkehren.

Luxus werde dadurch persönlicher und häufig unsichtbarer. Der Gstaad Guy warnt zugleich vor einer moralischen Überhöhung des Weniger und betont, dass Luxus Freude machen dürfe, absurd und humorvoll sein könne, aber etwas bedeuten sollte.

Eine weitere zentrale These betrifft das Verhältnis der Generationen. Ältere Generationen verfügten über Erfahrung, während jüngere Menschen neue Sprachen und Kommunikationsformen mitbrächten. Luxus brauche beides: Eine Marke, die nur ihre Vergangenheit verstehe, werde museal; eine Marke, die nur der Gegenwart hinterherlaufe, werde austauschbar.

Auch der sogenannte Old-Money-Stil wird kritisch eingeordnet. Poloshirts, Kaschmir, Loafer, Pullover über den Schultern und gedeckte Farben seien zunächst nur eine Ästhetik. Ein tatsächlicher Lebensstil entstehe dagegen aus Gewohnheit, Umgebung, Klima, Familie, Sport, Reisen und sozialen Ritualen.

Europa besitze mit Architektur, Handwerk, Essen, Umgangsformen, Landschaften, Familienunternehmen und lokalen Eigenheiten ein Kapital, das sich nicht einfach kopieren lasse. Das Lokale könne laut Gstaad Guy gerade in einer globalisierten Welt an Bedeutung gewinnen, weil Reisende Erinnerungen suchten, die nur an einem bestimmten Ort entstehen könnten.

„Wir bewegen uns von einer Epoche, in der Luxus vor allem zeigte, was jemand besitzt, in eine, in der er wieder stärker erzählen muss.“

Infobox – Quelle: welt.de

Großbrand in Andorra beschädigt Luxus-Wohnanlage

In Andorra kam es zu einem Großbrand in einer Neubausiedlung. Nach Angaben von BILD brannte ein Neubau in dem Zwergstaat vollkommen aus.

T-Online berichtet von 32 Luxus-Wohnungen, die schwer beschädigt wurden. Drohnenaufnahmen zeigen demnach eine riesige Rauchwolke über der Wohnanlage und das Ausmaß der Schäden, die das Feuer hinterlassen hat.

Die betroffene Wohnanlage wird mit Wohnungen für über 6 Millionen Euro in Verbindung gebracht. Die Berichte stellen damit den Gegensatz zwischen dem hohen Wert der Immobilien und der Zerstörung durch den Brand heraus.

Infobox – Quellen: BILD und T-Online

Geheime Räume in dänischer Luxus-Villa stammen aus der Besatzungszeit

Bei Renovierungsarbeiten in einer fast 100 Jahre alten Villa im dänischen Aalborg haben Line Hjardemaal und Christoffer Søgaard drei geheime Räume entdeckt. Wie die Berliner Morgenpost unter Berufung auf den dänischen Sender „DR“ berichtet, befanden sich die Verstecke hinter einer Holzschnitzerei, unter einem eingebauten Wandregal und hinter einer schrägen Wand im Schlafzimmer.

Der Raum hinter der schrägen Wand war mit Teppichen ausgelegt. Die Verstecke sollen während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg dem dänischen Widerstand als Zuflucht gedient haben.

Das Ehepaar ließ die Geschichte der Villa im Rahmen der Sendung „Houses with Secrets“ untersuchen. Dabei wurde bekannt, dass das Gebäude im wohlhabenden Stadtteil Hasseris von dem Geschäftsmann Alfred Springborg errichtet worden war.

Springborgs Familie hatte enge Verbindungen zur Widerstandsbewegung. Auch sein ältester Sohn war aktiv. Historischen Erkenntnissen zufolge unterstützte Springborg Verfolgte, indem er ihnen Unterschlupf und Scheinanstellungen in seiner Firma verschaffte.

Ein größerer Umbau im Jahr 1940, kurz nach dem Einmarsch der Wehrmacht, markierte dem Bericht zufolge den Beginn dieser geheimen Aktivitäten. 1943 zog zudem der führende Kopf des regionalen Widerstands, Poul Ib Gjessing, in ein Nebengebäude im Garten der Villa ein.

Dort soll Gjessing ein geheimes Hauptquartier eingerichtet sowie Sprengstoff und Handgranaten hergestellt haben. Im Februar 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und im darauffolgenden Sommer im Alter von 35 Jahren in Kopenhagen hingerichtet.

Die heutigen Bewohner zeigten sich von der Geschichte ihres Hauses beeindruckt. Line sagte, sie sei zutiefst bewegt, nachdem sie von den Geheimnissen erfahren habe. Ihr Mann Christoffer erklärte, das Zuhause habe durch das Wissen um seine frühere Nutzung noch mehr Charakter gewonnen.

Die Entdeckung erinnert an die deutsche Besatzung Dänemarks. Deutsche Truppen waren am 9. April 1940 in Dänemark einmarschiert; die dänische Regierung gab den militärischen Widerstand nach wenigen Stunden auf, um weitere Kämpfe und Bombardierungen zu verhindern.

Infobox – Quelle: Berliner Morgenpost

60-Dollar-Brot sorgt in New York für Schlangen und Streit

Ein Roggensauerteigbrot aus Österreich sorgt in New York für weltweite Aufmerksamkeit. Das Brot des österreichischen Bäckers Martin Auer kostet 60 Dollar und wiegt ungefähr 1,5 Kilogramm.

Die österreichische Bäckerfamilie Auer hat in SoHo den Laden „Rye“ eröffnet. Das Sortiment ist klein und besteht hauptsächlich aus Brot aus Bio-Roggen. Wer keinen ganzen Laib kaufen möchte, kann ein Viertelbrot für 15 Dollar oder ein halbes Brot für 30 Dollar erwerben.

Belegte Brotscheiben kosten 6 bis 10 Dollar. Eine Scheibe Brot mit Schokocreme kostet etwa zehn Dollar; angeboten werden auch Varianten mit Butter und Kaviar.

Nach Angaben von agrarheute stehen trotz des hohen Preises Menschen vor dem Laden Schlange. Ein ähnliches Sauerteigbrot kostet in New York normalerweise weniger als 20 Dollar. Martin Auer verlangt damit das Dreifache.

Für den Preis verweist Auer auf die hohen Mieten in bester SoHo-Lage, hohe Personalkosten, importiertes österreichisches Bio-Roggenmehl und eine aufwendige Ausstattung. Der zwei Tonnen schwere Ofen wurde aus Deutschland importiert.

Auer zufolge entstehen Kosten von rund 34 Euro pro Kilo. Das Brot besteht aus Roggenmehl, Wasser und Salz und benötigt bis zu 24 Stunden Fermentation. In Österreich verkauft Auer das Roggensauerteigbrot für 10 bis 15 Euro.

Die Preisdebatte wird auch durch eine Werbekampagne von Lidl USA verstärkt. Ein Werbetruck der US-Tochter soll direkt vor dem Laden geparkt haben; auf der digitalen Werbefläche stand: „$60 for bread? Way cheaper: $3.99“. Eine Karte und ein QR-Code wiesen den Weg zu einer nahe gelegenen Lidl-Filiale in der Grand Street.

Die Reaktionen auf das Brot fallen unterschiedlich aus. Nutzer auf Instagram fordern, Brot nicht zum Luxusprodukt zu machen, während eine Bäckerin den Preis als völlig realitätsfern bezeichnet. Die „New York Post“ lobte das Brot dagegen als saftig, nussig und malzig und hielt es für seinen Preis wert.

ProduktPreis
Ganzer Laib Roggensauerteigbrot60 Dollar
Viertelbrot15 Dollar
Halbes Brot30 Dollar
Belegte Brotscheiben6 bis 10 Dollar
Scheibe Brot mit Schokocremeetwa zehn Dollar
Ähnliches Sauerteigbrot in New Yorkweniger als 20 Dollar
Preis des Brotes in Österreich10 bis 15 Euro

Infobox – Quelle: agrarheute.com

Antoine Arnault investiert in den Hypercar-Hersteller Delage

Antoine Arnault steigt über seine Pariser Investmentfirma Marbeuf Capital beim französischen Hypercar-Hersteller Delage ein. Das berichtet Business Insider Deutschland unter Berufung auf Bloomberg.

Delage bereitet dem Bericht zufolge die Auslieferung des zweiten von insgesamt 30 geplanten Delage-D12-Hypercars vor. Gleichzeitig laufen technische Studien für ein zweites Modell.

Die Marke Delage wurde 1905 gegründet und stellte in den 1950er Jahren den Betrieb ein. CEO Laurent Tapie arbeitet seit acht Jahren an ihrer Wiederbelebung und bezeichnet sich laut Bericht als „Re-Founder“. Tapie und Arnault verbindet demnach eine gemeinsame Leidenschaft für Fußball.

Die Mehrheit der bisherigen Käufer wolle den D12 laut Delage-Chef nicht fahren, sondern als Kunst- und Sammlerstück betrachten. Tapie unterscheidet bei Supercar-Käufern zwischen Menschen, die vom „Bling-Bling-Effekt“ angezogen werden, und echten Auto-Enthusiasten.

Antoine Arnault engagiert sich neben Delage in der Pariser Gastronomie. Gemeinsam mit Benjamin Patou gründete er die Lapérouse Holding. Die Restaurant-Gruppe umfasst laut Website neun Pariser Lokale, darunter Lapérouse, Lafayette’s und Prunier, das auf Kaviar spezialisiert ist.

Bis Ende 2026 seien sieben weitere Neueröffnungen geplant. Der Fokus liege auf opulenten Räumlichkeiten und klassischer französischer Küche.

Arnault investiert außerdem in das historische Restaurant La Petite Chaise. Das seit 1680 betriebene Lokal gilt als ältestes Restaurant von Paris. Alexandre de Rothschild investiert ebenfalls in das Restaurant.

Im Freizeitsektor hält Marbeuf Capital laut Bloomberg unter Verweis auf Firmendokumente Beteiligungen an Golf- und Tennisklubs im gut betuchten 16. Arrondissement von Paris.

Tapie arbeitet parallel an einer neuen Finanzierungsrunde für Delage. Ziel sei es, die Marke über ihre überwiegend französische Kundschaft hinaus international bekannter zu machen.

Bislang stammen mehr als 95 Prozent des in Delage investierten Kapitals aus Frankreich. Tapie bezeichnet dies als „leidenschaftliches Investment mit patriotischer Komponente“. Für die Zukunft strebt er Investoren aus den USA, dem Nahen Osten, China und Japan an.

AngabeWert
Gründung von Delage1905
Geplante Zahl der D12-Hypercars30
Auslieferung im Berichtzweites Fahrzeug
Dauer der Wiederbelebung durch Laurent Tapieacht Jahre
Anteil des französischen Kapitalsmehr als 95 Prozent
Restaurantgruppe Lapérouse Holdingneun Pariser Lokale
Weitere geplante Neueröffnungen bis Ende 2026sieben
La Petite Chaiseseit 1680 betrieben

Infobox – Quelle: Business Insider Deutschland

Quellen: