Luxus zwischen Versteigerung, Razzia und umstrittener Steuerverschwendung
Autor: Elite-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Oheka Castles geplante Versteigerung, eine Luxus-Razzia, Patek Philippes Handwerkskunst und kritisierte Steuerverschwendung.
Pressespiegel: Luxus zwischen Versteigerung, Razzia und Steuerverschwendung
Oheka Castle soll am 27. Oktober versteigert werden
Das zweitgrößte Privathaus der USA, Oheka Castle auf Long Island, soll am 27. Oktober über die Plattform Concierge und Adam Modlin von der Maklerfirma The Modlin Group versteigert werden. Das Anwesen wurde 1919 vom Finanzier Otto Hermann Kahn errichtet und soll als Inspiration für die Partys in „Der große Gatsby“ gedient haben.
Das Schloss umfasst 10.126 Quadratmeter und verfügt über 127 Räume. Kahn soll rund elf Millionen Dollar für das 1,7 Quadratkilometer große Grundstück bezahlt haben; nach heutigem Wert entspricht dies laut Business Insider etwa 213 Millionen Dollar beziehungsweise rund 187,9 Millionen Euro.
Nach Kahns Tod im Jahr 1934 wechselte Oheka Castle mehrfach den Besitzer. Von 1948 bis 1979 war dort die Eastern Military Academy untergebracht. Nach deren Bankrott im Jahr 1979 stand das Anwesen leer und wurde durch Brände, Vandalismus und Diebstahl beschädigt.
Der Immobilienentwickler Gary Melius kaufte Oheka 1984 und investierte 40 Millionen Dollar, rund 35,3 Millionen Euro, in die Restaurierung. Nach Angaben von Business Insider geriet Melius später mit der Rückzahlung eines Kredits in Verzug und meldete im Juli 2025 Insolvenz an.
Heute dient Oheka Castle als Hochzeitslocation, Hotel und Restaurant. Das Anwesen wurde unter anderem für Filme, Fernsehserien und Musikvideos genutzt; Taylor Swift drehte dort das Video zu „Blank Space“. Besichtigungen sind für 30 Dollar, etwa 26 Euro, möglich.
„Ich kann eine Führung durch Oheka nur empfehlen“, schreibt die Autorin von Business Insider über ihren Besuch im April 2024.
Infobox: Oheka Castle wurde 1919 errichtet, umfasst 10.126 Quadratmeter und 127 Räume und soll am 27. Oktober versteigert werden. Der Restaurator Gary Melius investierte 40 Millionen Dollar in das Anwesen.
Razzia in Rödermärker Luxus-Villa: Verdächtige sollen Taschen über den Zaun geworfen haben
Bei Razzien im Kreis Offenbach haben Sicherheitsbehörden Autos, Uhren, Schmuck, Handtaschen und Bargeld sichergestellt. Den Beschuldigten werden unter anderem bandenmäßige Steuerhinterziehung, Betrug beim Verkauf gebrauchter Fahrzeuge und Sozialleistungsbetrug vorgeworfen, wie das hessische Landeskriminalamt mitteilte.
Eine der Durchsuchungen fand in einer Luxus-Villa in Rödermark statt. Nach Angaben der „Bild“, die vom LKA zum Einsatzort bestätigt wurden, sollen Verdächtige beim Eintreffen der Polizei am frühen Mittwochmorgen gefüllte schwarze Taschen über den Zaun zu Nachbarn geworfen haben.
Die Aktionen waren Teil eines hessenweiten Aktionstags gegen „die organisierte Ausbeutung des Sozialstaats“. Rund 600 Polizisten sowie Mitarbeiter des Zolls, der Financial Intelligence Unit, kommunaler Gewerbe- und Ordnungsämter, von Jobcentern, der Steuerfahndung und der Familienkasse Hessen waren beteiligt.
Landesweit wurden 1.065 Personen, 53 Objekte und 104 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei entstanden 47 Strafanzeigen, 58 Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt und 18 Personen vorläufig festgenommen.
Die Behörden sicherten Vermögenswerte im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Euro. Dazu gehörten 343.000 Euro Bargeld, neun hochwertige Fahrzeuge im Wert von einer knappen Million Euro sowie weitere Luxusgegenstände.
In der Rödermärker Villa sollen Bargeldspürhunde eine fünfstellige Summe gefunden haben. 30 Ermittler durchsuchten das Gebäude laut OP Online stundenlang und sicherten Beweismittel.
Dem Bericht zufolge sollen die Bewohner ein Netzwerk ausländischer Gesellschaften gebildet haben. Außerdem hätten sie in den vergangenen drei Jahren 36.000 Euro an Sozialleistungen erhalten und im gleichen Zeitraum 324.000 Euro Umsatzsteuer beim Handel mit Luxusautos hinterzogen; zudem sollen Tachos manipuliert worden sein.
„Sozialleistungen sind für Menschen in Not da, nicht für Abzocker“, sagte Hessens Innenminister Roman Poseck laut OP Online.
Infobox: Bei dem hessenweiten Aktionstag wurden 1.065 Personen, 53 Objekte und 104 Fahrzeuge kontrolliert. Gesichert wurden Vermögenswerte von etwa 1,5 Millionen Euro, darunter 343.000 Euro Bargeld und neun hochwertige Fahrzeuge.
Patek Philippe stellt Handarbeit in den Mittelpunkt
Die Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe widmet ihre Ausstellung „Watch Art Grand Exhibition Milan 2026“ in Mailand den selten gewordenen Kunsthandwerken der Uhrmacherei. Der Schwerpunkt liegt auf den „Rare Handcrafts“, die nach Darstellung von DER STANDARD im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Massenproduktion an Bedeutung gewinnen.
Die Ausstellung zeigt beinahe 500 Zeitmesser und Objekte. Darunter befindet sich eine eigens für Mailand geschaffene Kollektion mit 27 außergewöhnlichen Einzelstücken.
Im Mittelpunkt stehen Disziplinen, die eine Uhr in ein einzigartiges Objekt verwandeln sollen. Dazu gehört auch die Kunst des Emaillierens, die Patek Philippe in Genf hochhält.
Infobox: Die Ausstellung umfasst beinahe 500 Zeitmesser und Objekte. Die eigens für Mailand geschaffene Kollektion besteht aus 27 außergewöhnlichen Einzelstücken.
Schwarzbuch 2026 kritisiert Luxus-Garagen und leere Parkhäuser
Der Bund der Steuerzahler hat am 1. Oktober die 54. Ausgabe seines Schwarzbuchs veröffentlicht. Darin werden 100 Beispiele aus Bund, Ländern und Kommunen aufgeführt, bei denen öffentliche Mittel aus Sicht des Verbandes fragwürdig eingesetzt wurden.
Besonders deutlich fällt die Kritik an der geplanten Zaunerneuerung am Schloss Bellevue aus. Für 1300 Meter veranschlagt der Bund 23,9 Millionen Euro, was 18.400 Euro je laufendem Meter entspricht. Die Grundsanierung des Amtssitzes soll insgesamt 860 Millionen Euro kosten; für ein Ausweichquartier des 220-köpfigen Teams des Bundespräsidenten sind weitere 205 Millionen Euro vorgesehen.
In Lübeck-Travemünde steht ein Parkhaus mit 300 Stellplätzen weitgehend leer. Die Stadt investierte 8,1 Millionen Euro. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Auslastung bei zwölf Prozent, während der Travemünder Woche erreichte sie 90 Prozent.
Nach acht Monaten Betrieb betrug das Defizit 641.000 Euro, davon trug die Kommune 513.000 Euro. Über zehn Jahre erwartet der Steuerzahlerbund Verluste von mehr als vier Millionen Euro.
Im niedersächsischen Großefehn kostete ein 2008 eröffnetes Reitsport- und Touristik-Centrum 4,7 Millionen Euro. Bis zur Schließung im Jahr 2025 flossen insgesamt 9,1 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in das Projekt. Der Verband kritisiert unter anderem „strenge Förderverpflichtungen sowie unrealistische Betriebsprognosen“.
In Berlin wurde am Teufelssee im April 2026 ein 3,3 Kilometer langer Lehr- und Erlebnispfad mit 36 interaktiven Stationen, einer App mit Augmented Reality und Hörspielen eröffnet. Die Senatsverwaltung gab dafür rund eine Million Euro aus.
Auch kleinere Projekte werden im Schwarzbuch aufgeführt. An der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden entstand eine Fahrradgarage mit 80 Stellplätzen für 1,3 Millionen Euro. Das begrünte Dach verursacht jährlich mindestens 1500 Euro Pflegekosten, die Nutzung ist ausschließlich Staatsbediensteten vorbehalten.
In Frankfurt wurden an zwei Grundschulen Treppengeländer mit einer Höhe von 103 statt der vorgeschriebenen 110 Zentimeter festgestellt. Für Sicherheitskräfte zahlte die Stadt 20.000 Euro für vier Wochen an einer Schule und 28.000 Euro für drei Wochen an der anderen. Zusätzlich kamen Pressspanprovisorien und Netze über vier Etagen zum Einsatz.
In Thüringen wird eine Brücke geplant, die 200 Meter Wasser überspannen soll. Der Bund fördert das Projekt mit 7,1 Millionen Euro, die Gesamtkosten liegen bei über 12,4 Millionen Euro. Ohne die Brücke beträgt der Umweg 35 Kilometer.
Der Bund der Steuerzahler fordert eine Überprüfung bestehender Förderprogramme und einen dauerhaften Abbau von Bürokratie.
„Haben Sie den Mut, Strukturen zu überdenken, auf Unsinniges zu verzichten und Bürokratie dauerhaft abzubauen“, fordert Verbandspräsident Reiner Holznagel laut Frankfurter Rundschau.
Infobox: Das Schwarzbuch 2026 enthält 100 Beispiele aus Bund, Ländern und Kommunen. Zu den genannten Projekten gehören ein 23,9-Millionen-Euro-Zaun am Schloss Bellevue, ein Parkhaus mit zwölf Prozent durchschnittlicher Auslastung und eine Fahrradgarage mit 80 Stellplätzen für 1,3 Millionen Euro.
Leverkusen erneut wegen teurer Mülleimer im Schwarzbuch
Leverkusen ist erneut im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler vertreten. Nachdem die Stadt bereits 2015 wegen der sogenannten Designer-Mülleimer „Toluca“ kritisiert worden war, geht es nun um den Austausch dieser Behälter.
Die Stadt hatte knapp 30 „Toluca“-Mülleimer zum Stückpreis von 1258 Euro in der Innenstadt aufstellen lassen. Insgesamt kosteten die Behälter 55.000 Euro.
Nach zehn Jahren hielten die Mülleimer den Anforderungen des Alltags laut RP Online nicht mehr stand. Zehn Behälter waren bereits entfernt worden, bevor die Technischen Betriebe Leverkusen mit dem Austausch gegen robustere und preiswertere Allwetterbehälter beauftragt wurden.
Die neuen Modelle kosten weniger als die „Toluca“-Behälter. Der Steuerzahlerbund äußerte laut RP Online die Hoffnung, dass sie auch länger halten.
Infobox: Die früher eingesetzten „Toluca“-Mülleimer kosteten 1258 Euro pro Stück; knapp 30 Behälter schlugen mit 55.000 Euro zu Buche. Nach zehn Jahren wurden sie durch preiswertere Modelle ersetzt.
WAZ berichtet über Ärger trotz Tankrabatt
Die WAZ führt unter dem Titel „Ärger trotz Tankrabatts: ‚Autofahren ist Luxus geworden‘“ die Belastung durch das Autofahren als lokales Verbraucherthema auf. Der Beitrag ist in den bereitgestellten Quelldaten jedoch ohne verwertbaren Artikeltext enthalten.
Konkrete Zahlen, Daten oder weitere Fakten zum Tankrabatt und zu den genannten Kosten liegen in der Quelle nicht vor. Deshalb lassen sich aus dem vorliegenden Material keine zusätzlichen Angaben zu Preisen, Entwicklungen oder einzelnen Stimmen übernehmen.
Infobox: Die WAZ-Meldung thematisiert die wahrgenommene Verteuerung des Autofahrens. Weitere nutzbare Zahlen und Fakten enthält der bereitgestellte Quellenauszug nicht.
Quellen:
- Ein Schloss wie aus „Der große Gatsby“: Diese Luxus-Immobilie wird versteigert und so sieht es innen aus
- Schwarze Taschen über den Zaun: Razzia in Rödermärker Luxus-Villa
- Patek Philippe-Ausstellung: Wie menschliche Handarbeit zum Luxus wurde
- Steuergeld für Luxus-Garagen und leere Parkhäuser: Schwarzbuch 2026 offenbart absurde Verschwendung
- „Toluca“-Affäre: Leverkusen landet mit Luxus-Mülleimer erneut im Schwarzbuch
- Ärger trotz Tankrabatts: „Autofahren ist Luxus geworden“