Nepals Flutkatastrophe trifft Wasserkraft-Ausbau – plus die reichsten Filmfiguren

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Nepals Flutkatastrophe zerstörte zahlreiche Wasserkraftanlagen, kostete Menschenleben und stellt den klima gefährdeten Ausbau infrage. T’Challa führt mit 90,7 Billionen Dollar die Rangliste der reichsten Filmfiguren an.

Nepals Wasserkraft zwischen Wohlstandshoffnung und Flutkatastrophe

Die Flutkatastrophe in Nepal hat die Pläne des Landes erschüttert, mit Wasserkraft den wirtschaftlichen Aufstieg zu schaffen. Wie die FAZ berichtet, wurden seit dem Morgen des 26. August elf Wasserkraftanlagen vom Netz genommen. Das Kraftwerk Rasuwagadhi wurde vollständig weggespült.

Besonders stark betroffen ist die Stromversorgung. Durch die Zerstörung fehlen Nepal zwölf Prozent seiner Kapazität zur Stromerzeugung. Das Land kann seinen Kunden in Indien deshalb nicht mehr wie geplant Strom liefern, sondern musste seinerseits den Nachbarn um Strom bitten, damit vielerorts nicht die Lichter ausgehen.

Nepal verfügt laut FAZ theoretisch über die Möglichkeit, mit Wasserkraftwerken eine Leistung von 83.000 Megawatt zu erzeugen. Damit könnte das Land ganz Südasien mit Strom beliefern. Von der wirtschaftlich sinnvoll nutzbaren Menge, die in etwa die Hälfte dieser Kapazität ausmacht, sind bisher jedoch gerade mal acht Prozent als installierte Leistung am Netz.

Die Wasserkraft gilt in Nepal seit den Fünfzigerjahren als Hoffnungsträger. Das Land ist neben dem Tourismus und der Landwirtschaft vor allem von Arbeitsmigranten abhängig, deren Überweisungen fast ein Drittel des gesamten Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Gleichzeitig importiert Nepal siebenmal so viel, wie es exportiert, und hat laut FAZ bis heute keine wettbewerbsfähige Industrie aufgebaut.

Die Flut entwickelte sich zu einer humanitären und wirtschaftlichen Katastrophe. Die Zahl der Toten überstieg laut dem Bericht am Dienstag die Marke von 1000, während fast 4000 Menschen weiterhin als vermisst galten. Erste Schätzungen der nepalesischen Regierung bezifferten die Kosten auf vier bis fünf Milliarden Dollar – ein Zehntel der jährlichen Wirtschaftsleistung.

Die Zerstörungen werfen zugleich grundsätzliche Fragen zur Zukunft des Wasserkraftausbaus auf. Eine braune Lawine aus Wasser, Felsbrocken, Eis, Baumstämmen und Schlamm ließ den Pegel des Trishuli innerhalb von einer halben Stunde um neun Meter steigen und begrub neben Straßen, Brücken, Schulen und Dörfern auch Wasserkraftanlagen.

Nach Angaben der FAZ hat Nepal unter Einbeziehung von Kraftwerken, die noch nicht am Netz waren, seit der Flut sogar ein Viertel seiner Stromerzeugungskapazität verloren. Das im Bau befindliche Upper-Trishuli-1-Projekt mit 216 Megawatt Leistung wurde zu 90 Prozent zerstört. Nach seiner Fertigstellung sollte es mit rund 1500 Gigawattstunden fast 15-mal so viel Strom erzeugen wie die für Indien produzierende Anlage Devighat.

Auf der Baustelle werden seit der Flut fast 600 Menschen vermisst. Das 650 Millionen Dollar teure Projekt wurde unter anderem durch Kredite der Asian Development Bank und der Weltbank finanziert. In den Projektunterlagen war angegeben worden, das Kraftwerk könne einer „10.000-Jahres-Flut“ standhalten. Eine im Auftrag der Asian Development Bank erstellte Risikobewertung zum Klimawandel war zu dem Schluss gekommen, die Risiken von Klimawandelauswirkungen auf das Projekt seien gering.

„Nepal habe zu viele Kraftwerke, Stromnetze und Straßen in wenigen engen, vom Klimawandel gefährdeten Himalaja-Korridoren konzentriert“, zitiert die FAZ eine Studie um den österreichischen Geowissenschaftler Jakob Steiner.

Die Studie war drei Wochen vor der jüngsten Flutkatastrophe veröffentlicht worden und hatte die Folgen einer kleineren Flut untersucht, bei der 28 Menschen starben. Damals waren acht Prozent der Stromerzeugungskapazität ausgefallen. Die Experten warnten vor einer Kettenreaktion, bei der ein einzelnes extremes Ereignis hohe Kosten und Einnahmeverluste auslösen könne.

Puspa Sharma vom Singapurer Institut für Südasienstudien bezeichnete die Zukunft seines Heimatlandes laut FAZ als „herausfordernd“ und die Katastrophe als „Warnung an die Welt“ vor den Folgen des Klimawandels. Der Ausbau der Wasserkraft müsse angesichts der Verwundbarkeit des gebirgsflussabhängigen Energiesystems „mit Bedacht beschritten“ werden.

Zusätzlich zu den Fluten sieht Sharma ein weiteres Risiko: Die Gletscher im Himalaja könnten so schnell schmelzen, dass künftig nicht mehr genügend Wasser für die Wasserkraft zur Verfügung steht.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse laut FAZ:

Die reichsten Filmcharaktere: Vibranium, Gold und Aktienvermögen

Fiktive Filmfiguren verfügen über Vermögen, die von großen Goldschätzen bis zu Rohstoffvorkommen reichen. TV Spielfilm berichtet über zehn besonders reiche Charaktere und verweist darauf, dass das Wirtschaftsmagazin Forbes früher eine Liste mit den 15 reichsten fiktiven Charakteren veröffentlichte.

Seit der Einstellung dieser Listen vor 15 Jahren habe sich die finanzielle Bewertung der Figuren verändert. Als Gründe nennt TV Spielfilm unter anderem den gestiegenen Goldpreis, den Aktienboom und den fiktiven Rohstoff Vibranium.

RangFilmcharakterVermögen laut TV Spielfilm
1T'Challa90,7 Billionen USD
2Namorca. 260 Mrd. USD
3Dagobert Duckca. 210 Mrd. USD
4Smaug184 Mrd. USD
5Carlisle Cullen140 Mrd. USD
6Tony Stark25-43 Mrd. USD
7Daddy Warbucksca. 36 Mrd. USD
8Bruce Waynebis zu 31 Mrd. USD
9Charles Foster Kane16 Mrd. USD
10Richie Rich9-24 Mrd. USD

An der Spitze steht T'Challa, der König von Wakanda aus „Black Panther“. Sein Vermögen wird mit 90,7 Billionen USD angegeben. Grundlage ist Vibranium, das in den Comics mit einem Preis von 10.000 USD pro Gramm angegeben wird; Wakanda verfügt laut TV Spielfilm über mindestens 10.000 Tonnen davon.

Den zweiten Platz belegt Namor mit ca. 260 Mrd. USD. Der Unterwasser-König besitzt dieses Vermögen, weil sein Reich Talokan über das zweitgrößte Vorkommen von Vibranium verfügt.

Dagobert Duck folgt mit einem geschätzten Vermögen von ca. 210 Mrd. USD. TV Spielfilm hebt hervor, dass keine andere Figur ihren Reichtum so exzentrisch zur Schau stelle wie die Ente, deren Goldspeicher regelmäßig zum Baden genutzt werde.

Smaugs Vermögen wird auf 184 Mrd. USD geschätzt. Der Drache aus „Der Hobbit“ bewacht neben Gold und Silber der Zwerge auch den Arkenstein im Inneren des Erebor.

Carlisle Cullen aus „Twilight“ erreicht laut TV Spielfilm 140 Mrd. USD. Der Vampirarzt konnte über Jahrhunderte ein Gehalt verdienen und sein Vermögen anlegen. Der Aktienboom der vergangenen Jahre habe diesen Reichtum zusätzlich erhöht.

Tony Stark wird ein Vermögen von 25-43 Mrd. USD zugeschrieben. Der Waffenindustrielle finanziert seine Anzüge und technischen Entwicklungen, wobei TV Spielfilm auch auf die Merchandisepreise für Iron Man verweist.

Daddy Warbucks aus dem Musical „Annie“ kommt auf ca. 36 Mrd. USD. Sein Vermögen wird mit seiner Tätigkeit in der Rüstungsindustrie in Verbindung gebracht.

Bruce Wayne erreicht mit Wayne Enterprises, der Villa, der Bat-Höhle und seinen Fahrzeugen bis zu 31 Mrd. USD. Charles Foster Kane aus „Citizen Kane“ wird als Minenerbe und Medienmogul aus heutiger Sicht auf 16 Mrd. USD geschätzt.

Den zehnten Platz belegt Richie Rich. Je nachdem, ob die Comics oder der Film mit Macaulay Culkin als Maßstab genommen werden, schwankt sein Vermögen laut TV Spielfilm von 9-24 Mrd. USD.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse laut TV Spielfilm:

„Das reichste Dorf der Welt“: Hinter der Fassade von St. Moritz

Das Buch „Das reichste Dorf der Welt“ beschäftigt sich mit Reichtum, Macht und sozialen Unterschieden im Alpenort St. Moritz. ZDFheute berichtet, dass Peer Teuwsen und der Fotograf Lois Hechenblaikner in ihrem Buch hinter die glanzvolle Fassade des Ortes blicken.

Im Mittelpunkt steht damit nicht nur der sichtbare Wohlstand des Alpenortes, sondern auch die gesellschaftlichen Gegensätze, die das Leben dort prägen. Der Buchtipp richtet den Blick auf die Verbindung von Reichtum und Macht sowie auf die sozialen Unterschiede in St. Moritz.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse laut ZDFheute:

Quellen: