Premier League investiert Rekordsummen in Bundesliga-Spieler
Die Premier League hat im aktuellen Transfersommer mehr als 480 Millionen Euro für Spieler aus der Bundesliga ausgegeben – ein neuer Höchstwert. Besonders im Fokus stehen dabei prominente Wechsel wie der von Florian Wirtz, der für 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool ging und damit Kai Havertz als teuersten deutschen Fußballer ablöste. Havertz selbst wechselte bereits 2020 für 100 Millionen Euro zum FC Chelsea und spielt inzwischen für den FC Arsenal. Weitere bedeutende Transfers sind Jeremie Frimpong (40 Millionen Euro zu Liverpool), Granit Xhaka (15 Millionen Euro zu AFC Sunderland), Hugo Ekitiké (90 Millionen Euro zu Liverpool) und Benjamin Sesko (76,5 Millionen Euro zu Manchester United).
| Spieler | Abgebender Verein | Aufnehmender Verein | Ablösesumme (in Mio. €) |
|---|---|---|---|
| Florian Wirtz | Bayer Leverkusen | FC Liverpool | 125 |
| Kai Havertz | Bayer Leverkusen | FC Chelsea | 100 |
| Jeremie Frimpong | Bayer Leverkusen | FC Liverpool | 40 |
| Granit Xhaka | Bayer Leverkusen | AFC Sunderland | 15 |
| Hugo Ekitiké | Eintracht Frankfurt | FC Liverpool | 90 |
| Benjamin Sesko | RB Leipzig | Manchester United | 76,5 |
Laut RND.de ist diese Entwicklung ein Zeichen für die hohe Qualität der Bundesliga, wie auch Leverkusens Sportchef Simon Rolfes betont: „Es ist ein gutes Zeichen für die Qualität der Bundesliga, dass die englischen Vereine bereit sind, Geld für unsere Spieler auszugeben.“ Die Premier League ist die umsatzstärkste Liga der Welt und erwirtschaftet fast das Doppelte des Umsatzes der Bundesliga.
„Uns Bayer 04 hat die Entwicklung von Spielern mit hohem Potenzial nach vorne gebracht. Wir werden auch den Verkauf von Florian nutzen, um weiter zu wachsen“, so Sportchef Rolfes.
Die Bundesliga-Vereine nutzen die hohen Einnahmen aus den Transfers, um ihre Kader zu verstärken und sich sportlich weiterzuentwickeln. So konnte Bayer Leverkusen nach dem Verkauf von Kai Havertz eine Mannschaft aufbauen, die in der Saison 2023/2024 ungeschlagen Meister wurde und den Pokal gewann. Auch RB Leipzig plant nach dem Verkauf von Sesko einen umfassenden Umbruch.
Ein strukturelles Problem bleibt jedoch die Dominanz an der Tabellenspitze: In den vergangenen 13 Saisons wurde der FC Bayern zwölfmal Meister, lediglich Leverkusen konnte diese Serie im vergangenen Jahr durchbrechen. Die Transfererlöse aus England könnten laut RND.de dazu beitragen, die Liga spannender zu machen – vorausgesetzt, die Vereine investieren das Geld klug.
- Mehr als 480 Millionen Euro Transfererlöse aus der Premier League für Bundesliga-Spieler im Sommer
- Florian Wirtz ist mit 125 Millionen Euro der teuerste deutsche Fußballer
- Bundesliga-Vereine setzen auf Ausbildung und Verkauf von Talenten als Geschäftsmodell
- Die Premier League macht fast doppelt so viel Umsatz wie die Bundesliga
Infobox:
Die Bundesliga profitiert finanziell enorm von den Transferausgaben der Premier League. Die Vereine nutzen die Einnahmen, um sich sportlich neu aufzustellen. Trotz der Abgänge bleibt die Bundesliga laut DFL wirtschaftlich stabil und international konkurrenzfähig. (Quelle: RND.de)
Quellen:













