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title: Reichtum im Fokus: Kaufkraft, Bankstatus und jüdische Finanzethik
canonical: https://elite-echo.de/reichtum-im-fokus-kaufkraft-bankstatus-und-juedische-finanzethik/
author: Elite-Echo Redaktion
published: 2026-09-12
updated: 2026-09-12
language: de
category: News
description: Der Pressespiegel zeigt Reichtum als regionale Kaufkraft, Bankkategorie und jüdisch geprägte Verbindung von Zufriedenheit, Arbeit und Verantwortung.
source: Provimedia GmbH
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# Reichtum im Fokus: Kaufkraft, Bankstatus und jüdische Finanzethik

> **Autor:** Elite-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-12

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel zeigt Reichtum als regionale Kaufkraft, Bankkategorie und jüdisch geprägte Verbindung von Zufriedenheit, Arbeit und Verantwortung.

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## Reichtum im Pressespiegel: Zwischen Kaufkraft, Bankstatus und jüdischer Finanzethik

## STERN.de: Der Süden führt beim Wohlstand

Wo in Deutschland besonders viel Geld zur Verfügung steht, zeigt laut STERN.de vor allem ein Blick auf die Kaufkraft. In den Landkreisen Starnberg und Miesbach bei München beträgt die durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner nach den Zahlen für 2024 rund 36.000 bis 38.000 Euro. Auch München gehört mit 37.500 Euro zu den Spitzenplätzen.

Die Kaufkraft beschreibt den Betrag, der den Menschen innerhalb eines Jahres für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung steht. In die Berechnung des GfK-Instituts fließen unter anderem Nettolohn, Miet- und Kapitaleinnahmen sowie Sozialleistungen ein; Ausgaben für die Lebenshaltungskosten sind nicht enthalten.

Für 2025 wird der deutsche Kaufkraftdurchschnitt laut GfK auf rund 29.500 Euro geschätzt. Ein Kaufkraftindex von über 100 bedeutet, dass eine Region über diesem Durchschnitt liegt, während Werte unter 100 darunter liegen.

| Region beziehungsweise Wert | Angabe | 

| Landkreise Starnberg und Miesbach | rund 36.000 bis 38.000 Euro durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner | 

| München | 37.500 Euro | 

| Deutscher Kaufkraftdurchschnitt 2025 | rund 29.500 Euro | 

Beim Vergleich der Bundesländer liegen Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen laut STERN.de seit vielen Jahren auf den ersten vier Plätzen und weisen einen Kaufkraftindex von mehr als 100 auf. Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen rangieren mit einem Index von unter 90 am unteren Ende.

Als weiteren Wohlstandsindikator stellt der Artikel das Bruttoinlandsprodukt heraus. Gemeint ist die Summe aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, die zur Einordnung der Wirtschaftskraft herangezogen wird.

**Zusammenfassung:** *Die höchsten Kaufkraftwerte konzentrieren sich laut STERN.de auf den Süden Deutschlands. Starnberg, Miesbach und München zählen zu den herausragenden Regionen beziehungsweise Städten.*

## Merkur: Banken umwerben Kunden bereits ab 100.000 Euro

Der Merkur berichtet, dass Banken ihre eigene Definition von Reichtum verwenden und Kunden bereits ab einem liquiden Vermögen von 100.000 Euro als „Affluent“, also als wohlhabend, einstufen. Diese Kategorie reicht bis zu einer Million Euro; wer diese Schwelle überschreitet, gilt als „High-Net-Worth-Individual“, kurz HNWI.

Ab einer Million Euro Vermögen zählen Bankkunden in der Einteilung des Artikels als reich. Die nächste Kategorie beginnt bei mindestens 30 Millionen Euro. Diese Kunden werden als „Ultra-High-Net-Worth-Individuals“ beziehungsweise „Superreiche“ bezeichnet.

| Kategorie | Vermögen | 

| „Affluent“ | ab 100.000 Euro bis zu einer Million Euro | 

| HNWI | ab einer Million Euro | 

| UHNWI beziehungsweise „Superreiche“ | mindestens 30 Millionen Euro | 

Entscheidend ist nach dem Bericht nicht das gesamte Vermögen, sondern das frei verfügbare Kapital für Anlagen. Damit können auch Kunden mit Immobilienbesitz oder anderen Vermögenswerten in eine entsprechende Kategorie fallen, ohne dass der gesamte Besitz auf einem Girokonto liegt.

Überraschend sei, dass nicht die Multimillionäre als attraktivste Kundengruppe gelten. Felix Germann, Partner bei McKinsey & Company, erklärt gegenüber faz.net: „Von der Marge her am interessantesten ist das Geschäft mit wohlhabenden Kunden, also denen mit einem Vermögen zwischen 100.000 und einer Million Euro. Hier lassen sich in weiten Teilen digitale Prozesse einsetzen.“

> „Von der Marge her am interessantesten ist das Geschäft mit wohlhabenden Kunden, also denen mit einem Vermögen zwischen 100.000 und einer Million Euro. Hier lassen sich in weiten Teilen digitale Prozesse einsetzen.“ – Felix Germann, McKinsey & Company, zitiert nach Merkur

Die als „Affluents“ bezeichneten Kunden erhalten laut Merkur spürbare Vorteile. Sie setzen demnach mehrheitlich auf hybride Lösungen, bei denen digitale Bankgeschäfte mit einem schnellen persönlichen Kontakt zu einem Berater verbunden werden. Eine individuelle und maßgeschneiderte Finanzplanung bleibt dagegen den reichen und superreichen Bankkunden vorbehalten, weil deren Anforderungen komplexer sind.

Hans-Martin Kraus von Deloitte beschreibt den Markt als umkämpft. „Der Markt mit ‚Affluents‘ ist heiß umkämpft“, wird er bei faz.net zitiert. Neben traditionellen deutschen Banken drängen demnach zunehmend internationale Institute, insbesondere aus der Schweiz und Liechtenstein, in dieses Geschäft.

Der Merkur verweist außerdem auf Zahlen des Statistischen Bundesamts aus einer Mitteilung von Juni 2025. Im Jahr 2021 hatten gut 34.500 der in Deutschland erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro. Das waren 18 Prozent beziehungsweise knapp 5.200 Einkommensmillionärinnen und -millionäre mehr als im ersten Corona-Krisenjahr 2020.

Die Boston Consulting Group bezifferte die weltweite Zahl der Superreichen in einem Bericht von Juli 2024 auf 73.000. Die meisten dieser Ultra-High-Net-Worth-Individuals lebten in den USA, wo 26.000 gezählt wurden. China folgte mit 8.300, Deutschland mit 3.300. Das Vermögen der UHNWI in Deutschland wurde mit rund 2,1 Billionen US-Dollar beziehungsweise etwa 1,8 Billionen Euro angegeben; dies entspreche 23 Prozent des gesamten Finanzvermögens der Bundesrepublik.

**Zusammenfassung:** *Für Banken beginnt die bevorzugte Behandlung laut Merkur bereits ab 100.000 Euro frei verfügbarem Vermögen. Besonders umworben wird dabei die Gruppe zwischen 100.000 Euro und einer Million Euro.*

## Jüdische Allgemeine: Reichtum als Frage von Zufriedenheit und Verantwortung

Die Jüdische Allgemeine setzt sich anlässlich von Rosch Haschana mit dem Verhältnis von Geld, Reichtum und persönlicher Verantwortung auseinander. Ausgangspunkt ist das Lied „If I Were a Rich Man“ aus dem Musical „Fiddler on the Roof“, in dem die Figur Tevye von einem besseren Leben durch materiellen Wohlstand träumt.

Nach jüdischer Auffassung liegt wahrer Reichtum jedoch nicht darin, möglichst viel Geld oder Besitz anzuhäufen. Unter Verweis auf Pirkei Avot 4,1 beschreibt der Beitrag Reichtum als Zufriedenheit mit dem eigenen Anteil. Das Streben nach materiellem Reichtum mache den Menschen nicht automatisch glücklich, solange Geld selbst zum Zweck werde.

Gleichzeitig betont der Artikel, dass Geld für die Ernährung und den Lebensunterhalt benötigt wird. Broterwerb gehört demnach zu den Pflichten des Menschen, weshalb Finanzplanung auch aus jüdischer Sicht legitim ist.

Der Talmud zählt Reichtum und Armut zu den Eigenschaften, die noch vor der Geburt des Menschen von G’tt vorbestimmt werden. Diese Vorbestimmung stehe im Zusammenhang mit der individuellen Aufgabe und Mission eines Menschen. Zugleich könne der Mensch beeinflussen, wie erfolgreich er in einem einzelnen Jahr sein wird.

Nach Talmud Beiza 16b entscheidet G’tt an Rosch Haschana, wie viel Einkommen jeder Mensch im kommenden Jahr erhalten wird. Im Gebet „Avinu Malkenu“ wird deshalb darum gebeten, in das Buch von Parnassa, also Einkommen, und Kalkala, also Verpflegung, eingeschrieben zu werden.

Der Beitrag stellt dieser Vorstellung eine andere Sichtweise gegenüber. Rabbi Jehoschua Leib Diskin, der von 1818 bis 1898 lebte, vertrat demnach die Auffassung, dass der Mensch sein Einkommen durch Fleiß und Anstrengung vergrößern könne. Dies dürfe allerdings nicht zulasten der Erfüllung der Gebote oder der Familie geschehen.

Auch der Talmudkommentator Raschi, Rabbi Schlomo Jizchaki, der von 1040 bis 1105 lebte, leitet aus der Vorstellung eines festgelegten Jahresbudgets einen praktischen Finanzrat ab. Weil dem Menschen ein bestimmtes Budget zugeteilt sei, müsse er seine Ausgaben gründlich abwägen, finanzielle Prioritäten setzen und vermeiden, in die roten Zahlen zu geraten.

Der Artikel nennt zugleich Ausnahmen, bei denen höhere Ausgaben ausdrücklich erlaubt oder erwünscht seien. Dazu gehören Ausgaben für Schabbat, die Feiertage und die Tora-Erziehung der Kinder. Der Ritva, Rabbi Jom Tov aus Sevilla, der von 1260 bis 1320 lebte, habe erklärt, dass Schabbat und jüdische Bildung nur Beispiele seien und dasselbe für alle Ausgaben für Mizwot gelte.

- Wahrer Reichtum wird mit Zufriedenheit und nicht allein mit Besitz verbunden.

- Broterwerb und Finanzplanung gelten als legitim.

- Ausgaben sollen grundsätzlich sorgfältig abgewogen werden.

- Für Schabbat, Feiertage, Tora-Erziehung und Mizwot gelten besondere Ausnahmen.

**Zusammenfassung:** *Die Jüdische Allgemeine verbindet Reichtum mit Zufriedenheit, Gebet, Arbeit und verantwortungsbewusstem Haushalten. Materieller Besitz wird nicht grundsätzlich abgelehnt, soll aber nicht zum alleinigen Lebenszweck werden.*

## Golem.de: Bericht über den Diebstahl von 4.100 Bitcoin nicht nutzbar

Golem.de führt in der übermittelten Quelle den Titel „4.100 Bitcoin gestohlen: Kryptodieb prahlt mit Reichtum und wird verhaftet“. Der verfügbare Inhalt besteht jedoch ausschließlich aus Cookie-Hinweisen, Informationen zu Werbung und Tracking sowie Angaben zu einem kostenpflichtigen Angebot.

Konkrete Einzelheiten zum Diebstahl, zur Verhaftung, zur betroffenen Person oder zum weiteren Verlauf des Falls sind im übermittelten Text nicht enthalten. Die Meldung wird daher nicht weiter ausgewertet.

**Zusammenfassung:** *Der Titel nennt 4.100 Bitcoin und eine Verhaftung; belastbare weitere Fakten enthält der übermittelte Inhalt nicht.*

Quellen:
- [Reichtum in Deutschland: Das sind die reichsten zehn Städte des Landes](https://www.stern.de/reise/deutschland/reichtum--das-sind-die-reichsten-staedte-deutschlandweit_35538164-35538144.html)
- [4.100 Bitcoin gestohlen: Kryptodieb prahlt mit Reichtum und wird verhaftet](https://www.golem.de/news/4-100-bitcoin-gestohlen-kryptodieb-prahlt-mit-reichtum-und-wird-verhaftet-2609-212912.html)
- [»Wenn ich einmal reich wärʼ …«](https://www.juedische-allgemeine.de/religion/wenn-ich-einmal-reich-waer%CA%BC/)
- [Überraschend wenig Geld reicht – ab diesem Kontostand ist man für Banken plötzlich interessant](https://www.merkur.de/verbraucher/welchem-kontostand-man-von-banken-als-reich-bezeichnet-wird-ab-94478503.html)
- [Reichtum in Deutschland: Das sind die reichsten zehn Städte des Landes](https://www.stern.de/reise/deutschland/reichtum--das-sind-die-reichsten-staedte-deutschlandweit-35538144.html)
- [Reichtum in Deutschland: Das sind die reichsten zehn Städte des Landes](https://www.stern.de/reise/deutschland/reichtum--das-sind-die-reichsten-staedte-deutschlandweit_35538160-35538144.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [elite-echo.de](https://elite-echo.de/reichtum-im-fokus-kaufkraft-bankstatus-und-juedische-finanzethik/)*
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