Reichtum in Deutschland: Ab 12.140 Euro monatlich gilt eine Familie als reich

Reichtum in Deutschland: Ab 12.140 Euro monatlich gilt eine Familie als reich

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Eine vierköpfige Familie in Deutschland gilt ab einem Nettoeinkommen von 12.140 Euro als reich, was viele Menschen falsch einschätzen. Die Wahrnehmung von Reichtum und Mittelschicht ist stark verzerrt.

Ab dieser Geldmenge gilt eine Familie in Deutschland als reich

Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass viele Deutsche die Grenzen zwischen Mittelschicht und Reichtum falsch einschätzen. Die Schwelle zum Reichtum liegt für eine vierköpfige Familie bei einem Nettoeinkommen von 12.140 Euro im Monat. Dies ist deutlich niedriger, als viele Menschen annehmen.

In einer Umfrage von 2023 gaben 54,5 Prozent der Befragten an, zur Mittelschicht zu gehören, während tatsächlich nur 48 Prozent dieser Gruppe angehören. Der Armuts- und Reichtumsbericht bestätigt, dass viele Menschen die Werte für Reichtum zu hoch ansetzen. Der Ungleichheitsexperte Marius Busemeyer stellte fest, dass sowohl Arme als auch Reiche ihre wirtschaftliche Lage oft falsch einschätzen.

„Arme unterschätzen ihre relative Armut und Reiche ihren relativen Reichtum“, sagt Busemeyer.

Die IW-Experten definieren die Mittelschicht als ein bedarfsgewichtetes Haushaltsnettoeinkommen zwischen 80 und 150 Prozent des Medians. Für eine Familie mit zwei Elternteilen und zwei Kindern unter 14 Jahren bedeutet dies, dass sie mit einem Nettoeinkommen zwischen 3.880 Euro und 7.280 Euro zur Mittelschicht gehören. Verdienen sie weniger als 2.910 Euro, zählen sie zu den ärmsten acht Prozent, während ein Einkommen von mehr als 12.140 Euro sie zu den reichsten fünf Prozent macht.

Kategorie Nettoeinkommen (Euro)
Ärmste 8% unter 2.910
Mittelschicht 3.880 - 7.280
Reichste 5% über 12.140

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrnehmung von Reichtum und Mittelschicht in Deutschland stark verzerrt ist. Die tatsächlichen Einkommensgrenzen sind niedriger als viele annehmen, was zu einer Fehleinschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage führt.

Quellen: