Reichtum und Gold aus Elektroschrott: Warum schnelle Gewinne oft täuschen
Autor: Elite-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Artikel zeigt, dass komplexe Vermögensstrukturen Reichtum zum Verstärker von Risiken machen und Goldgewinnung aus Elektroschrott kein schneller Weg zum Reichtum ist.
Reichtum als Verstärker statt als Schutzraum
In der fünften Folge des Formats „falsch reich“ beschreibt RTL+ den Fall eines Immobilienunternehmers mit einem dreistelligen Millionenportfolio. Bei einem Routinetermin legt der Unternehmer den Stift hin und sagt: „Ich verstehe mein eigenes System nicht mehr."
Nach Darstellung von RTL+ zeigt Sascha Drache, warum Reichtum kein Schutzraum, sondern ein Verstärker sein kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es möglich ist, dass drei Profis jede Zahl kennen und trotzdem niemand das Gesamtbild erkennt.
„Ich verstehe mein eigenes System nicht mehr."
Infobox – RTL+: Folge 5 trägt den Titel „Reichtum schützt nicht“. Die Folge ist mit „Gestern • 8 Min.“ ausgewiesen und thematisiert die Risiken komplexer Vermögensstrukturen.
Gold aus Elektroschrott: Der schnelle Reichtum bleibt eine Illusion
Quelle: BILD
BILD berichtet über ein Instagram-Video eines Berliner Goldankauf- und Leihhauses, in dem ein Mann selbst geschmolzene Goldbarren in ein Pfandhaus bringt und vom Eigenheim träumt. Das Video erweckt den Eindruck, aus altem Computerschrott lasse sich schnell ein Vermögen machen.
Tatsächlich enthalten viele elektronische Geräte Gold, unter anderem Leiterplatten, Steckkontakte und bestimmte Prozessoren. Wie viel Edelmetall enthalten ist, schwankt jedoch stark; Studien nennen laut BILD Werte von rund 39 bis über 300 Gramm Gold pro Tonne Leiterplatten.
Ob die im Video gezeigten Barren tatsächlich aus Computerschrott stammen, lässt sich laut BILD nicht überprüfen. Der im Beitrag geschilderte Versuch endet jedoch mit einer Enttäuschung: Es gelang nicht, wirklich Gold zu gewinnen. Die eingereichten Barren bestanden stattdessen aus Kupfer, Zinn und anderen Metallen, mit denen der Goldhändler nichts anfangen konnte.
Aufwendige industrielle Rückgewinnung
Die Rückgewinnung von Gold aus Elektronik ist deutlich komplizierter, als es Internet-Videos nahelegen. Recyclingbetriebe zerlegen die Geräte, sortieren wertvolle Bauteile aus und gewinnen die Metalle anschließend in aufwendigen industriellen Verfahren zurück.
Dabei kommen laut BILD teilweise gefährliche Stoffe und Prozesse zum Einsatz. Deshalb sei die Goldgewinnung aus Elektroschrott nichts für Hobbybastler.
- Gold kann in Leiterplatten, Steckkontakten und bestimmten Prozessoren enthalten sein.
- Studien nennen rund 39 bis über 300 Gramm Gold pro Tonne Leiterplatten.
- Bei 39 Gramm Gold pro Tonne Leiterplatten wären theoretisch mehr als 25 Tonnen erforderlich, um 1 Kilogramm Gold zu gewinnen.
- Untersuchungen zeigen, dass für 1 Kilogramm Gold rund 50 Tonnen Desktop-Computerschrott nötig sein können.
Wie viel Computerschrott für einen Goldbarren benötigt wird, hängt stark vom jeweiligen Material ab. Der wahre Kern des Videos besteht laut BILD darin, dass Gold aus Elektroschrott tatsächlich zurückgewonnen werden kann; der Traum vom schnellen Reichtum bleibt jedoch meist eine Illusion.
Infobox – BILD: Goldgewinnung aus Elektroschrott ist grundsätzlich möglich, erfordert aber enorme Materialmengen, aufwendige Technik und viel Arbeit. Bei 39 Gramm Gold pro Tonne Leiterplatten wären theoretisch mehr als 25 Tonnen für 1 Kilogramm Gold erforderlich; rund 50 Tonnen Desktop-Computerschrott können laut Untersuchungen dafür nötig sein.
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