Sondervermögen als Unwort des Jahres 2025: Verschleierung der Staatsverschuldung kritisiert
Autor: Elite-Echo Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Jury wählte „Sondervermögen“ zum Unwort des Jahres 2025, da es die Staatsverschuldung verschleiert und eine ehrliche Debatte behindert. Gleichzeitig kritisieren Wirtschaftsverbände die SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer als Bedrohung für Familienunternehmen und deren Liquidität.
Schuldenberg statt Reichtum: Jury kürt Sondervermögen wegen verschleiernder Wirkung zum Unwort des Jahres
Die Jury der unabhängigen Aktion „Unwort des Jahres“ hat den Begriff „Sondervermögen“ als das Unwort des Jahres 2025 gewählt. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil der Begriff in der politischen Debatte um den Staatshaushalt eine verschleiernde Wirkung hat und die Realität nicht mehr abbildet.
Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Grundgesetz und bezeichnet einen Nebenhaushalt, der durch Kredite finanziert wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch weckt „Vermögen“ jedoch positive Assoziationen, was die Jury als manipulative Wirkung kritisiert. Prof. Dr. Constanze Spieß, die Sprecherin der Jury, betont, dass diese Diskrepanz die Bevölkerung in die Irre führt und eine ehrliche Debatte über Staatsverschuldung unterminiert.
„Wo Politik durch Fachbegriffe Tatsachen verschleiert, ist es diskursethisch geboten, diese sprachlichen Maskeraden aufzudecken.“ - Prof. Dr. Constanze Spieß
Zusammenfassung: Der Begriff „Sondervermögen“ wurde als Unwort des Jahres 2025 gewählt, da er die Realität der Staatsverschuldung verschleiert und die öffentliche Debatte behindert.
SPD-Steuerpläne: Wirtschaft läuft Sturm
Die SPD plant eine drastische Reform der Erbschaftsteuer, die von Wirtschaftsverbänden als „Todesstoß für den Mittelstand“ bezeichnet wird. Die Pläne sehen einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro vor, jedoch wird kritisiert, dass die Unternehmensbesteuerung die Liquidität der Familienunternehmen gefährdet.
Berthold Welling, Geschäftsführer für Recht und Steuern beim Verband der Chemischen Industrie, hebt hervor, dass das Kapital der Unternehmen nicht in liquiden Mitteln, sondern in Betriebsmitteln gebunden ist. Eine Besteuerung dieses Vermögens würde die Investitionsfähigkeit der Unternehmen stark einschränken und könnte zu einer Deindustrialisierung führen.
„Dieses Modell wird uns alle schädigen.“ - Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung „Familienunternehmen und Politik“
Zusammenfassung: Die geplanten Steuerreformen der SPD könnten die Liquidität von Familienunternehmen gefährden und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Markt beeinträchtigen.
Quellen: