Ukraine, Luxus und Mode: Die wichtigsten Nachrichten im Überblick

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Artikel behandeln Korruptionsvorwürfe gegen eine Ex-Botschafterin, Ralph Laurens Geschäftszahlen, den Ruf nach günstigeren Hotels, mehr Hundeauslaufflächen und eine kritische Modeausstellung.

Ukrainische Ex-Botschafterin wegen Luxus-Immobilien im Fokus der Ermittler

Gegen die kürzlich als Botschafterin in Washington entlassene Olha Stefanischyna ermittelt die ukrainische Antikorruptionsbehörde Nabu wegen des Verdachts der „illegalen Bereicherung“. Nach Angaben der Behörde geht es um einen Umfang von umgerechnet 270.000 Euro sowie um Luxus-Immobilien und weitere Vermögenswerte, die den Finanzbehörden nicht angegeben worden seien.

Die Ermittler gehen dem Vorwurf nach, dass der Wert dieser Vermögenswerte das offiziell gemeldete Einkommen der 40-Jährigen übersteige. Stefanischyna weist die Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als „Sturm im Wasserglas“.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Stefanischyna am Montag als Botschafterin in Washington entlassen. Eine Nachfolgerin wurde zunächst nicht ernannt. Die Botschaft in den USA gilt für die Ukraine als besonders wichtig, weil das Land auf US-Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen angewiesen ist.

Gegen Stefanischyna wurde eine Kaution in Höhe von umgerechnet rund 120.000 Euro festgesetzt. Medienberichten zufolge soll ihre Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum von Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben; Stefanischyna war zu diesem Zeitpunkt Vizeregierungschefin und Justizministerin.

Die Vorwürfe fallen in eine Phase wiederkehrender Korruptionsskandale in der Ukraine. Nach Darstellung von WELT zählt die weitverbreitete Korruption zu den größten Hindernissen für die Bemühungen des Landes um einen EU-Beitritt.

Infobox: Quelle: WELT. Gegenstand der Ermittlungen sind mutmaßlich nicht angegebene Luxus-Immobilien und weitere Vermögenswerte im Umfang von umgerechnet 270.000 Euro. Die festgesetzte Kaution beträgt umgerechnet rund 120.000 Euro.

Ralph Lauren übertrifft Erwartungen und erhöht Umsatzprognose

Der US-Modekonzern Ralph Lauren hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben auf 1,96 Milliarden Dollar, während Analysten mit 1,87 Milliarden gerechnet hatten.

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie lag das Unternehmen über den Schätzungen: Dieser erreichte 4,59 Dollar. Mit seinem Ausblick enttäuschte Ralph Lauren jedoch die Anleger, weil der Mittelwert der neuen Prognose unter den Erwartungen der Analysten lag.

Für das Gesamtjahr hob das Unternehmen seine Prognose für das Umsatzwachstum auf eine Spanne von fünf bis sechs Prozent an. Der Mittelwert dieser Spanne lag damit unter den Analystenschätzungen von 6,2 Prozent.

Ralph Lauren positioniert sich im gehobenen Preissegment und richtet sein Angebot vor allem an junge, wohlhabende Käufer in Asien und Nordamerika. Gleichzeitig hat sich der Konzern neu ausgerichtet und spricht mit Fleece-Artikeln und Sweatshirts jüngere Käufer an.

Mit dieser Strategie stemmt sich das Unternehmen laut ntv.de erfolgreich gegen die allgemeine Abkühlung im globalen Luxusbereich. Die Geschäftsentwicklung zeigt damit einen Gegensatz zwischen starken Quartalszahlen und einem zurückhaltender aufgenommenen Ausblick.

KennzahlWert
Umsatz1,96 Milliarden Dollar
Analystenschätzung beim Umsatz1,87 Milliarden Dollar
Bereinigter Gewinn je Aktie4,59 Dollar
Prognose für das Umsatzwachstumfünf bis sechs Prozent
Analystenschätzung für das Umsatzwachstum6,2 Prozent

Infobox: Quelle: ntv.de. Ralph Lauren meldete einen Umsatz von 1,96 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,59 Dollar. Die Umsatzwachstumsprognose für das Gesamtjahr wurde auf fünf bis sechs Prozent angehoben.

Tourismusbranche fordert mehr erschwingliche Hotels

In der Tourismusbranche wächst der Wunsch nach bezahlbarem Urlaub. Branchenkenner kritisieren, dass in den klassischen Pauschalreisezielen bislang nicht genügend passende Angebote vorhanden seien.

Das Problem sei bereits erkannt, aber noch längst nicht gelöst. Schon auf dem fvw|TravelTalk-Kongress im vergangenen Jahr wurde nach Angaben von fvw|TravelTalk vor den langfristigen Folgen für die Nachfrage gewarnt.

Die Debatte dreht sich damit um ein Missverhältnis zwischen dem vorhandenen Hotelangebot und den finanziellen Möglichkeiten vieler Reisender. Während Luxusangebote verfügbar sind, fehlt es aus Sicht der Branche an erschwinglichen Unterkünften in den klassischen Pauschalreisezielen.

Infobox: Quelle: fvw|TravelTalk. Die Branche fordert mehr erschwingliche Hotels, weil in klassischen Pauschalreisezielen das passende Angebot fehlt und langfristige Auswirkungen auf die Nachfrage befürchtet werden.

Wuppertal diskutiert über zusätzliche Hundeauslaufflächen

In Wuppertal gibt es nach Darstellung der Westdeutschen Zeitung lediglich fünf offizielle Hundeauslaufgebiete. Der Kommentar sieht diese Zahl für eine große Stadt als gering an und weist darauf hin, dass nicht jeder Stadtteil über eine solche Fläche verfügt.

Die Stadt argumentiert, dass ausreichend Platz vorhanden sein müsse, um einen Teil einer Grünanlage als Hundeauslaufgebiet auszuweisen. Der Kommentar hält diese Begründung grundsätzlich für nachvollziehbar, warnt jedoch davor, dass das Argument „kein Platz“ das Ende der Diskussion sein dürfe.

Hundeauslaufflächen könnten nach Einschätzung der WZ nicht nur artgerechtes Toben und Rennen ermöglichen. Sie könnten auch Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen entschärfen, etwa wenn nicht angeleinte Hunde auf Jogger zulaufen.

Als Vergleich nennt die Westdeutsche Zeitung Bonn mit rund 338 000 Einwohnern und neun Hundeauslaufgebieten sowie Bochum mit rund 365 000 Einwohnern und 14 ausgewiesenen Gebieten. Angeregt werden kleinere und kreativere Lösungen, um Hundehalter zu entlasten und Hunden artgerechtes Spielen zu ermöglichen.

StadtEinwohnerHundeauslaufgebiete
Wuppertalnicht angegebenfünf
Bonnrund 338 000neun
Bochumrund 365 00014

Infobox: Quelle: Westdeutsche Zeitung. Wuppertal verfügt laut Kommentar über fünf offizielle Hundeauslaufgebiete. Als Vergleich werden Bonn mit neun und Bochum mit 14 solchen Gebieten genannt.

Modemuseum Meyenburg verbindet Luxus mit Tier- und Menschenschutz

Eine neue Sonderschau im Modemuseum Meyenburg stellt den Zusammenhang zwischen Mode, Luxus und Protest heraus. Unter dem Titel „Vögel von Welt: Mode & Protest“ werden unter anderem Pelze aus Nerz, Bisamratte, Rotfuchs und Seehund gezeigt.

Die Ausstellung thematisiert die Schattenseiten dieser Materialien. Tiere wurden für Felle oder Federkleider gejagt, getötet, teils gequält oder sogar ausgerottet.

Eine zentrale Rolle spielt der Silberreiher. Um die Jahrhundertwende wurden seine Federn für exotische und elegante Damenhüte verwendet, wodurch der Vogel vom Aussterben bedroht war. Zahlreiche Frauen schlossen sich damals zu einer international vernetzten Initiative gegen Federhüte zusammen; daraus entstand der Bund für Vogelschutz, der Vorläufer des heutigen Naturschutzbundes NABU.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Tierdarstellungen des Künstlers Klaus Hartmann aus Wittstock. Seine Werkserie „Vögel von Welt“ setzt sich auf poetische und kritische Weise mit dem Hang zum Exotischen in der Modeindustrie auseinander. Die dargestellten Vögel tragen prachtvollen Federschmuck als Sinnbild für Schönheit, Identität und Eitelkeit.

Die Ausstellung richtet den Blick zudem auf die Auswirkungen der Modeproduktion auf Menschen. Museumsleiterin Barbara Schrödl verweist darauf, dass die Pelzjagd den Kolonialismus vor allem in Amerika befördert habe. Außerdem würden besonders belastende Arbeiten wie das Gerben von Leder wegen der Umweltbelastung gern in den Globalen Süden verlagert.

„Die Modebranche ist wirklich eine dreckige Industrie“, erklärt Museumsleiterin Barbara Schrödl laut Nordkurier.

Auch Luxusartikel wie mit Elfenbein oder Schildpatt verzierte Etuis werden gezeigt. Im 19. Jahrhundert wurden Luxusartikel im Zuge der Industrialisierung zunehmend zur Massenware, weil immer mehr Bevölkerungsschichten zu Wohlstand gelangten und diesen sichtbar machen wollten.

Die Ausstellung verurteilt die Verwendung tierischer Materialien nicht grundsätzlich. Schrödl betont, man solle darauf schauen, wie die Tiere gehalten wurden, und sieht etwa in der Aufarbeitung von Vintage-Pelzen aus Gründen der Nachhaltigkeit eine mögliche Option.

Die Sonderschau richtet sich insbesondere an Kinder, Jugendliche und Familien. Sie ist bis zum 18. Oktober zu den regulären Öffnungszeiten im Modemuseum zu sehen: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, mit letztem Einlass um 16.15 Uhr. Vom 13. bis 18. August sowie vom 27. August bis 2. September bleibt die Ausstellung geschlossen.

AusstellungAngaben
Titel„Vögel von Welt: Mode & Protest“
Ausstellungszeitraumbis zum 18. Oktober
ÖffnungszeitenDienstag bis Sonntag und Feiertage von 11 bis 17 Uhr
Letzter Einlass16.15 Uhr
Schließzeiten13. bis 18. August sowie 27. August bis 2. September

Infobox: Quelle: Nordkurier. Die Ausstellung „Vögel von Welt: Mode & Protest“ zeigt bis zum 18. Oktober die Verbindung von Luxusmode, Tierausbeutung, Kolonialismus und Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie.

Streit um Château Miraval: Brad Pitt verlangt Finanzunterlagen von Angelina Jolie

Brad Pitt will im Rechtsstreit um das französische Weingut Château Miraval gerichtlich erzwingen, dass Angelina Jolie Finanzunterlagen und Filmverträge offenlegt. Nach Angaben von Business Insider Deutschland geht es um ihre Einkünfte zwischen 2017 und 2021, darunter Filmgagen, Werbeverträge und mögliche Gewinnbeteiligungen.

Pitt möchte damit überprüfen, ob Jolies Begründung für den Verkauf ihrer 40-Prozent-Beteiligung an der Weinfirma Nouvel zutreffe. Jolie wehrt sich gegen die weitergehende Forderung und argumentiert, Pitt habe bereits im Scheidungsverfahren umfassenden Einblick in ihre Finanzen erhalten.

Der Streit betrifft den Verkauf von Jolies Anteil an den russischen Unternehmer Yuri Shefler. Pitt wirft ihr vor, die Beteiligung ohne seine Zustimmung und entgegen früheren Vereinbarungen veräußert zu haben, und hält den Deal für ungültig.

Nach Darstellung von TMZ argumentiert Pitt, Jolie habe nach der Trennung im Jahr 2016 weiterhin erfolgreich gearbeitet und Millionen verdient. Dies widerspreche ihrer Aussage, sie habe ihren Anteil verkauft, um finanziell unabhängig zu werden.

Die verlangten Unterlagen sollen Einkünfte aus den Jahren umfassen, in denen Jolie unter anderem in „Maleficent: Mächte der Finsternis“, Marvels „Eternals“ und „Those Who Wish Me Dead“ mitspielte. Pitts Anwälte werfen ihr vor, der Herausgabe zunächst zugestimmt und sie anschließend verweigert zu haben.

Jolie bestreitet laut TMZ, jemals erklärt zu haben, sie habe den Anteil aus finanzieller Not verkauft. Sie sei bereit, bestimmte Finanzunterlagen vorzulegen, lehne jedoch die weitergehenden Dokumente ab, die Pitt nun verlange.

„Es geht nicht darum, ob Jolie das Geld brauchte – es geht darum, dass sie versuchte, ihr Leben und ihre Finanzen von ihrem kontrollsüchtigen und gewalttätigen Ex-Mann zu befreien. Dieser Unterschied ist entscheidend“, sagte ihr Anwalt laut TMZ.

Das Paar hatte das Anwesen mit Weinbergen in der französischen Provence 2008 gepachtet und 2012 Berichten zufolge für rund 60 Millionen US-Dollar, etwa 52 Millionen Euro, gekauft. Seit der Trennung 2016 beschäftigt der Konflikt um das Weingut die Gerichte.

Die aktuelle Forderung ist Teil der laufenden Klage gegen Jolie wegen des Verkaufs ihrer Anteile an Nouvel. Das Gericht muss nun entscheiden, ob sie sämtliche von Pitt geforderten Finanzunterlagen offenlegen muss.

StreitpunktAngabe
Betroffene Beteiligung40-Prozent-Beteiligung
Geforderter Zeitraum der Einkünfte2017 bis 2021
Pachtbeginn des Anwesens2008
Kauf des Weinguts2012
Berichteter Kaufpreisrund 60 Millionen US-Dollar (etwa 52 Millionen Euro)
Trennung2016

Infobox: Quelle: Business Insider Deutschland. Brad Pitt verlangt Unterlagen zu Angelina Jolies Einkünften von 2017 bis 2021. Der Streit betrifft den Verkauf ihrer 40-Prozent-Beteiligung an Nouvel und ein Weingut, das 2012 Berichten zufolge für rund 60 Millionen US-Dollar, etwa 52 Millionen Euro, gekauft wurde.

Quellen: