Vermögen, Krypto-Reichtum und Asylkosten: Die wichtigsten Zahlen im Überblick
Autor: Elite-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet individuelle Reichtumsgrenzen, weltweit 135.694 Krypto-Millionäre und sinkende Asylbewerberleistungen auf 0,28 Prozent der Staatsausgaben.
Vermögen, Krypto-Reichtum und öffentliche Ausgaben im Pressespiegel
Handelsblatt: Reichtum bleibt eine Frage der persönlichen Definition
Das Handelsblatt beschäftigt sich mit der Frage, ab wann Menschen als reich gelten. Als mögliche Schwellen werden 500.000 Euro, eine Million Euro oder größere Vermögen genannt. Zugleich wird betont, dass Reichtum nicht nur anhand einer festen Geldsumme bewertet werden kann, sondern auch von der persönlichen Definition abhängt.
Aktuelle Daten der Deutschen Bundesbank sollen zeigen, wie vermögend die Deutschen insgesamt sind. Für die Umfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“ wurden fast 4000 Haushalte befragt. Dabei wurde laut Handelsblatt auch versucht, besonders reiche Haushalte zu erreichen.
Auf Grundlage dieser Daten hat das Handelsblatt einen Rechner entwickelt. Nutzer können damit ihr aktuelles verfügbares Vermögen mit dem Bevölkerungsteil vergleichen, den sie selbst als reich betrachten. Der Rechner soll damit eine individuelle Einordnung des eigenen Vermögens ermöglichen.
Zusammenfassung: Das Handelsblatt stellt Reichtum als individuelle Definitionsfrage dar und bietet auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank einen Rechner zum Vermögensvergleich an.
BTC-ECHO: Weltweit gibt es 135.694 Krypto-Millionäre
Nach Angaben von BTC-ECHO gibt es weltweit 135.694 Menschen, die digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar besitzen. Diese Zahl stammt aus dem Crypto Wealth Report 2026 der Beratungsfirma Henley & Partners. 92.272 dieser Millionäre verdanken ihr Vermögen Bitcoin.
Die Vermögenspyramide wird in den höheren Kategorien deutlich kleiner. Lediglich 290 Personen halten digitale Vermögenswerte im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar. An der Spitze stehen insgesamt 23 Krypto-Milliardäre, während die Basis von 742 Millionen Menschen gebildet wird, die Kryptowährungen in beliebiger Höhe besitzen.
| Vermögensgruppe | Anzahl beziehungsweise Anteil |
|---|---|
| Krypto-Millionäre | 135.694 |
| Davon mit Bitcoin als Vermögensquelle | 92.272 |
| Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar | 290 Personen |
| Krypto-Milliardäre | 23 |
| Menschen mit Kryptowährungen in beliebiger Höhe | 742 Millionen |
Bitcoin ist bei den verschiedenen Vermögensklassen unterschiedlich stark vertreten. Bei den Krypto-Millionären entfallen 68 Prozent auf Bitcoin, bei den Centi-Millionären 52 Prozent und bei den Milliardären 40 Prozent. BTC-ECHO leitet daraus ab, dass größere Krypto-Vermögen stärker über verschiedene digitale Vermögenswerte gestreut sind.
Der Zeitpunkt der Erhebung fällt laut Bericht trotz einer deutlichen Kurskorrektur auf. Ende August lag der Bitcoin-Kurs rund 38 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Oktober 2025. Zur Jahresmitte betrug der Abstand zeitweise über 50 Prozent. Dennoch wuchs die Zahl der Investoren weltweit weiter.
„Kryptowährungen mögen grenzenlos sein, die Familien, denen sie gehören, jedoch nicht“
Dominic Volek, Leiter der Privatkundenabteilung von Henley & Partners, erklärt, dass das Vermögen selbst keine bestimmte Gerichtsbarkeit benötige, die Eigentümer jedoch schon. Länder konkurrierten deshalb zunehmend nicht nur um Kapital, sondern auch um die Menschen, die dieses Kapital kontrollieren.
Der Henley Crypto Adoption Index bewertet 36 Staaten anhand von über 900 Datenpunkten. Singapur führt den Index zum vierten Mal in Folge an. Die Vereinigten Arabischen Emirate verbesserten sich von Platz fünf auf Platz zwei und erhielten bei der Steuerfreundlichkeit die volle Punktzahl, da weder Handel noch Staking besteuert werden. Hongkong liegt auf Rang drei, die USA folgen als einziges Land mit der Höchstwertung bei der Verbreitung in der Bevölkerung. Die Schweiz vervollständigt die Top Five, während Malta Platz sechs erreicht und beim regulatorischen Umfeld die beste Bewertung erhält.
| Rang | Staat | Besondere Bewertung |
|---|---|---|
| 1 | Singapur | Zum vierten Mal in Folge führend |
| 2 | Vereinigte Arabische Emirate | Volle Punktzahl bei der Steuerfreundlichkeit |
| 3 | Hongkong | Rang drei im Index |
| 4 | USA | Höchstwertung bei der Verbreitung in der Bevölkerung |
| 5 | Schweiz | Komplettiert die Top Five |
| 6 | Malta | Beste Bewertung beim regulatorischen Umfeld |
In Europa können sich einzelne EU-Staaten laut BTC-ECHO seit dem vollständigen Inkrafttreten der MiCA-Verordnung kaum noch über eigene Krypto-Regeln abheben. Der Wettbewerb verlagere sich daher auf Bereiche wie die steuerliche Behandlung und das Aufenthaltsrecht. Portugal, das im Index auf Rang 23 liegt, stelle Gewinne aus Beständen steuerfrei, die länger als ein Jahr gehalten werden.
Für Deutschland wird eine mögliche Verschärfung beschrieben. Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht demnach vor, Krypto-Gewinne ab 2028 unabhängig von der Haltedauer pauschal mit 25 Prozent Abgeltungsteuer zu belegen. BTC-ECHO weist zugleich darauf hin, dass Henley & Partners die Berechnung für diese Ausgabe umgestellt hat und die Zahlen deshalb nicht mit früheren Berichten vergleichbar sind.
Zusammenfassung: Trotz des Rückgangs des Bitcoin-Kurses zählt der Bericht 135.694 Krypto-Millionäre weltweit. Bitcoin bleibt die wichtigste Vermögensquelle, während größere Vermögen stärker über verschiedene digitale Assets verteilt sind.
MiGAZIN: Asylbewerberleistungen sinken auf 0,28 Prozent der öffentlichen Ausgaben
MiGAZIN berichtet, dass die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz im Jahr 2025 rechnerisch 0,28 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben ausmachten. Ende 2025 erhielten in Deutschland rund 390.000 Menschen Regelleistungen nach diesem Gesetz. Das waren etwa 71.400 Personen oder 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Auch die Gesamtausgaben gingen zurück. 2025 wurden bundesweit rund 6,16 Milliarden Euro brutto für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgegeben. 2024 waren es noch rund 6,72 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres sanken die Ausgaben damit um gut 550 Millionen Euro oder rund 8,2 Prozent.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Leistungsbeziehende Ende 2025 | rund 390.000 Menschen |
| Rückgang gegenüber dem Vorjahr | etwa 71.400 Personen oder 15 Prozent |
| Ausgaben 2025 | rund 6,16 Milliarden Euro brutto |
| Ausgaben 2024 | rund 6,72 Milliarden Euro |
| Rückgang der Ausgaben | gut 550 Millionen Euro oder rund 8,2 Prozent |
| Öffentliche Gesamtausgaben 2025 | rund 2,21 Billionen Euro |
| Anteil an den öffentlichen Ausgaben | rund 0,28 Prozent |
Zur Einordnung verweist MiGAZIN auf die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes. Die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts beliefen sich 2025 auf rund 2,21 Billionen Euro. Erfasst wurden dabei die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung; Zahlungen der Einheiten untereinander wurden herausgerechnet.
Umgerechnet entfielen von 100 Euro des Öffentlichen Gesamthaushalts 2025 rund 28 Cent auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Von 1.000 Euro waren es knapp 2,80 Euro.
Die genannten 6,16 Milliarden Euro wurden laut MiGAZIN nicht vollständig als frei verfügbares Geld an Leistungsbeziehende ausgezahlt. Das Asylbewerberleistungsgesetz umfasst unter anderem Leistungen für Ernährung, Unterkunft und Heizung, Kleidung, Gesundheitspflege und Haushaltsbedarf. Die Unterstützung kann abhängig von der Unterbringung als Sachleistung, über eine Bezahlkarte, als Gutschein oder als Geldleistung erbracht werden.
Zusätzlich umfasst das Gesetz medizinische Leistungen bei akuten Erkrankungen sowie Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt. Ein Teil der Ausgaben fließt deshalb beispielsweise in Mieten und Unterbringung oder an medizinische Leistungserbringer und nicht direkt auf die Konten der Leistungsbeziehenden.
MiGAZIN weist außerdem darauf hin, dass nicht alle Menschen, die Leistungen nach dem Gesetz erhalten, in einem laufenden Asylverfahren stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen gehören auch Menschen mit einer Duldung, vollziehbar Ausreisepflichtige, Personen mit bestimmten Aufenthaltserlaubnissen sowie Familienangehörige zum Kreis der Leistungsberechtigten.
Von den rund 390.000 Menschen mit Regelleistungen waren 61 Prozent männlich und 39 Prozent weiblich. Fast jeder Dritte, konkret 31 Prozent, war minderjährig.
| Merkmal | Anteil beziehungsweise Zahl |
|---|---|
| Männliche Leistungsbeziehende | 61 Prozent |
| Weibliche Leistungsbeziehende | 39 Prozent |
| Minderjährige | 31 Prozent |
| Herkunft aus Asien | 48 Prozent |
| Herkunft aus Europa | 30 Prozent |
| Herkunft aus Afrika | 17 Prozent |
| Staatsangehörigkeit Syrien | rund 64.600 Personen beziehungsweise 17 Prozent |
| Staatsangehörigkeit Türkei | 15 Prozent |
| Staatsangehörigkeit Afghanistan | 10 Prozent |
| Staatsangehörigkeit Irak | 7 Prozent |
| Staatsangehörigkeit Ukraine | 5 Prozent |
Nach Herkunftsregionen stammten 48 Prozent der Leistungsbeziehenden aus Asien, 30 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika. Die größte Gruppe nach Staatsangehörigkeit bildeten Menschen aus Syrien mit rund 64.600 Personen beziehungsweise 17 Prozent. Danach folgten die Türkei mit 15 Prozent, Afghanistan mit zehn Prozent, der Irak mit sieben Prozent und die Ukraine mit fünf Prozent.
Zusammenfassung: Die Ausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz betrugen 2025 rund 6,16 Milliarden Euro und entsprachen 0,28 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Die Leistungen umfassen neben Geldzahlungen auch Unterkunft, Versorgung und medizinische Leistungen.
Quellen: