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title: Vermögenskonzentration im Fokus: Bürger:innenrat debattiert Vermögensobergrenzen
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author: Elite-Echo Redaktion
published: 2026-09-24
updated: 2026-09-24
language: de
category: News
description: Der Artikel beleuchtet den politischen Einfluss großer Vermögen und die Schweizer Vermögensteuer, die jährlich 9,6 Milliarden Euro einnimmt.
source: Provimedia GmbH
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# Vermögenskonzentration im Fokus: Bürger:innenrat debattiert Vermögensobergrenzen

> **Autor:** Elite-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-24

**Zusammenfassung:** Der Artikel beleuchtet den politischen Einfluss großer Vermögen und die Schweizer Vermögensteuer, die jährlich 9,6 Milliarden Euro einnimmt.

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## Vermögenskonzentration und politische Einflussnahme im Fokus

Das Magazin *Arbeit&Wirtschaft* berichtet über das „Wealth Cap Project“, das beim Europäischen Forum Alpbach vorgestellt wurde. Im Rahmen des Forums fand ein erster Testlauf für einen Bürger:innenrat zu Vermögensobergrenzen statt. Die dreitägige Veranstaltung brachte 60 Teilnehmer:innen zusammen.

Im Zentrum stand die Frage, ob Vermögensobergrenzen notwendig sind oder ob andere Maßnahmen ausreichen könnten. Eine Position betonte, demokratische Strukturen müssten weniger anfällig für politische Einflussnahme durch Vermögende werden. Die Gegenposition verwies darauf, dass die Höhe der Vermögenskonzentration und ihre indirekten gesellschaftlichen Wirkungen weitergehende Maßnahmen erforderlich machen könnten.

Franziska Disslbacher von der WU Wien unterscheidet zwischen direkten und indirekten Wirkungen großer Vermögen. Als Beispiele für direkte Einflussmöglichkeiten nennt sie den Kauf der „Washington Post“ durch Jeff Bezos, den Kauf von Twitter durch Elon Musk sowie den Einstieg von René Benko über die Signa bei „Kurier“ und „Krone“.

Indirekter Einfluss könne laut Disslbacher unter anderem über Parteispenden, Lobbying und Netzwerke ausgeübt werden. In der Konsequenz würden die Präferenzen der Reichsten in der Steuerpolitik stärker berücksichtigt.

> „Je höher das Vermögen, desto größer sind die Möglichkeiten politischer Einflussnahme, etwa über Parteispenden, Lobbying und Netzwerke.“

Eine konkrete Schwelle, ab der Vermögen negative Wirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt entfaltet, sei laut dem Beitrag noch nicht eindeutig bestimmt. Abseits von Bürger:innenräten bewegten sich die meisten Befragungen bei 100 Millionen Euro aufwärts.

Für Österreich beschreibt Disslbacher eine besondere Vermögenskonzentration am oberen Ende. Gleichzeitig gebe es am unteren Ende vergleichsweise wenig privates Vermögen, weil sozialstaatliche Strukturen, Gemeindebauten und öffentlich bereitgestellte Leistungen die private Vermögensakkumulation weniger notwendig machten.

Als mögliche politische Maßnahmen werden Grundsteuererhöhungen, Erbschaftsteuern und ein Ausgleich bei der Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkommen genannt. Eine Vermögensteuer sei kontroverser, laut Disslbacher aber ergänzend notwendig, weil die größten Vermögen nicht immer steuerpflichtiges Einkommen generieren.

- Das „Wealth Cap Project“ befasst sich mit Vermögensobergrenzen.

- Beim Bürger:innenrat nahmen 60 Teilnehmer:innen drei Tage lang teil.

- Als mögliche Einflusswege werden Parteispenden, Lobbying und Netzwerke genannt.

- Die meisten Befragungen verorten relevante Vermögensschwellen bei 100 Millionen Euro aufwärts.

**Zusammenfassung:** *Arbeit&Wirtschaft* stellt die Frage, wie stark große Vermögen demokratische Prozesse und Steuerpolitik beeinflussen. Das „Wealth Cap Project“ untersucht Vermögensobergrenzen und mögliche politische Antworten auf die Vermögenskonzentration.

## Schweizer Vermögensteuer erzielt 9,6 Milliarden Euro jährlich

*Kontrast.at* berichtet über die Vermögensteuer in der Schweiz, die dort seit mehr als 200 Jahren Bestandteil des Steuersystems ist. Heute erheben alle 26 Kantone eine Vermögensteuer; auch die Gemeinden sind über Zuschläge an den Einnahmen beteiligt.

Die historische Entwicklung reicht laut dem Beitrag bis zur Helvetischen Republik um 1800 zurück. Nach der Gründung des modernen Schweizer Bundesstaates im Jahr 1848 mussten sich die Kantone stärker über andere Einnahmequellen finanzieren, nachdem die Zolleinnahmen an den Bund gingen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahmen Vermögensteuern deshalb eine „dominierende Stellung“ ein.

Auf Bundesebene wird das Vermögen natürlicher Personen heute nicht besteuert. Der Bund verpflichtet jedoch die 26 Kantone, eine entsprechende Steuer einzuheben. Höhe der Steuersätze und Freibeträge legen die Kantone selbst fest; Gemeinden können zusätzlich einen Aufschlag bestimmen.

Besteuert wird grundsätzlich das gesamte Vermögen abzüglich der Schulden. Dazu zählen unter anderem Bankguthaben, Bargeld, Aktien und Wertpapiere, Immobilien sowie Vermögen, das in einem Betrieb steckt. Auch Vermögen im Ausland muss deklariert werden. Hausrat und persönliche Gebrauchsgegenstände sind ausgenommen.

Die Vermögenswerte werden grundsätzlich zum aktuellen Marktwert bewertet. Für 2024 nennt der Beitrag bei einer verheirateten Person ohne Kinder eine Vermögensteuerpflicht ab einem Reinvermögen zwischen 51.000 und 402.000 Franken, abhängig vom Kanton. Ab etwa 500.000 Schweizer Franken beziehungsweise rund 530.000 Euro zahlten praktisch alle.

| Kennzahl | Wert | 

| Erhebung der Vermögensteuer | Alle 26 Kantone | 

| Steuersätze | Zwischen 0,13 Prozent und 0,86 Prozent | 

| Schweizer Durchschnitt | 0,43 Prozent | 

| Einnahmen 2022 insgesamt | 9,015 Milliarden Franken (9,6 Milliarden Euro) | 

| Einnahmen der Kantone | 5,536 Milliarden Franken | 

| Einnahmen der Gemeinden | 3,479 Milliarden Franken | 

| Anteil an den Steuereinnahmen von Kantonen und Gemeinden | 10,4 Prozent | 

| Anteil an den gesamten Steuererträgen von Bund, Kantonen und Gemeinden | 5,7 Prozent | 

Die meisten Steuersätze sind progressiv gestaltet: Mit höherem Vermögen steigt auch die Steuer. Trotz der Steuersätze unter einem Prozent erzielte die Vermögensteuer 2022 insgesamt 9,015 Milliarden Franken, umgerechnet 9,6 Milliarden Euro. 5,536 Milliarden Franken entfielen auf die Kantone und 3,479 Milliarden Franken auf die Gemeinden.

Zum Vergleich führt *Kontrast.at* an, dass vermögensbezogene Steuern in Österreich etwa 1,5 Prozent aller Steuereinnahmen ausmachen. Ein Bericht des Schweizer Bundesrats aus dem Jahr 2023 kam dem Beitrag zufolge zu dem Schluss, dass eine Abschaffung der Vermögensteuer „nur durch den massiven Ausbau bestehender beziehungsweise die Erschliessung neuer Steuerquellen zu bewerkstelligen“ wäre.

Eine große Umverteilung bestehender Vermögen bewirkt die Schweizer Steuer laut dem Beitrag allerdings nicht. Nach Angaben der Steuerbehörde soll sie grundsätzlich nicht die Substanz des Vermögens antasten, sondern aus dessen Erträgen bezahlt werden können. Eine wissenschaftliche Untersuchung beschreibt die Steuer deshalb als nur mäßig progressiv.

Dennoch gibt es eine Verteilungswirkung. Eine Senkung der Steuer um 0,1 % führte der Untersuchung zufolge fünf Jahre später zu einem höheren Vermögensanteil des reichsten Prozents um knapp 1 %. Das reichste Prozent der Schweizer:innen besitzt knapp 46 Prozent des gesamten Vermögens; an diesem Anteil änderten die Vermögensteuern nichts, zudem sei dieser Wert in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen.

- Die Schweizer Vermögensteuer besteht seit mehr als 200 Jahren.

- Alle 26 Kantone erheben eine Vermögensteuer.

- Die Steuersätze liegen zwischen 0,13 Prozent und 0,86 Prozent.

- 2022 wurden 9,015 Milliarden Franken beziehungsweise 9,6 Milliarden Euro eingenommen.

- Die Steuer dient vor allem stabilen Einnahmen für Kantone und Gemeinden.

- Das reichste Prozent besitzt knapp 46 Prozent des gesamten Vermögens.

**Zusammenfassung:** Die Schweiz zeigt, dass eine Vermögensteuer auch mit Steuersätzen unter einem Prozent beträchtliche öffentliche Einnahmen erzielen kann. Gleichzeitig beschreibt *Kontrast.at* ihre Umverteilungswirkung als begrenzt, da die Vermögenskonzentration weiterhin sehr hoch ist.

Quellen:
- [„Je höher das Vermögen, desto größer der politische Einfluss“](https://www.arbeit-wirtschaft.at/je-hoeher-das-vermoegen-desto-groesser-der-politische-einfluss-vermoegensobergrenze/)
- [Seit über 200 Jahren: Die Vermögenssteuer in der Schweiz bringt 9,6 Milliarden Euro jährlich ein](https://kontrast.at/vermoegenssteuer-schweiz/)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [elite-echo.de](https://elite-echo.de/vermoegenskonzentration-im-fokus-buerger-innenrat-debattiert-vermoegensobergrenzen/)*
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