Otfried Höffe über Glück und ein vietnamesischer Film über elterliche Kontrolle

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Texte thematisieren, dass Glück nicht allein von Reichtum abhängt, und zeigen im Film die Folgen elterlicher Kontrolle sowie vorgetäuschter Armut.

Philosoph Otfried Höffe: Reichtum allein macht nicht glücklicher

Die WELT beschäftigt sich mit der Frage, was im Leben tatsächlich Zufriedenheit und Orientierung schafft. Unter dem Titel „Reichtum führt nicht zu mehr Glück“ wird ein Gespräch mit dem Philosophen Otfried Höffe vorgestellt, der den Wert materiellen Wohlstands kritisch einordnet.

Höffe zufolge lenken „anspruchsvollere Wünsche“ von dem ab, was für das eigene Leben wesentlich ist. Während heutige Ratgeber häufig auf schnelle Orientierung ausgerichtet seien, verweist der Philosoph auf Denker wie Seneca oder Epikur als Beispiele für eine aus Lebenserfahrung gewonnene Fähigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden.

Im Mittelpunkt steht damit nicht die Anhäufung von Besitz, sondern die Frage, welche Wünsche, Maßstäbe und Formen der Lebensführung dauerhaft tragen. Die Darstellung der WELT rückt die philosophische Auseinandersetzung mit Glück, Reichtum und persönlicher Orientierung in den Vordergrund.

„Reichtum führt nicht zu mehr Glück“

Infobox: Die WELT berichtet über Otfried Höffes Kritik an heutigen Ratgebern und seine Bezugnahme auf Seneca und Epikur. Wesentlich für ein gelingendes Leben ist demnach nicht allein materieller Reichtum, sondern die Fähigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden.

„The Rich Kid’s Journey“: Wohlhabende Eltern täuschen Armut vor

Vietnam.vn berichtet über den vietnamesischen Film „The Rich Kid’s Journey“, in dem ein wohlhabendes Ehepaar ein Leben in Armut vortäuscht, um seinen einzigen Sohn selbstständig zu erziehen. Der Film kam am 2. September in die Kinos und markiert die Rückkehr des Regisseurs Nguyen Quang Dung.

Phát und Diệp, gespielt von Tiến Luật und Thu Trang, fürchten, dass ihr Sohn Phú Quý durch ein Leben im Luxus verwöhnt werden könnte. Deshalb planen sie frühzeitig, Armut vorzutäuschen, erziehen ihn nach strengen Regeln und bereiten ihn auf die spätere Übernahme ihres Unternehmens vor.

Der Sohn ahnt zunächst nicht, dass sein gesamtes Umfeld Teil einer Inszenierung ist. Die Eltern engagieren eine Person, die als langjähriger Nachbar auftritt, während selbst eine kranke Großmutter von einer Schauspielerin dargestellt wird. Ein heimlich installiertes Kamerasystem ermöglicht es den Eltern, Quýs Alltag zu überwachen und Situationen im Sinne ihrer Erziehungsziele zu beeinflussen.

Die Täuschung führt wiederholt zu komischen Momenten. Vor ihrem Sohn müssen Phát und Diệp ein armes Ehepaar darstellen, während sie außerhalb seiner Gegenwart zu ihrem luxuriösen Lebensstil zurückkehren und ihren Geschäften nachgehen. Der Plan gerät ins Wanken, wenn die Mutter versehentlich ihr elegantes Äußeres zeigt oder jemand Quý als „jungen Herrn“ bezeichnet.

Hinter dem übertriebenen Humor behandelt der Film die Folgen einer Kindheit, die von Manipulation geprägt ist. In der zweiten Hälfte rücken die Erwartungen der Eltern an ihren Sohn stärker in den Mittelpunkt, insbesondere als er sich auf das Studium vorbereitet.

Phú Quý besteht die Aufnahmeprüfung für dieselbe Universität, an der sein Vater gescheitert ist, obwohl er von einem anderen Studienfach träumt. Dadurch wird deutlich, dass er zwar das Vertrauen seiner Eltern genießt, seinen persönlichen Weg jedoch nicht vollständig selbst bestimmen kann.

Nach Angaben von Vietnam.vn zeichnet sich Hao Khang in der Hauptrolle besonders aus. Der 16-jährige Schauspieler setzt damit seine Erfolge nach „Southern Forest Land“ und „My Son Tells Me“ fort. Seine Figur entwickelt sich von einem verständnisvollen Sohn zu einem jungen Menschen, der die Aussagen und Entscheidungen seiner Eltern kritisch hinterfragt.

Auch Thu Trang und Tiến Luật werden für ihr Zusammenspiel als Ehepaar hervorgehoben. Tiến Luậts Figur erhält dabei eine größere psychologische Tiefe: Sein Erziehungsplan entsteht aus der Angst, seine Kinder könnten verwöhnt werden und das Erbe könne in der nächsten Generation verloren gehen. In einer Krise erkennt er jedoch, dass der Verlust seiner Kinder seine größte Sorge ist.

Die Nebenrollen übernehmen Ngân Quỳnh als Großmutter, Thanh Thủy und Kiến An als mütterliche Großeltern sowie Ngô Kiến Huy als Onkel. Sie tragen vor allem mit komischen Elementen zur Handlung bei. Ein weiteres auffälliges Merkmal ist der Soundtrack, in dem der Regisseur stellenweise instrumentale klassische Musik einsetzt, um den satirischen Humor zu verstärken.

Der Film ist ein Remake des chinesischen Originals „Successor“, das 2024 ein Kassenschlager war und fast 470 Millionen US-Dollar einspielte. Nguyen Quang Dung behielt die Originalgeschichte weitgehend bei, veränderte jedoch unter anderem das Ende und die Rollen einiger Nebenfiguren. Konflikte und Spannungen wurden weniger extrem und familienfreundlicher gestaltet.

Vietnam.vn zufolge spielte „The Rich Kid’s Journey“ nach knapp einer Woche im Kino bereits über 30 Milliarden VND ein. Als Grundlage wird Box Office Vietnam genannt, eine unabhängige Organisation zur Erfassung von Kinoeinnahmen.

AspektAngabe
Kinostart2. September
Vorlage„Successor“
Einspielergebnis der Vorlagefast 470 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis des Remakesüber 30 Milliarden VND
Alter des Hauptdarstellers Hao Khang16 Jahre

Infobox: Vietnam.vn beschreibt einen humorvollen Film über wohlhabende Eltern, die Armut vortäuschen, um ihren Sohn zu erziehen. Im Zentrum stehen die Grenzen elterlicher Kontrolle, die persönliche Entwicklung des Sohnes und die Frage, ob eine Erziehung durch Täuschung zu einem reifen Erwachsenen führen kann.

Quellen: