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Finanzexpertin verrät: Das machen Reiche anders – und jeder kann es lernen
Eine Studie von Ramsey Solutions, die über 10.000 Millionäre in den USA befragte, zeigt, dass 79 Prozent dieser Millionäre kein Erbe erhalten haben. Zudem bezeichnen sich 87 Prozent als konservative Sparer. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass der Vermögensaufbau weniger mit Glück oder Talent zu tun hat, sondern vielmehr mit bestimmten Verhaltensweisen, die erlernt werden können.
„Reichtum ist kein Zufall und kein Talent“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Es ist das Ergebnis von Entscheidungen, die konsequent wiederholt werden.“
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Das erste Prinzip, das erfolgreiche Menschen befolgen, ist, weniger auszugeben als sie verdienen. Dies mag banal erscheinen, ist jedoch entscheidend für den Vermögensaufbau. Lifestyle Creep, das stille Anwachsen der Ausgaben mit dem Einkommen, ist der größte Feind des Vermögensaufbaus. Wer jedoch einen festen Prozentsatz seines Einkommens investiert, bevor er es ausgibt, kann diesen Kreislauf durchbrechen.
Ein Beispiel: Wer heute 3.000 Euro netto verdient und 300 Euro investiert, hat eine Sparquote von 10 Prozent. Wenn das Einkommen auf 3.500 Euro steigt und die Sparquote auf 350 Euro erhöht wird, bleibt der Lebensstandard gleich, während der Vermögensaufbau beschleunigt wird.
Investieren und langfristig denken
Das zweite Prinzip ist, früh, regelmäßig und langweilig zu investieren. Viele Menschen glauben, dass Vermögensaufbau aktives Handeln erfordert, doch die Realität ist oft das Gegenteil. Anleger, die einen Sparplan einrichten und monatlich in einen breit gestreuten ETF investieren, profitieren vom Zinseszins, ohne ständig den Markt beobachten zu müssen.
Eine Analyse von JP Morgan zeigt, dass Anlegerinnen, die den zehn besten Börsentagen pro Jahrzehnt fernblieben, einen Großteil der Gesamtrendite verloren. Wer investiert bleibt, wird diese Tage automatisch erwischen. Ein Beispiel: 150 Euro im Monat, investiert ab dem 30. Lebensjahr über 35 Jahre bei 7 Prozent Rendite, ergibt rund 250.000 Euro, wobei nur 63.000 Euro eingezahlt wurden.
Langfristige Perspektive
Das dritte Prinzip ist, langfristig zu denken, während andere kurzfristig handeln. In Krisenzeiten verkaufen viele, während vermögende Menschen kaufen. Eine Marktkorrektur von 30 Prozent ist für jemanden mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren kein Verlust, sondern eine Gelegenheit, günstig einzukaufen. Wer im März 2020 auf dem Tiefstand des Corona-Crashs investierte, konnte sein Investment bis Ende 2021 oft fast verdoppeln.
„Langfristdenken ist keine Eigenschaft, mit der man geboren wird“, betont Margarethe Honisch. „Es ist eine Entscheidung, die man trifft, bevor die Krise kommt.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die drei Prinzipien des Vermögensaufbaus – weniger ausgeben als verdienen, früh und regelmäßig investieren sowie langfristig denken – alle erlernbar sind. Diese Disziplin ist unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Glück und kann von jedem angewendet werden, der bereit ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
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