Reichtum im Fokus: Erbe, Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Reichtum durch Erbe, Unternehmertum und Investments sowie die damit verbundenen politischen, sozialen und finanziellen Verantwortungen.

Pressespiegel: Reichtum zwischen Erbe, Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung

Griechische Reeder: Einfluss, LNG-Transporte und Geschäfte mit Russland

Der Deutschlandfunk beleuchtet den Reichtum griechischer Reeder und deren politischen sowie wirtschaftlichen Einfluss. Griechische Schifffahrtsunternehmer gehören demnach zu den vermögendsten Menschen der Welt und treten zugleich vielfach verschwiegen auf.

Die Schifffahrt ist für Griechenland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die LNG-Transporte, die laut Deutschlandfunk zu einem großen Teil von Griechen geführt werden. Zugleich geht es um politische Interessen der Reeder, etwa bei Steuern und Umweltauflagen.

Der Beitrag befasst sich außerdem mit lukrativen Geschäften mit Russland und der sogenannten Schattenflotte. Thematisiert werden dabei auch russische Tanker mit Verbindungen zu griechischen Reedern. Ein weiterer Schwerpunkt sind die hohen Gewinne, die mit Fahrten durch die Straße von Hormus erzielt werden können.

„Griechische Schifffahrtsunternehmer gehören zu den vermögendsten Menschen der Welt.“

Zusammenfassung: Der Deutschlandfunk beschreibt die griechische Reederbranche als wirtschaftlich mächtig und politisch einflussreich. Kritisch betrachtet werden Geschäfte mit Russland, die Schattenflotte sowie Interessen bei Steuern und Umweltauflagen.

Kai Viehof: Ein Millionenerbe will sein Vermögen verteilen

Das Handelsblatt porträtiert Kai Viehof, dessen Großvater in den 1960er-Jahren die Handelskette „Allkauf“ aufbaute und sie 1998 für rund eine Milliarde Mark an die Metro AG verkaufte. Kai Viehof, 44 Jahre, lehnte seinen Anteil am eigentlichen Familienerbe ab und positioniert sich öffentlich als Millionär, der sein Geld nicht vorrangig vermehren, sondern verteilen will.

Sein Vater hatte ihm bereits in jungen Jahren Aktien und andere Werte geschenkt, die heute einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag wert sind. Das eigentliche Erbe, einen bis zu dreistelligen Millionenbetrag, schlug Viehof aus; der Betrag floss nach einer Vereinbarung in eine gemeinnützige Stiftung, deren Vertretungsberechtigter sein Vater ist.

Von dem mittleren zweistelligen Millionenbetrag, über den Viehof selbst verfügen kann, möchte er sieben Achtel spenden oder in Unternehmen investieren, die eine gesellschaftliche statt einer vorrangig finanziellen Rendite anstreben. Ein Achtel will er für sich und seine Familie mit zwei Kindern als Sicherheitsreserve behalten.

VermögensentscheidungAngabe aus dem Handelsblatt
Bereits erhaltenes Vermögenmittlerer zweistelliger Millionenbetrag
Ausgeschlagenes Erbebis zu dreistelliger Millionenbetrag
Geplanter Anteil für Spenden und Impact-Investmentssieben Achtel
Geplanter Anteil für Viehof und seine Familieein Achtel

Viehof legt seinen Schwerpunkt auf die Förderung der Demokratie. Er unterstützt unter anderem Hate Aid, Correctiv, Brand New Bundestag und die Bürgerbewegung Finanzwende. Hate Aid soll fünf Jahre lang jeweils einen sechsstelligen Betrag erhalten; auch Fair Share of Women Leaders unterstützt Viehof fünf Jahre lang mit einer jeweils sechsstelligen Summe.

Daneben investiert Viehof in Unternehmen mit gesellschaftlichem Anspruch. Dem Tampon-Start-up Vyld stellte er 750.000 Euro als Darlehen zur Verfügung. Das Porridge-Start-up Haferkater unterstützte er mit einer sechsstelligen Summe beim Wechsel in das sogenannte Verantwortungseigentum.

Viehof dokumentiert seine Spenden und bewertet unter anderem, wie vielen Betroffenen eine Organisation geholfen und wie viele Verfahren sie gegen Social-Media-Plattformen geführt und gewonnen hat. Zugleich berichtet er, dass nicht jedes geförderte Projekt die erwartete Wirkung entfaltet habe und dass er bereits Entscheidungen gegen eine weitere Unterstützung treffen musste.

Nach Angaben des Handelsblatts sind knapp drei Achtel seines Vermögens mittlerweile noch übrig, einschließlich bereits zugesagter, aber noch nicht geleisteter Unterstützung. Viehof möchte die Rolle des Geldgebers irgendwann verlassen und sich anschließend stärker auf seinen Aktivismus für Verteilungsgerechtigkeit konzentrieren.

„Das ist für mich keine Neiddebatte. Das ist für mich eine zentrale Debatte, der sich auch die stellen müssen, die im System gewonnen haben.“

Zusammenfassung: Kai Viehof lehnt ein bis zu dreistelliges Millionenerbe ab und will sieben Achtel seines bereits erhaltenen Vermögens für Demokratie, gesellschaftliche Organisationen und Impact-Investments einsetzen. Nach Angaben des Handelsblatts sind knapp drei Achtel davon noch übrig.

Reichtum durch den Beruf: Dylan Taylor setzt auf Unternehmensanteile

Börse Online berichtet über Dylan Taylor, der bereits mit 27 Jahren Millionär wurde und heute Gründer des Raumfahrttechnologieunternehmens Voyager Technologies ist. Sein Vermögen führt der Beitrag unter anderem auf seine Karriere als Manager, Investor und Unternehmer sowie auf frühe Investitionen und den Börsengang von Voyager zurück.

Taylors zentraler Rat für Gehaltsverhandlungen lautet, nicht ausschließlich ein höheres Grundgehalt zu verlangen, sondern nach Unternehmensanteilen oder Aktienoptionen zu fragen. Er selbst habe in den Arbeitsverträgen zu Beginn seiner Karriere Unternehmensanteile einem höheren Grundgehalt vorgezogen.

„Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen: Einkommen und Unternehmensanteile.“

Nach Taylors Einschätzung kann diese Strategie besonders in Technologieunternehmen sinnvoll sein, in denen häufig Aktienoptionen ausgegeben werden. Er hält es auch für möglich, dass ein 24-Jähriger mit einigen Jahren Berufserfahrung nach Unternehmensanteilen fragt. Eine solche Forderung könne zeigen, dass der Beschäftigte am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert sei.

Börse Online weist zugleich auf die Risiken hin. Aktienoptionen können an eine bestimmte Beschäftigungsdauer oder einen späteren Börsengang gebunden sein. Der Wert der Anteile kann stark schwanken oder vollständig verloren gehen.

Als weiteren Ansatz nennt Taylor eine Barbell-Anlagestrategie. Dabei soll der größere Teil des Geldes in vergleichsweise sicheren Anlagen liegen, während ein kleinerer Teil in risikoreichere Anlagen mit potenziell höheren Renditen fließt. Als Beispiel nennt er eine Aufteilung von 70 Prozent in den FTSE 100 und 30 Prozent in Bitcoin.

Von Dylan Taylor genanntes BeispielAnteil
FTSE 10070 Prozent
Bitcoin30 Prozent

Zusammenfassung: Laut Börse Online setzt Dylan Taylor beim Vermögensaufbau auf Unternehmensanteile statt ausschließlich auf ein höheres Gehalt. Als ergänzenden Ansatz nennt er eine Aufteilung von 70 Prozent in den FTSE 100 und 30 Prozent in Bitcoin, wobei Unternehmensanteile und risikoreiche Anlagen mit erheblichen Risiken verbunden sind.

Reichtum durch Erbe oder Arbeit: Unterschiedliche Wege zum Vermögen

Die Beiträge von Handelsblatt und Börse Online stellen zwei gegensätzliche Wege zum Vermögensaufbau gegenüber. Während Kai Viehof ein Familienerbe ablehnt und große Teile seines bereits erhaltenen Vermögens weitergeben will, beschreibt Dylan Taylor Unternehmensanteile, Unternehmertum und Investitionen als Weg zu großem Reichtum.

Das Handelsblatt verweist darauf, dass mehr als die Hälfte der privaten Vermögen laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung nicht erarbeitet, sondern durch Erben oder Schenkungen erworben wird. Nach dem Global Wealth Report 2025 der Boston Consulting Group haben nur die USA und China mehr Superreiche als Deutschland; als Superreiche gelten dort Menschen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Dollar. Diese Vermögen machen laut dem Bericht 27 Prozent des Finanzvermögens in Deutschland aus.

Börse Online hebt dagegen Taylors Vorstellung hervor, dass Einkommen und Unternehmensanteile unterschiedliche Möglichkeiten des Vermögensaufbaus sind. Sein Modell setzt auf eine Beteiligung am langfristigen Unternehmenswert, bringt jedoch das Risiko schwankender oder wertloser Anteile mit sich.

Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt zwei unterschiedliche Vermögensgeschichten: ererbten Reichtum, der bei Kai Viehof gesellschaftlich eingesetzt werden soll, und selbst aufgebautes Vermögen, das Dylan Taylor mit Unternehmensanteilen, Investitionen und Unternehmertum verbindet.

Quellen: