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    Tech-Boom konzentriert Reichtum – Business-Coach vor Zwangsversteigerung

    KI-generiert
    07.08.2026 73 mal gelesen 3 Kommentare

    Tech-Börsengänge konzentrieren den Reichtum weiter in wenigen Regionen

    Der traditionelle Ablauf eines Technologie-Börsengangs soll Wohlstand verbreiten: Unternehmen gehen an die Börse, Mitarbeitende verteilen sich, und auch kleinere Städte profitieren. Nach Darstellung von Quartz zeigen Daten aus drei Jahrzehnten jedoch das Gegenteil: Durch Börsengänge geschaffener Reichtum zieht Geld, Talente und Dienstleistungen in einen immer engeren geografischen Raum.

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    Die nächste Welle werde vor allem von Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz geprägt. Der Börsengang von SpaceX habe Milliarden an Mitarbeitende in der Bay Area gebracht. Von OpenAI und Anthropic werde erwartet, dass sie zusammen etwa 12.000 neue Millionäre schaffen – fast ausschließlich konzentriert in San Francisco.

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    Bereits zwischen 2005 und 2017 nahmen Boston, San Francisco, San Jose, Seattle und San Diego mehr als neun Zehntel aller neuen Jobs im Innovationssektor der Vereinigten Staaten auf. Dies geht laut Quartz aus einem Bericht der Brookings Institution hervor, der gemeinsam mit der Information Technology and Innovation Foundation erstellt wurde. Während diese fünf Städte nahezu das gesamte Wachstum erfassten, expandierte der übrige Technologiebereich des Landes kaum.

    Auch die Finanzierung folgt diesem Muster. Im 2. Quartal 2025 entfielen auf große Zentren etwa drei Viertel aller Risikofinanzierungen, obwohl dort nur etwa die Hälfte der Deals stattfand. Der Anteil der Bay Area an den inländischen Risikoinvestitionen stieg von 55% im Jahr 2025 auf mehr als 80% im ersten Quartal 2026. Allein die 122 Milliarden Dollar schwere OpenAI-Runde machte 45% der gesamten nationalen Summe aus.

    Der Ökonom Enrico Moretti von der UC Berkeley untersuchte laut Quartz die wirtschaftlichen Mechanismen hinter dieser Konzentration. Seine in Die neue Geografie der Jobs vorgestellte Forschung kam zu dem Ergebnis, dass jeder neue Innovationsjob in einer Stadt fünf zusätzliche Arbeitsplätze in derselben Metropolregion hervorbringt: zwei im professionellen Bereich und drei im lokalen Dienstleistungssektor. Hochtechnologische Beschäftigung erzeugt dabei dreimal mehr lokale Dienstleistungsarbeit als traditionelle Fertigung.

    „San Francisco und das Silicon Valley bleiben das Epizentrum des KI-Booms“, sagte Colin Yasukochi laut einem im Mai 2026 veröffentlichten CBRE-Bericht. Diese Führungsposition übersetze sich direkt in die Nachfrage nach Büroflächen.

    Die Konzentration zeigt sich auch am Büromarkt. KI-Unternehmen mieteten in San Francisco in der ersten Hälfte des Jahres 2025 mehr als 800.000 Quadratmeter Bürofläche. Drei Viertel davon entfielen auf neue Mietverträge und nicht auf Verlängerungen.

    Im 2. Quartal bezogen Mieter mehr neue Flächen als in jedem Quartal seit 2018. Weitere 39 KI-Unternehmen suchten aktiv nach Büroflächen mit insgesamt 1,4 Millionen Quadratmetern. Davon betrafen etwa 1 Million eine Expansion statt einer Verlagerung, erklärte Yasukochi, Geschäftsführer des Tech Insights Center von CBRE, laut Quartz.

    Die Entwicklung setzt sich trotz der Verbreitung von Remote-Arbeit fort. Die Büroleerstandsquote in San Francisco stieg während der Pandemie über 36%, während sich Tech-Arbeiter im ganzen Land verteilten. Seitdem stabilisierte sich Remote-Arbeit bei etwa 21% der bezahlten Arbeitstage; nur 12% der Führungskräfte planten laut einer im März 2025 veröffentlichten Umfrage der Stanford University und der Federal Reserve Bank of Atlanta eine weitere Rückkehr-vor-Ort-Politik.

    Auch die Verteilung von Technologiearbeitsplätzen während der Pandemie scheint sich laut einer Brookings-Analyse von 2023 nicht auf generative KI zu übertragen. Ein Viertel der Stellenanzeigen für generative KI entfiel auf die Bay Area, während 60% in nur 20 Ballungsräumen veröffentlicht wurden.

    Der Zustrom von KI-Arbeitern trifft auf einen Wohnungsmarkt, der bereits zuvor Schwierigkeiten hatte, die Nachfrage zu bedienen. Nach Angaben der Federal Reserve Bank of San Francisco führte während des Dotcom-Booms ein Anstieg der Bewertungen lokaler Technologieunternehmen um 10% dazu, dass die Immobilienpreise in der Bay Area in den folgenden zwei Jahren um 1% bis 2% stiegen. Schwankungen der Technologieaktien erklärten etwa 30% der Variation der Immobilienpreise in der Region zwei Jahre im Voraus.

    Das Muster blieb auch nach dem Einbruch bestehen. Zwischen 2000 und 2004 verschwanden im Silicon Valley mehr als 140.000 Hightech-Arbeitsplätze. Bis 2008 verdienten Hightech-Arbeiter im Valley dennoch 61% mehr als ihre Kollegen an anderen Orten des Landes. Zudem hatten sechs von elf Hightech-Industrien ihre lokale Beschäftigungskonzentration seit 2001 erhöht.

    Die damit verbundene Ungleichheit ist laut Quartz inzwischen in den Daten sichtbar. Familien mit den niedrigsten Einkommen in der Bay Area verdienen absolut gesehen mehr als vergleichbare Familien an anderen Orten Kaliforniens, liegen aber weiter hinter ihren eigenen Nachbarn zurück.

    In den Landkreisen Santa Clara und San Mateo stieg die Einkommensungleichheit in festen Dollarbeträgen zwischen 2010 und 2023 um 44%, wie der Silicon Valley Index 2025 zeigt. Die oberen 10% der Haushalte halten inzwischen 71% des Vermögens der Region, gegenüber 70% im Vorjahr. Die untere Hälfte hält 1%.

    San Francisco reagierte mit steuerpolitischen Vorschlägen. 2019 legte die Stadt eine Steuer auf aktienbasierte Vergütungen vor, die den Satz von 0,38% auf 1,5% erhöhen sollte. Das städtische Amt für Wirtschaftsanalyse schätzte jährliche Einnahmen von 50 bis 150 Millionen Dollar für bezahlbaren Wohnraum, Familienprogramme und die Stabilisierung kleiner Unternehmen.

    Eine separate „Steuer für überbezahlte CEOs“ wurde 2020 verabschiedet. Außerdem wurde in Kalifornien eine Initiative für eine Milliardärsteuer für die Abstimmung 2026 vorbereitet. Die bisherige Bilanz lokaler Steuerlösungen fällt laut einem Bericht des National Bureau of Economic Research jedoch wenig ermutigend aus. Steuererleichterungen hätten in vielen Städten nicht dazu geführt, Arbeitsplätze dauerhaft in benachteiligte Viertel zu bringen; auch eine bundesstaatliche Steuererleichterung von 2017 habe kein nennenswertes Beschäftigungswachstum erzeugt.

    Einen begrenzten Gegenpunkt bildet das Programm Tulsa Remote. Eine in der Studie zitierte Untersuchung kam laut Quartz im Mai 2025 zu dem Ergebnis, dass das Programm lokale wirtschaftliche Vorteile von 4,31 Dollar für jeden ausgegebenen Dollar erzeugte. Der Umfang bleibe jedoch deutlich kleiner: Programme wie Tulsa Remote verlagerten Hunderte von Arbeitern, während der KI-Börsengang-Zyklus Milliarden von Dollar in wenige Postleitzahlen verschiebe.

    Zusammenfassung: Der von Quartz beschriebene Tech- und KI-Boom verteilt den Wohlstand nicht breiter, sondern verstärkt die Konzentration in der Bay Area und weiteren großen Technologiezentren. Besonders deutlich zeigen sich die Folgen bei Risikokapital, Büroflächen, Immobilienpreisen und Vermögensverteilung.

    Business-Coach verspricht Reichtum und verliert eigenes Haus

    Der Beobachter berichtet über Noëmi Ruth Caruso, die sich als Business-Coach und erfolgreiche Unternehmerin präsentiert. Seit Jahren wirbt sie mit dem Versprechen, Frauen zu Reichtum zu verhelfen; nun werde ihr Haus zwangsversteigert.

    Auf ihrer Website Womansphere.ch beschreibt sich Caruso laut Beobachter als jemand, der den Weg „vom Hamsterrad zur Queen of my Empire“ geschafft habe. Womansphere sei kein Netzwerk, sondern eine Bewegung, heißt es dort in trendigem Englisch.

    Die Außendarstellung setzt auf Bilder, die Wohlstand und Erfolg vermitteln sollen. Zu sehen seien Caruso am weißen Sandstrand sowie an einen Oldtimer gelehnt. Der Beobachter stellt dieser Inszenierung eine andere Darstellung in ihren Instagram-Storys gegenüber.

    Im Mittelpunkt des Berichts stehen Betreibungen gegen die Womansphere-GmbH und die finanzielle Situation der selbst ernannten Business-Coach. Der Artikel trägt den Titel „Teure Versprechen von Reichtum enden im Ruin“ und verweist darauf, dass Carusos Haus nun zwangsversteigert werde.

    Der Beitrag ordnet die Versprechen von Womansphere damit einer Realität gegenüber, in der die Anbieterin selbst mit finanziellen Problemen konfrontiert ist. Während die Website den Eindruck eines geknackten Erfolgsrezepts vermittelt, beschreibt der Beobachter Betreibungen gegen das Unternehmen und die bevorstehende Zwangsversteigerung des Hauses.

    Zusammenfassung: Nach Darstellung des Beobachters wirbt Noëmi Caruso mit einer luxuriösen Erfolgsgeschichte und dem Versprechen, Frauen zu Reichtum zu verhelfen. Gleichzeitig berichtet das Magazin über Betreibungen gegen die Womansphere-GmbH und die Zwangsversteigerung ihres Hauses.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Schon krass das der KI Boom noch mehr Geld in die selben paar Städte spült, während woanders kaum was ankommt. Und bei der Coachin wirkt die Luxus Story dadurch schon ziemlich wiedersprüchlich, wobei man natürlich auch nicht jede Instagram story für bare Münze nehmen sollte.
    Stimmt schon, man sollte Instagram nicht mit der echten Finanzlage verwechseln, aber bei solchen Coachings frag ich mich schon wieviel davon überhaupt nachvollziebar belegt ist. Wenn gleichzeitig überall der KI-Reichtum in ein paar Städten landet, wird dieses ganze „jeder kann reich werden“-Versprechen irgendwie noch schräger, weil die voraussetzungen ja garnicht gleich verteilt sind.
    Ich finde vor allem den Widerspruch spannend, der in den bisherigen Kommentaren noch gar nicht angesprochen wurde: Beim Tech-Boom wird Reichtum durch echte Börsengänge und Unternehmenswerte konzentriert, bei der Business-Coach offenbar durch das Versprechen, anderen genau diesen Reichtum zu vermitteln. Das sind natürlich zwei völlig verschiedene Ebenen, aber beide leben stark von einer Erfolgsstory, die nach außen einfacher und glänzender aussieht, als die Realität vermutlich ist.

    Bei der Bay Area ist das Problem ja nicht nur, dass einige Leute sehr reich werden. Durch die vielen gut bezahlten Jobs steigen gleichzeitig Mieten und Immobilienpreise, während normale Beschäftigte kaum mithalten können. Dass die untere Hälfte gerade einmal ein Prozent des Vermögens besitzt, sagt eigentlich mehr aus als jede einzelne Milliardärsgeschichte. Remote-Arbeit hat daran offenbar auch weniger geändert als viele gehofft hatten. Wenn die wichtigsten Netzwerke, Investoren und Fachkräfte weiterhin an denselben Orten sitzen, zieht es die Firmen am Ende eben doch wieder dorthin.

    Interessant finde ich auch, dass Steuerlösungen allein offenbar nicht automatisch helfen. Geld einzusammeln ist das eine, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Vorteile wirklich breiter zu verteilen aber etwas ganz anderes. Sonst wird die Stadt zwar teurer und nimmt mehr ein, aber für die Menschen, die dort arbeiten, ändert sich wenig.

    Bei solchen Coaching-Angeboten wäre ich grundsätzlich vorsichtig. Ein schönes Foto am Strand und ein Satz wie „vom Hamsterrad zum Imperium“ sind noch kein Beweis für ein funktionierendes Geschäftsmodell. Andererseits sollte man aus einer Zwangsversteigerung auch nicht automatisch schließen, dass jede Kundin betrogen wurde. Unternehmen können scheitern, gerade wenn viel auf Werbung und Wachstum gesetzt wird. Entscheidend wäre für mich, was konkret verkauft wurde, welche Ergebnisse versprochen wurden und ob diese Versprechen realistisch oder nur geschickt formuliert waren.

    Was beide Teile des Artikels verbindet, ist für mich die Macht der Inszenierung: In San Francisco wird der KI-Boom als riesige Zukunftswette verkauft, bei der Business-Coach als persönlicher Weg zum Luxusleben. Dahinter stehen aber komplizierte Strukturen und jede Menge Risiken, die in der Werbung kaum vorkommen. Vielleicht wäre etwas weniger „Queen of my Empire“ und etwas mehr transparente Zahlen bei solchen Angeboten ganz hilfreich.

    Zusammenfassung des Artikels

    Der KI-Boom konzentriert Kapital, Talente und Arbeitsplätze zunehmend in der Bay Area und verschärft dort Wohnungsnot sowie Ungleichheit. Parallel gerät eine Business-Coachin trotz ihres Reichtumsversprechens finanziell unter Druck.

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