Vermögen im Fokus: Reichtum, Erbschaften, Millionärsstädte und Krypto-Betrug

Autor: Elite-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet Reichtum als individuelle und global konzentrierte Größe, die Weitergabe großer Vermögen sowie die Gefahren von Krypto-Anlagebetrug.

Vermögen zwischen persönlicher Definition, Erbschaft und globaler Konzentration

Reichtum lässt sich nicht auf eine einheitliche Geldsumme reduzieren. Wie das Handelsblatt berichtet, definieren manche Menschen Reichtum anhand von 500.000 Euro, einer Million Euro oder höheren Beträgen, während andere den Anteil der Bevölkerung betrachten, der als reich gilt.

Aktuelle Daten der Deutschen Bundesbank beruhen auf der Umfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“. Dafür wurden fast 4000 Haushalte befragt; zugleich wurde versucht, besonders reiche Haushalte zu erreichen. Auf dieser Grundlage entwickelte das Handelsblatt einen Vermögens-Rechner, der das persönliche verfügbare Vermögen mit dem Bevölkerungsteil vergleicht, den Nutzer als reich betrachten.

AspektAngabe
Quelle der DatenDeutsche Bundesbank
Umfrage„Private Haushalte und ihre Finanzen“
Befragte Haushaltefast 4000
Vergleich im Rechnerpersönliches verfügbares Vermögen und selbst definierter reicher Bevölkerungsteil

Zusammenfassung: Das Handelsblatt stellt Reichtum als individuelle Definitionsfrage dar und bietet einen Rechner zum Vergleich des eigenen verfügbaren Vermögens mit anderen Haushalten an.

50 junge Multimillionäre lernen den Umgang mit großen Vermögen

Bei dem von MeinMMO beschriebenen „NextGS Investment Intensive Program“ von Goldman Sachs nahmen im Juli 2026 in New York rund 50 junge Menschen zwischen 18 und 23 Jahren teil. Das zweiwöchige Camp befasste sich mit Investments, Vermögensverwaltung und Führungskompetenzen.

Die Teilnehmer stammen aus extrem wohlhabenden Familien, die Kunden der Vermögensverwaltung von Goldman Sachs sind. Laut Fortune liegt die durchschnittliche Kontogröße der dort betreuten Kunden bei mehr als 90 Millionen US-Dollar.

Im Mittelpunkt stand nicht der Konsum des vorhandenen Reichtums, sondern die Vorbereitung auf die spätere Verantwortung für große Vermögen. Zum Lehrplan gehörte zunächst das Lesen von Artikeln des „Wall Street Journal“, um Nachrichten besser einzuordnen und die wichtigsten Informationen herauszuarbeiten.

Darüber hinaus erklärte ein Managing Director von Goldman Sachs die Arbeit eines Aktienhändlers. Die Teilnehmer besuchten Trading Floors und beschäftigten sich mit Hedgefonds sowie dem Aufbau eines diversifizierten Portfolios.

Auch alternative Anlagebereiche standen auf dem Programm. Christie’s erklärte den Markt für Luxusuhren, Schmuck und Handtaschen. In der zweiten Woche ging es außerdem um Investments in Sportteams; besonderes Interesse zeigten die jungen Teilnehmer laut MeinMMO an privaten Märkten, Kryptowährungen und künstlicher Intelligenz.

MeinMMO verweist zudem auf eine mögliche größere Bedeutung des Themas für die Gen Z. In den kommenden Jahrzehnten sollen Billionen US-Dollar an jüngere Generationen vererbt werden.

Zusammenfassung: Das Goldman-Sachs-Camp vermittelte rund 50 jungen Multimillionären zwischen 18 und 23 Jahren Grundlagen zu Investments, Vermögensverwaltung, alternativen Anlagen und Führung.

New York bleibt Zentrum der globalen Vermögenselite

Eine von Business Insider Deutschland beschriebene Studie von Henley & Partners zeigt, in welchen Städten die meisten wohlhabenden Menschen leben. Die Untersuchung unterscheidet zwischen Millionären, Ultrareichen und Milliardären.

Als Ultrareiche gelten in dem Ranking sogenannte Centi-Millionäre. Gemeint sind Menschen mit einem liquiden, investierbaren Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Drei der fünf führenden Metropolen liegen in den Vereinigten Staaten, zwei in Asien.

PlatzStadt oder RegionMillionäreUltrareicheMilliardäre
1New York City384.50081866
2Bay Area342.40075682
3Tokio292.30026218
4Singapur242.40033330
5Los Angeles220.60051645

New York City führt das Ranking mit 384.500 Millionären, 818 Ultrareichen und 66 Milliardären an. Die Zahl der Millionäre stieg im Untersuchungszeitraum um 45 Prozent; als besonders wohlhabende Gegenden nennt der Artikel die Upper East Side und Tribeca.

Die Bay Area folgt mit 342.400 Millionären, 756 Ultrareichen und 82 Milliardären. Damit zählt die Region mehr Milliardäre als jede andere im Ranking. Die Zahl der Millionäre wuchs um 98 Prozent.

In Tokio leben 292.300 Millionäre, 262 Ultrareiche und 18 Milliardäre. Die Millionärszahl legte um vier Prozent zu. Singapur kommt auf 242.400 Millionäre, 333 Ultrareiche und 30 Milliardäre; dort stieg die Zahl der Millionäre um 62 Prozent.

Los Angeles bildet mit 220.600 Millionären, 516 Ultrareichen und 45 Milliardären den fünften Platz. Die Zahl der Millionäre wuchs dort um 35 Prozent. Business Insider Deutschland beschreibt zugleich soziale Gegensätze und verweist auf Armut und Drogenprobleme im Stadtbild.

Deutsche StadtRangMillionäreUltrareicheMilliardäre
Frankfurt am Main1990.30013213
München2326.8008711
Berlin42

Frankfurt am Main erreicht mit 90.300 Millionären, 132 Ultrareichen und 13 Milliardären den 19. Platz. München folgt mit 26.800 Millionären, 87 Ultrareichen und elf Milliardären auf Rang 23; Berlin wird auf Rang 42 geführt.

Zusammenfassung: New York führt das internationale Städte-Ranking an. Die Bay Area weist die höchste Zahl an Milliardären auf, während Frankfurt am Main und München im weltweiten Vergleich auf den Rängen 19 und 23 liegen.

70-Jähriger verliert 250’000 Franken an Krypto-Kriminelle

Blick berichtet über den Fall des 70-jährigen Wilfried M.*, der insgesamt 250’000 Franken an Krypto-Kriminelle verlor. Nach Angaben des Artikels investierte er Anfang 2022 zunächst 250 Franken in Kryptowährungen.

Ein Inserat mit dem Titel „Höhle der Löwen – in sieben Tagen Geld verdienen“ führte ihn auf eine professionell wirkende Webseite. Auf einer Kryptoplattform schien sein Vermögen zunächst zu wachsen. Als der Kurs stagnierte oder zurückging, meldeten sich die angeblichen Finanzberater und forderten weitere Einzahlungen.

Zunächst ging es um 5000 Franken, anschließend um das Zehnfache. Im Frühjahr 2022 wurde Wilfried M. nach eigener Darstellung mitten in der Nacht unter Druck gesetzt, umgehend 50’000 Franken einzuzahlen.

Die Kontaktpersonen traten laut Blick freundlich und gesprächig auf. Sie vermittelten dem Rentner den Eindruck, verstanden zu werden, bis sie schließlich nicht mehr erreichbar waren. Rund 180’000 Franken schrieb Wilfried M. zu diesem Zeitpunkt ab.

Ende 2025 meldete sich ein weiterer angeblicher Finanzberater. Er behauptete, das verlorene Geld zurückholen zu können, verlangte dafür jedoch neue Zahlungen. In den folgenden Monaten überwies Wilfried M. mehrere Zehntausend Franken auf Konten im Ausland.

Nach Recherchen von Blick wurde der Rentner außerdem als sogenannter „Money-Mule“ eingesetzt. Kriminelle überwiesen Geld anderer Opfer auf sein Konto und transferierten es anschließend weiter. Wilfried M. hatte den Angaben zufolge wiederholt Zugangsdaten weitergegeben; seine Bank sperrte das Konto mehrfach.

Ein Teil der Zahlungen stammte von einem 81-jährigen Mann aus dem Kanton Zürich. Dieser hatte seit Anfang des Jahres über 40’000 Franken verloren, weil er den Anweisungen seiner angeblichen Finanzberater folgte.

AngabeWert
Erste Investition von Wilfried M.250 Franken
Gesamtverlust von Wilfried M.250’000 Franken
Früher abgeschriebener Verlustrund 180’000 Franken
Spätere Überweisungen von Wilfried M.rund 70’000 Franken
Verlust eines weiteren Opfersüber 40’000 Franken
Schaden durch Online-Anlagebetrug in der Schweiz 2023147 Millionen Franken
Schaden durch Online-Anlagebetrug in der Schweiz 2024236 Millionen Franken
Schaden durch Online-Anlagebetrug in der Schweiz 2025185 Millionen Franken
Erfasste Fälle pro Jahrzwischen 2000 und 2400

Das Netzwerk digitale Ermittlungsunterstützung Internetkriminalität unter der Leitung der Kantonspolizei Zürich erfasste in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 2000 und 2400 Fälle von Online-Anlagebetrug. Die Schadenssumme belief sich 2023 auf 147 Millionen Franken, 2024 auf 236 Millionen Franken und 2025 auf 185 Millionen Franken.

„Meine Pensionskasse, mein Erspartes – alles haben sie mir genommen.“

Wilfried M. erstattete Ende April bei der Polizei Anzeige. Er erklärte gegenüber Blick, die Kriminellen hätten sein Leben ruiniert. Aus finanzieller Not will er seine Sammlung verpackter Modell-Rennautos verkaufen und nach eigener Aussage zunächst keine Sozialhilfe beziehen.

Blick rät Betroffenen, den Kontakt zu Betrügern abzubrechen und keinesfalls weitere Zahlungen zu leisten, auch nicht für angebliche Gebühren zur Rückholung verlorenen Geldes. Zudem sollen Finanzdienstleister anhand der Bewilligung durch die Finanzmarktaufsicht und der Warnliste der Finma überprüft sowie Fälle der zuständigen Polizei gemeldet werden.

Zusammenfassung: Ein 70-jähriger Mann verlor laut Blick 250’000 Franken durch Krypto-Betrug. Der Fall zeigt neben hohen finanziellen Schäden auch, wie Opfer durch angebliche Rückholangebote weiter unter Druck gesetzt und als „Money-Mule“ missbraucht werden können.

Quellen: