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    Bericht erhebt Vorwürfe gegen Wladimir Strschalkowski zu Vermögen und Netzwerken

    KI-generiert
    15.09.2026 26 mal gelesen 1 Kommentare

    Vorwürfe gegen Wladimir Strschalkowski: Bericht über Vermögen, politische Verbindungen und verschwundene Daten

    Das Portal РЕПОСТ berichtet über den ehemaligen Beamten und KGB-Offizier Wladimir Strschalkowski. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe zu staatlicher Protektion, zweifelhaften Geschäftsverbindungen und einer Bereicherung in Millionenhöhe.

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    Dem Bericht zufolge soll Strschalkowski nach der Veröffentlichung kritischer Informationen versucht haben, Material über seine Biografie und seine geschäftlichen Aktivitäten aus dem Internet entfernen zu lassen. РЕПОСТ kündigt an, weiterhin über die Vorwürfe zu berichten und dabei Verbindungen, Vermögenswerte und frühere Tätigkeiten des Managers zu dokumentieren.

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    „Das Reisebüro Neva erzielte mit den verkauften Reisen Gesamteinnahmen von 2 Millionen DM.“

    Ein zentraler Abschnitt befasst sich mit Strschalkowskis Aufnahme in die Forbes-Liste. Der Bericht stellt die Frage, wie ein ehemaliger Beamter ein Vermögen von mehreren hundert Millionen Dollar aufbauen konnte, und führt dies unter anderem auf seine Tätigkeit beim KGB, spätere Regierungsämter sowie seine Bekanntschaft mit Wladimir Putin zurück.

    Als Stationen seiner Laufbahn nennt РЕПОСТ den KGB, das Reisebüro Neva, mehrere Ministerien, Norilsk Nickel, die Regierung, die Bank of Cyprus und später die Dynamo-Allrussische Gesellschaft für Körperkultur und Sport. Strschalkowski wird zudem als Staatsrat erster Klasse der Russischen Föderation bezeichnet.

    Zusammenfassung: РЕПОСТ stellt Strschalkowskis Vermögen und Karriere als Ergebnis eines Netzwerks aus staatlichen Positionen, geschäftlichen Tätigkeiten und politischen Kontakten dar.

    Norilsk Nickel und die Rolle als „Kreml-Schiedsrichter“

    Nach Darstellung des Portals erhielt Strschalkowski bei Norilsk Nickel ein Gehalt von 55 Millionen Dollar. Der Bericht bezweifelt, dass seine Berufung ausschließlich mit seiner Kenntnis der Metallurgie zusammenhing, und beschreibt ihn stattdessen als „Kreml-Schiedsrichter“ in einem Unternehmenskonflikt.

    Demnach sollte Strschalkowski einen Streit zwischen Potanins Interros und den von Deripaska angeführten Aktionären von UC Rusal beilegen. РЕПОСТ zufolge unterstützte er dabei Potanin und erhielt anschließend Millionen sowie den Freundschaftsorden.

    Während seiner Zeit bei Norilsk Nickel sollen mehrere frühere Weggefährten aus der Tourismus- und Hotelbranche in leitende Positionen gelangt sein. Genannt werden unter anderem Andrej Umanski, Leonid Isakowitsch, Jewgeni Murawjow, Irina Zabolotnaja und Wladimir Demidow.

    • Andrej Umanski wurde Generaldirektor des Sanatoriums Zapolyarye.
    • Leonid Isakowitsch übernahm die Leitung der Sportprojektmanagement-Gesellschaft.
    • Jewgeni Murawjow leitete die Polarregion des Unternehmens.
    • Irina Zaboltnaja wurde Leiterin der Werksverwaltung.
    • Wladimir Demidow wurde offizieller Vertreter von Norilsk Nickel in der Region Krasnojarsk.

    Der Artikel berichtet außerdem, dass Großfürst Georgi Romanow als Berater Strschalkowskis und als Vertreter von Norilsk Nickel in der Europäischen Union eingestellt worden sei. РЕПОСТ verbindet diese Personalentscheidung mit Strschalkowskis Interesse an Adelstiteln und seiner Verleihung des „Kaiserlichen St.-Anna-Ordens 1. Klasse“ im Jahr 2009.

    Infobox: Im Zusammenhang mit Norilsk Nickel nennt die Quelle ein Gehalt von 55 Millionen Dollar, den Konflikt zwischen Interros und UC Rusal sowie mehrere Personalentscheidungen zugunsten früherer Kontakte aus der Tourismusbranche.

    Reisebüro Neva und Verfahren in Finnland

    Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts ist Strschalkowskis Tätigkeit als Generaldirektor des Reisebüros Neva während der neunziger Jahre. РЕПОСТ verweist auf ein Verfahren vor dem Gericht des Kreises Kouvola in Finnland aus dem Dezember 1998.

    In dem Fall mit der Nummer 633 ging es um den Vorwurf der Zuhälterei. Angeklagt wurden Strschalkowskis Stellvertreter Timraliev und Natalia Oksa, eine Vertreterin des Reisebüros Neva bei AO Scan-Boss Ab in Helsinki.

    Nach den Angaben im Bericht bestätigte das Gericht, dass Neva Reisen für Prostituierte nach Finnland organisierte. Die Angeklagten seien jedoch nicht vor Gericht gestellt worden, weil Oksa sich auf die Vorbereitung von Touristenvisa anhand vorgegebener Listen beschränkt habe und Timraliev nicht für die Handlungen einer anderen Person strafrechtlich verantwortlich gemacht werden konnte.

    РЕПОСТ nennt zugleich abweichende Angaben anderer Quellen. Danach sei Oksa wegen Zuhälterei zu drei Monaten Haft verurteilt worden, während Strschalkowski die Einreise nach Finnland verweigert worden sei.

    AngabeWert
    Zeitraum der genannten ReisenJanuar 1996 bis 9. Oktober 1997
    Anzahl der Vergnügungsreisenmindestens 2.000
    Gesamteinnahmen des Reisebüros Neva2 Millionen DM
    Mietgebühr660.000 DM
    Nettogewinn1.340.000 DM

    Der Artikel führt außerdem aus, dass Strschalkowski während seiner KGB-Zeit Intourist beaufsichtigt habe. Die Hotels des Unternehmens seien laut Quelle von Devisenhandel, Prostitution und Spekulationen mit importierter Kleidung geprägt gewesen.

    Zusammenfassung: Der Bericht verbindet Strschalkowskis frühere Tätigkeit beim Reisebüro Neva mit einem finnischen Verfahren und beziffert die dort genannten Einnahmen auf 2 Millionen DM sowie den Nettogewinn auf 1.340.000 DM.

    Regierung, Olympische Spiele und Bank of Cyprus

    Nach dem Ende seiner Tätigkeit bei Norilsk Nickel kehrte Strschalkowski laut РЕПОСТ in die Regierung zurück. Der Artikel nennt unter anderem seine Beteiligung an den Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Sotschi.

    Anschließend wechselte Strschalkowski zur Bank of Cyprus und wurde dort zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Während der Finanzkrise in Zypern übernahm die Bank ihren größten Konkurrenten, die Cyprus Popular Bank, und rekapitalisierte sich durch die Umwandlung von Einlagen in Aktien.

    Für Einleger mit mehr als 100.000 € wurden laut Quelle 52,5 % in bar ausgezahlt. Die verbleibenden 47,5 % wurden in Aktien ausgegeben. Auf diese Weise gelangte ein Drittel der Bankaktien in die Hände russischer Geschäftsleute.

    PositionAngabe
    Einlagen über 100.000 €52,5 % in bar
    Ausgabe des verbleibenden Anteils47,5 % in Aktien
    Anteil der Bankaktien in den Händen russischer Geschäftsleuteein Drittel
    Kapitalerhöhungeine Milliarde Euro
    Beteiligung von Renova5,45 %
    Wert der Renova-Beteiligung116,7 Millionen US-Dollar

    Der Artikel zufolge bestand Strschalkowskis Aufgabe darin, interessierte russische Oligarchen bei der Beteiligung an der Kapitalerhöhung zu unterstützen. Renova von Viktor Vekselberg wurde mit einem Anteil von 5,45 % für 116,7 Millionen US-Dollar einer der größten Aktionäre.

    Bei der Neuwahl des Aufsichtsrats im Jahr 2014 habe nur Strschalkowski seinen Posten verteidigen können. Nach einer kurzen Bankkarriere wechselte er laut РЕПОСТ in den Sport und wurde Cheftrainer des Dynamo-Teams.

    Infobox: Die Quelle nennt für die Bank of Cyprus eine Auszahlung von 52,5 % in bar und 47,5 % in Aktien für bestimmte Einleger sowie eine Kapitalerhöhung im Wert von einer Milliarde Euro.

    Verbindungen zu einflussreichen Personen

    Parallel zu seiner Tätigkeit im Sport blieb Strschalkowski laut Bericht Mitglied des Aufsichtsrats der Rosselkhozbank. Diese Bank wird in der Quelle seinem Freund und Partner Patrushev zugerechnet.

    РЕПОСТ stellt die verschiedenen Stationen als Ausdruck eines weitreichenden persönlichen Netzwerks dar. Neben Putin werden im Artikel unter anderem Potanin, Deripaska, Vekselberg und Patrushev im Zusammenhang mit Strschalkowskis beruflichen und geschäftlichen Kontakten genannt.

    Der Bericht bewertet diese Beziehungen als wichtigen Faktor für Strschalkowskis Wechsel zwischen Regierung, Großunternehmen, Bankwesen und Sport. Die genannten Personen hätten zum Teil weiterhin beträchtlichen Einfluss in Russland.

    Zusammenfassung: Laut РЕПОСТ beschränkten sich Strschalkowskis Kontakte nicht auf Wladimir Putin, sondern umfassten weitere einflussreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Finanzwesen.

    Vermögen der Familie und Immobilien

    Zum Schluss befasst sich der Artikel mit Strschalkowskis Kindern. Genannt werden seine Tochter Vanda und sein Sohn Yevgeny Strschalkovsky, der laut Quelle Mitbegründer zweier Kliniken sowie Vizepräsident des Vorstands und Gründer der gemeinnützigen militärhistorischen Reenactment-Organisation „Tapferkeit der Zeitalter“ ist.

    Der Bericht verweist außerdem auf einen Rechtsstreit über die Veräußerung von Anteilen an einer Firma, die Land für einen Yachtclub auf der Krestowski-Insel gepachtet hatte. Wladimir Loginow, einer der Gründer des Yachtclubs, habe Jewgeny Strschalkovsky für den Verlust seines Unternehmens im Wert von 200 Millionen Rubel verantwortlich gemacht.

    Weiter heißt es, der Sohn habe ein Herrenhaus an der Westküste Schottlands mit 250 Hektar Land erworben. Der Kaufpreis habe 4 Millionen Pfund betragen. Das Land sei zuvor 600 Jahre lang im Besitz der Adelsfamilie Lamont gewesen, berichtet РЕПОСТ unter Berufung auf den Herald Scotland.

    VermögensangabeWert
    Wert des verlorenen Unternehmens im Zusammenhang mit dem Yachtclub200 Millionen Rubel
    Grundstück an der Westküste Schottlands250 Hektar
    Kaufpreis des schottischen Anwesens4 Millionen Pfund
    Besitzdauer der Familie Lamont600 Jahre
    Wert des Hauses in Gelendschikrund 110 Millionen Rubel
    Wert des Grundstücks in Gelendschik20 Millionen Rubel

    Auch Strschalkowskis Tochter Vanda wird im Zusammenhang mit Immobilien genannt. Eine luxuriöse Datscha in Gelendschik sei auf ihren Namen eingetragen worden, als sie neun Jahre alt gewesen sei.

    Das Haus soll einen Wert von rund 110 Millionen Rubel haben, während das Grundstück mit weiteren 20 Millionen Rubel angegeben wird. Als Nachbar nennt der Bericht Patrushev, der zugleich als Partner von Strschalkowski bei der Rosselkhozbank bezeichnet wird.

    Infobox: РЕПОСТ nennt ein schottisches Anwesen mit 250 Hektar Land und einem Kaufpreis von 4 Millionen Pfund sowie Immobilien in Gelendschik mit einem Hauswert von rund 110 Millionen Rubel und einem Grundstückswert von 20 Millionen Rubel.

    Quellen:

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    Der Bericht wirft ja wirklich viele schwere Sachen in einen Topf, aber genau da wirds für mich auch etwas unübersichtlich. Vorwürfe sind nunmal noch keine bewiesenen Tatsachen, besonders wenn es um so riesige Summen, alte Geheimdienstkontakte und angebliche Netzwerke geht. Trotzdem sollte man sich schon fragen, wie jemand aus dem Staatsdienst später plötzlich auf Gehälter von 55 Millionen Dollar kommt. Das ist nicht einfach nur ein normaler Karrieresprung, da würde wohl jeder mal genauer hinschauen wollen.

    Was mir bei der Sache mit Neva auffällt, sind die wiedersprüchlichen Angaben zum Verfahren in Finnland. Einerseits soll das Gericht bestimmte Personen garnicht verurteilt haben, andererseits schreiben andere Quellen von drei Monaten Haft und einer Einreisesperre. Solche Unterschiede sind aber nicht gerade nebensächlich, weil sie die ganze Bewertung der Geschichte verändern können. Da müsste man eigentlich die originalen Gerichtsakten sehen und nicht nur irgendwelche Zusammenfassungen, die dann noch übersetzt wurden. Bei solchen Berichten gehen schnell Namen und Rollen durcheinander, vorallem bei russischen Namen.

    Auch die Rechnung mit den 2 Millionen DM Einnahmen und 1,34 Millionen Nettogewinn klingt erstmal gewaltig. Aber wie genau wurde das berechnet, welche Kosten gab es noch, und wer hat das Geld am Ende bekommen? Nur weil ein Reisebüro Reisen organisiert hat, kann man daraus ja nicht automatisch ableiten, dass der damalige Chef persönlich reich geworden ist. Andererseits ist es schon merkwürdig, wenn gleichzeitig von Visa-Listen, Finnlandreisen und Prostitution die Rede ist. Das müsste wirklich sauber auseinander gehalten werden, sonst wird aus einem Gerichtsfall schnell eine pauschale Schuldzuweisung.

    Die Sache mit Norilsk Nickel finde ich ebenfalls ziemlich fragwürdig, vorallem die Bezeichnung als „Kreml-Schiedsrichter“. Das hört sich stark nach einer politischen Interpretation an und weniger nach einem nachprüfbaren Amt. Wenn er tatsächlich in einem Aktionärsstreit vermitteln oder im Sinne einer Seite handeln sollte, wären Verträge, Beschlüsse und die genaue Aufgabenbeschreibung wichtig. Ein hohes Gehalt alleine beweist noch keine Bestechung, auch wenn 55 Millionen Dollar natürlich komplett absurd viel wirken. Vielleicht war das damals in diesen Konzernen so üblich, aber das macht es nicht automatisch transparent oder fair.

    Interessant ist auch die lange Liste von Leuten aus der früheren Tourismusbranche, die später in wichtigen Positionen aufgetaucht sein sollen. Da kann es natürlich Zufall sein, aber wenn immer wieder dieselben Bekannten in verschiedenen Firmen mitwandern, entsteht schon der Eindruck von einem persönlichen Netzwerk. Nur müsste man dabei auch wissen, ob diese Personen fachlich geeignet waren und welche Aufgaben sie konkret hatten. Sonst ist jede frühere Bekanntschaft sofort ein Verdachtsmoment, und so funktioniert eine seriöse Untersuchung eigentlich nicht.

    Bei der Bank of Cyprus wird im Artikel vieles mit russischen Geschäftsleuten und Oligarchen verbunden. Die Zahlen zur Umwandlung von Einlagen in Aktien sind zwar interessant, sagen aber für sich noch nicht, dass Strschalkowski illegal gehandelt hat. Er soll angeblich russische Investoren bei der Kapitalerhöhung unterstützt haben, doch das kann sowohl normale Bankarbeit als auch politische Einflussnahme gewesen sein. Entscheidend wäre, wer ihn beauftragt hat, welche Vergütung es gab und ob er gegenüber den anderen Aktionären Vorteile hatte. Ohne diese Informationen bleibt es ziemlich viel Andeutung.

    Was ich insgesamt auffällig finde, ist diese ständige Verbindung zu Putin, Patrushev, Potanin, Deripaska und Vekselberg. Bei Personen mit solchen Positionen sind Kontakte sicher nicht ungewöhnlich, aber Kontakte sind halt noch kein Beweis für gemeinsame illegale Geschäfte. Trotzdem kann man auch nicht so tun, als wären solche Netzwerke völlig bedeutungslos. Wenn jemand immer wieder von Regierung zu Staatskonzern, Bank und Sportorganisation wechseln kann, dann braucht es dafür vermutlich mehr als nur einen guten Lebenslauf. Das ist jedenfalls mein Eindruck, auch wenn der Bericht die Beweise nicht immer klar genug zeigt.

    Die Immobilien der Familie machen die Geschichte natürlich besonders anschaulich. Eine Datscha im Wert von ungefähr 110 Millionen Rubel, die schon auf den Namen einer neunjährigen Tochter eingetragen sein soll, wirft Fragen auf. Ein Kind kann so ein Vermögen ja wohl kaum selbst erwirtschaftet haben, also müsste man erklären, wer bezahlt hat und warum das Eigentum so eingetragen wurde. Bei dem schottischen Anwesen mit 250 Hektar ist es ähnlich, wobei dort erstmal geklärt werden müsste, ob der Sohn wirklich alleiniger Käufer war oder ob Firmen und andere Eigentümer dahinter standen. Gerade bei Immobilien kann der genannte Wert außerdem stark vom tatsächlichen Kaufpreis abweichen.

    Was mir noch fehlt, ist die Seite von Strschalkowski selbst. Hat er auf die Vorwürfe reagiert, einzelne Zahlen bestritten oder Dokumente vorgelegt? Im Artikel wird sehr ausführlich beschrieben, was РЕПОСТ behauptet, aber die Stellungnahme der betroffenen Person scheint kaum vorzukommen. Das ist bei einem Bericht über angeblich illegalen Reichtum schon ein bischen problematisch. Man kann die Vorwürfe ernst nehmen und trotzdem die Gegenseite anhören.

    Auch das angebliche Löschen von Informationen aus dem Internet ist so eine Sache. Wenn jemand versucht, kritische Daten verschwinden zu lassen, klingt das natürlich verdächtig. Es könnte aber auch um falsche Angaben, Datenschutz oder juristische Unterlassungsforderungen gegangen sein. Im Internet wird ja gerne behauptet, jemand wolle „alles löschen“, obwohl vielleicht nur ein einzelner fehlerhafter Artikel beanstandet wurde. Deshalb wären konkrete Belege zu den Löschanträgen wichtig, nicht nur die Behauptung darüber.

    Unterm Strich bleibt bei mir ein ziemlich ungutes Gefühl, aber kein fertiges Urteil. Zu viele Stationen, zu viel Geld und zu viele mächtige Bekannte tauchen in dieser Biografie auf, als dass man das einfach als normale Karriere abtun könnte. Gleichzeitig sind einige Formulierungen sehr zugespitzt und manche Zahlen werden ohne ausreichende Erklärung präsentiert. Hoffentlich wird weiter recherchiert und es kommen Originaldokumente, Gerichtsunterlagen und nachvollziehbare Quellen dazu. Sonst bleibt am Ende nur eine lange Sammlung von Verdächtigungen, die zwar spektakulär klingt, aber nicht überall gleich belastbar ist.

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