Inhaltsverzeichnis:
Luxusschmuck gewinnt an Bedeutung, während Handtaschen und Mode unter Druck geraten
Die Luxusbranche erlebt eine Verschiebung zugunsten von Schmuck. Wie die WELT berichtet, stieg der Umsatz des Schweizer Konzerns Richemont im Quartal bis Ende Juni um 20 Prozent. Die Schmuckhäuser Cartier, Van Cleef & Arpels, Buccellati und Vhernier legten sogar um 24 Prozent zu.
Besonders stark war die Nachfrage aus den USA, zugleich wurden auch in Europa und Asien mehr Schmuckstücke verkauft. Während bei Kering das Geschäft mit Mode und Lederwaren im ersten Quartal 2026 um drei Prozent sank und Gucci sogar acht Prozent verlor, wuchs die deutlich kleinere Schmucksparte um 22 Prozent. Bei LVMH legten Uhren und Schmuck um sieben Prozent zu und lösten die lange dominierenden Lederwaren vorerst ab.
Als Grund nennt der Beitrag unter anderem die Preisentwicklung. Nach Jahren hoher Nachfrage nach Luxusmode und vor allem Handtaschen hätten viele Marken ihre Preise schneller erhöht, als Qualität, Kreativität oder Service zunahmen. McKinsey erkläre die bessere Entwicklung von Schmuck auch damit, dass dessen Preise im Durchschnitt langsamer stiegen als die anderer Modekategorien.
Bis 2028 soll der Absatz von Schmuck beinahe viermal so schnell wachsen wie jener von Bekleidung. In China habe zudem die Schwäche des Immobilienmarkts hochwertigen Schmuck als Wertanlage attraktiver gemacht.
Der Artikel beschreibt Schmuck als langlebiger und beständiger als viele trendabhängige Produkte. Ein Goldarmband könne getragen, repariert, umgestaltet, vererbt und nach Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten wieder aus einer Schublade geholt werden. Trotz des hohen Goldpreises werde weltweit nach Gewicht weniger Goldschmuck gekauft, dafür aber deutlich mehr Geld ausgegeben.
Auch die Anlässe für Schmuckkäufe verändern sich. Schmuck werde nicht mehr nur zur Verlobung, Hochzeit oder zum runden Geburtstag gekauft, sondern auch zur Geburt eines Kindes, zur Beförderung oder als Belohnung für ein erfolgreich überstandenes Quartal.
| Bereich | Entwicklung |
|---|---|
| Richemont-Umsatz im Quartal bis Ende Juni | 20 Prozent |
| Schmuckhäuser Cartier, Van Cleef & Arpels, Buccellati und Vhernier | 24 Prozent |
| Kering: Mode und Lederwaren im ersten Quartal 2026 | minus drei Prozent |
| Gucci im ersten Quartal 2026 | minus acht Prozent |
| Schmucksparte von Kering | 22 Prozent |
| Uhren und Schmuck bei LVMH | plus sieben Prozent |
| Nicht-brautbezogene Käufe natürlicher Diamanten in den USA 2025 | 44 Prozent Geschenke, 31 Prozent Selbstkäufe |
| Brautbezogene Käufe natürlicher Diamanten in den USA 2025 | 25 Prozent |
Infobox: Laut WELT wächst Schmuck derzeit über Marken, Regionen und Preisklassen hinweg. Für 2025 nennt der Beitrag in den USA 25 Prozent Brautschmuck, 44 Prozent Geschenke und 31 Prozent Selbstkäufe bei natürlichen Diamanten.
Fußballer machen Luxus-Handtaschen zum Statussymbol
Der Spiegel widmet sich dem Wandel der Handtasche zum männlichen Luxus- und Statussymbol. Im Mittelpunkt stehen Fußballer wie Erling Haaland und Lionel Messi, die dazu beitragen, dass Handtaschen nicht länger ausschließlich als Accessoire von Frauen wahrgenommen werden.
Der vorliegende Inhalt des Beitrags ist nur eingeschränkt zugänglich. Der Spiegel weist darauf hin, dass der Artikel nicht mehr aufgerufen werden könne, weil der zugrunde liegende Link entweder älter als 30 Tage sei oder bereits 10 Mal geöffnet wurde.
Als thematische Einordnung führt die Quelle mehrere verwandte Beiträge auf. Dazu zählen eine Kulturgeschichte vom Lederbeutel bis zur It-Bag, Accessoires der Fußballstars und die Birkin-Bag von Hermès.
Infobox: Der Spiegel berichtet über Fußballer und Luxus-Handtaschen als Statussymbol. Weitergehende überprüfbare Angaben sind im vorliegenden Quellenauszug nicht enthalten.
Das „Monaco-Bataillon“ ukrainischer Oligarchen gerät erneut in den Fokus
Wie ntv.de berichtet, hat ein Anschlag auf den ukrainischen Unternehmer Wadym Jermolajew die Aufmerksamkeit erneut auf ukrainische Oligarchen an der Côte d’Azur gelenkt. Ende Juni explodierte in Monaco eine Bombe vor seiner Haustür; Jermolajew, seine Partnerin und ihr 13-jähriger Sohn wurden schwer verletzt, der Frau mussten beide Beine amputiert werden.
Als mutmaßliche Täterin identifizierten die Behörden eine 39-jährige Ukrainerin, die seit Jahren in Deutschland lebte. Interpol schrieb sie zur Fahndung aus. Eine Woche später wurde sie in der Nähe von Kiew mit Schusswunden im Kopf tot aufgefunden.
Die ukrainische Polizei nahm zwei Männer fest, darunter einen Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR und einen ehemaligen Angehörigen der Sicherheitskräfte. Der HUR-Mitarbeiter gestand, die Frau getötet zu haben. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass beide Männer den Anschlag auf Jermolajew organisiert haben, den die Frau anschließend ausführte.
Der HUR-Mitarbeiter behauptete, auf eigene Faust und ohne Wissen seiner Vorgesetzten gehandelt zu haben. Ob der ukrainische Militärgeheimdienst tatsächlich hinter dem Anschlag steckt oder ob eine persönliche Fehde im Umfeld organisierter Kriminalität vorliegt, ist laut ntv.de noch offen.
Jermolajew gilt in seiner Heimat als umstritten. Er legte die ukrainische Staatsbürgerschaft bereits 2019 ab und ist heute zyprischer Staatsbürger. In ukrainischen Medien wird er als exemplarische Figur des sogenannten „Monaco-Bataillons“ beschrieben, also jener Oligarchen und Superreichen, die sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs oder kurz davor an die Côte d’Azur absetzten.
Geprägt wurde der Begriff durch den Journalisten Mychajlo Tkatsch. Er dokumentierte im August 2022 mit einer Reportage für die „Ukrainska Prawda“ rund 80 ukrainische Superreiche, die nach oder vor der Invasion die Ukraine in Richtung Riviera verlassen hatten. Zu sehen waren Mega-Jachten, Luxusautos mit ukrainischen Kennzeichen und prunkvolle Villen.
Jermolajew wurde damals beim Verlassen des Casinos von Monte-Carlo und beim Einsteigen in einen Bentley Flying Spur gezeigt, dessen Preis bei rund 300.000 Euro beginnt. Laut „Ukrainska Prawda“ stand er damals auf Platz 45 der reichsten Menschen der Ukraine und war einer der größten Bauträger seiner Heimatstadt Dnipro.
Viele der porträtierten „Elite-Flüchtlinge“ waren Vertreter der prorussischen Opposition oder pflegten als Geschäftsleute Kontakte nach Moskau. Gegen Jermolajew verhängte die Ukraine 2023 Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Krim.
Das „Monaco-Bataillon“ ist laut ntv.de jedoch keine homogene Gruppe. Rinat Achmetow, der als reichster Mann der Ukraine bezeichnet wird, gilt zugleich als einer der größten privaten Unterstützer der ukrainischen Armee und der Zivilbevölkerung. Seine Holding SCM, seine Stiftung und der Fußballclub Schachtar Donezk stellten nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn umgerechnet rund 340 Millionen Euro für Armee, humanitäre Hilfe und Wiederaufbau bereit.
Achmetow kaufte Anfang 2024 eine rund 2500 Quadratmeter große, fünfstöckige Wohnung im neuen Nobelviertel Mareterra in Monaco. Der Kaufpreis lag laut Bloomberg-Recherchen bei rund 471 Millionen Euro. Auf der Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat besitzt er außerdem seit 2019 die historische Villa „Les Cèdres“, die laut Beitrag rund 200 Millionen Euro kostet.
Auch Wiktor Pintschuk zählt zum „Bataillon“. Der Stahlmagnat, ehemalige Abgeordnete und Schwiegersohn des früheren Präsidenten Leonid Kutschma pflegt enge Kontakte in den Westen. Über sein „Jalta European Strategy“-Forum lud er Gäste wie Bill Clinton und Tony Blair ein. Zugleich hält er sich Berichten zufolge seit Kriegsbeginn nur zeitweise an der Côte d’Azur auf und betont, seine Programme für ukrainische Veteranen und Verletzte weiterzuführen.
Eine besonders umstrittene Ausreise wird den Brüdern Hryhorij und Ihor Surkis zugeschrieben. Nach Recherchen der „Ukrainska Prawda“ verließen sie die Ukraine zwei Tage nach Kriegsbeginn mit 17,6 Millionen US-Dollar Bargeld, das sie illegal im Gepäck ihrer zwei Luxus-SUVs aus dem Land gebracht haben sollen.
Ihor Surkis ist seit Jahren Präsident des Fußballclubs Dynamo Kiew, Hryhorij Surkis war früher Chef des ukrainischen Fußballverbands und saß im Parlament. 1995 sollen die Brüder vor einem Champions-League-Spiel zwischen Dynamo und Panathinaikos Athen versucht haben, den Schiedsrichter mit zwei Nerzmänteln und 30.000 Dollar zu bestechen. Dynamo Kiew wurde anschließend für ein Jahr disqualifiziert.
Berichten französischer Medien zufolge sollen die Brüder Villen in den Hügeln über Nizza besitzen. Nach Kriegsbeginn hätten sie sich laut „Ukrainska Prawda“ im Monte-Carlo Bay Hotel & Resort einquartiert, in einem Apartment für rund 2 Millionen Euro pro Jahr.
Politisch besonders brisant ist der Fall Serhij Ljowotschkins. Er war Leiter der Präsidialverwaltung unter Wiktor Janukowitsch und später einer der führenden Köpfe der prorussischen und EU-skeptischen Partei „Oppositionsplattform – Für das Leben“. Nach Recherchen der „Ukrainska Prawda“ besitzt er eine Villa auf Saint-Jean-Cap-Ferrat, die Berichten zufolge „nur“ 40 Millionen Euro kosten soll.
Die Recherchen lösten eine Welle der Empörung und Ermittlungen des Staatlichen Ermittlungsbüros aus. Geprüft wurde, ob Mitglieder des „Monaco-Bataillons“ das Kriegsrecht umgangen oder mit Hilfe von Beamten illegal die Grenze passiert hatten. Größere strafrechtliche Konsequenzen für die prominentesten Namen blieben laut Quelle aus.
Wie viele ukrainische Exil-Oligarchen heute noch an der Riviera leben, ist unklar. Der ukrainische Botschafter in Frankreich, Wadym Omeltschenko, schätzt ihre Zahl auf noch 20 bis 30. Damit wären es deutlich weniger als die rund 80 Personen, die 2022 dokumentiert wurden. Einige hätten Dubai vorgezogen, andere seien zurückgekehrt oder hätten ihr Vermögen verloren.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| 2022 dokumentierte ukrainische Superreiche an der Riviera | rund 80 |
| Geschätzte Zahl heute | 20 bis 30 |
| Preis des Bentley Flying Spur | beginnt bei rund 300.000 Euro |
| Achmetows Wohnung in Mareterra | rund 2500 Quadratmeter |
| Kaufpreis der Wohnung | rund 471 Millionen Euro |
| Preis der Villa „Les Cèdres“ | rund 200 Millionen Euro |
| Apartment der Brüder Surkis pro Jahr | rund 2 Millionen Euro |
| Villa von Serhij Ljowotschkin | Berichten zufolge 40 Millionen Euro |
| Von SCM, Stiftung und Fußballclub bereitgestellte Mittel | umgerechnet rund 340 Millionen Euro |
Infobox: Laut ntv.de sank die Zahl der an der Riviera lebenden ukrainischen Exil-Oligarchen nach Einschätzung des ukrainischen Botschafters in Frankreich von rund 80 auf 20 bis 30. Der Anschlag auf Jermolajew und die öffentliche Aufmerksamkeit setzen die verbliebenen Mitglieder des „Monaco-Bataillons“ zusätzlich unter Druck.
Neues Hallenbad in Düsseldorf soll 2028 öffnen
In Düsseldorf haben am Freitag, 17. Juli, die Bauarbeiten für ein neues Hallenbad an der Ulmenstraße begonnen. Die RP Online berichtet, dass die Stadt 31,2 Millionen Euro in das Bad investiert und die Fertigstellung für 2028 vorgesehen ist.
Oberbürgermeister Stephan Keller und der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Christoph Schlupkothen, gehen laut Quelle von einer zügigen Umsetzung aus. Die Planungen reichen bis ins Jahr 2015 zurück; 2019 stimmte der Stadtrat für den neuen Standort an der Ulmenstraße.
Das Düsseldorfer Bäderkonzept verfolgt eine umfassende Modernisierung und Dezentralisierung. Die Schwimmbäder sollen wirtschaftlicher, barrierefreier und energieeffizienter werden. Bereits fertiggestellt wurden das Badehaus Benrath, Rheinblick 741 in Oberkassel/Heerdt und das Allwetterbad Flingern. Saniert wurden das Strandbad Lörick und das Familienbad Niederheid; das Rheinbad erhielt einen Anbau für ein zusätzliches Sportbecken.
Das Hallenbad Unterrath ist laut RP Online das letzte Projekt des Bäderkonzeptes 2020. Geplant sind ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit fünf Bahnen sowie eine Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter-Plattform. Hinzu kommen ein thermisch und akustisch getrenntes Lehrschwimm- und Kursbecken mit Hubboden und ein Kleinkinderbecken.
Für Kinder ist eine fünf Meter hohe Rutsche vorgesehen. Außerdem sollen ein Whirlpool, ein Dampfbad und eine Infrarotkabine entstehen. Das Bad soll moderne Bedingungen für Schulschwimmen und Vereinssport bieten sowie Angebote für Familien bereithalten.
Der Neubau soll das erste Düsseldorfer Bad ohne CO2-Ausstoß werden. Dafür sind 400 Photovoltaikmodule mit einer Fläche von rund 870 Quadratmetern geplant. Ergänzt werden sie durch verschiedene Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser von Duschen und Badewasser sowie aus der Lüftungsanlage.
Vorgesehen ist außerdem eine extensive und intensive Dachbegrünung. Sie soll das Mikroklima verbessern, Regenwasser zurückhalten und zur ökologischen Qualität des Standorts beitragen.
Ein Vorteil des neuen Standorts besteht darin, dass der Schwimmbetrieb am alten Standort an der Mettlacher Straße während der Bauzeit fortgesetzt werden kann. Schulen, Vereine, Sportgruppen und die Öffentlichkeit müssen voraussichtlich bis zur Eröffnung des neuen Hallenbads nicht auf andere Standorte ausweichen.
Das alte Schwimmbad wurde 1967 als klassisches Zweckbad eröffnet. Nach fast sechs Jahrzehnten entspricht es in wesentlichen Bereichen nicht mehr dem Stand der Technik; zudem ist der Energieaufwand hoch. Wiederkehrende Havarien machten laut Quelle deutlich, dass ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nur noch mit erheblichem Aufwand möglich wäre.
Das alte Unterrather Hallenbad soll später abgerissen werden. Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek verbindet damit die Hoffnung auf ein Stadtteilzentrum, an dem alte und junge Menschen zusammenkommen und neue Nutzungen mit Mehrwert für den Stadtteil entstehen.
| Merkmal | Planung |
|---|---|
| Baustart | Freitag, 17. Juli |
| Geplante Fertigstellung | 2028 |
| Baukosten | 31,2 Millionen Euro |
| Schwimmerbecken | 25 Meter, fünf Bahnen |
| Sprunganlage | Ein- und Drei-Meter-Plattform |
| Rutsche | fünf Meter hoch |
| Photovoltaikmodule | 400 |
| Fläche der Photovoltaikmodule | rund 870 Quadratmeter |
| Eröffnung des alten Hallenbads | 1967 |
Infobox: Das neue Unterrather Hallenbad soll 2028 fertiggestellt werden und 31,2 Millionen Euro kosten. Geplant sind unter anderem ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden, ein Kleinkinderbecken und 400 Photovoltaikmodule.
Erling Haaland verbringt Luxusurlaub auf Sizilien
BILD berichtet über einen Urlaubsauftritt des norwegischen Fußballers Erling Haaland. Der norwegische WM-Held genießt demnach seinen Urlaub auf Sizilien und zeigt sich dabei mit seiner Freundin Isabel Haugseng Johansen.
Der Beitrag stellt den Luxusurlaub einem geplanten Fan-Treffen gegenüber. Weitere überprüfbare Angaben zum Ablauf des Treffens, zum Aufenthaltsort oder zu konkreten Ausgaben enthält der vorliegende Quellenauszug nicht.
Infobox: BILD berichtet über Haalands Urlaub auf Sizilien und seinen gemeinsamen Auftritt mit Isabel Haugseng Johansen.
Gericht erlaubt Punk-Protestcamp auf Sylt bis zum 16. August
Das Verwaltungsgericht Schleswig hat das Punk-Protestcamp auf Sylt genehmigt. Wie der Merkur berichtet, darf das mittlerweile fünfte Camp ab Montag, 20. Juli, auf der Tinnumer Festwiese stattfinden.
Der Kreis Nordfriesland hatte das Camp zuvor verboten. Das Gericht gab dem Eilantrag der Veranstaltergruppe „Aktion Sylt“ statt und kam nach vorläufiger Einschätzung zu dem Ergebnis, dass es sich entgegen der Auffassung des Kreises um eine Versammlung im Sinne des Versammlungsfreiheitsgesetzes handelt.
Das Camp sei auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichtet und damit versammlungsrechtlich geschützt. Der Widerspruch der Veranstalter gegen den ablehnenden Bescheid des Kreises hat aufschiebende Wirkung.
In der Praxis bedeutet das, dass das Camp bis zu einer endgültigen gerichtlichen Klärung als Versammlung behandelt werden muss. Es darf deshalb vom 20. Juli bis zum 16. August auf der Festwiese in Tinnum stattfinden.
Über den eigentlichen Widerspruch ist noch nicht entschieden. Der Kreis Nordfriesland kann gegen den Beschluss Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig einlegen. Die Kreisverwaltung kündigte an, sich zu der Entscheidung zu äußern.
Der Kreis hatte den Antrag der Veranstalter im Frühjahr abgelehnt. Nach seiner Argumentation stehe beim gemeinsamen Campen das Schlafen und die Versorgung im Vordergrund, nicht die politische Meinungskundgabe. Das mehrwöchige Zeltlager sei daher keine Versammlung zur gemeinsamen politischen Meinungsäußerung im Sinne des Versammlungsgesetzes.
Das Protestcamp hat inzwischen Tradition. Erstmals campierten im Sommer 2022, begünstigt durch das damalige 9-Euro-Ticket, rund 100 Punks aus ganz Deutschland zunächst vor dem Rathaus in Westerland. Seit 2023 findet das Camp auf der Festwiese im außerhalb gelegenen Tinnum statt.
Die Veranstalter kündigten insgesamt acht Demonstrationen unter verschiedenen Mottos sowie zwei täglich wiederkehrende Demonstrationen auf der Festwiese an. Nach der Gerichtsentscheidung riefen sie ihre Anhänger dazu auf, in diesem Jahr besonders zahlreich anzureisen.
Der weitere Verlauf hängt davon ab, ob der Kreis Nordfriesland Beschwerde einlegt und ob das Oberverwaltungsgericht die Entscheidung der ersten Instanz kippt oder bestätigt. Bis zu einer anderslautenden Entscheidung kann das Camp stattfinden.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Beginn des Camps | 20. Juli |
| Ende des Camps | 16. August |
| Ort | Tinnumer Festwiese |
| Auflage | fünfte |
| Erste Auflage | Sommer 2022 |
| Teilnehmerzahl bei der ersten Auflage | rund 100 Punks |
| Angekündigte Demonstrationen | acht |
| Täglich wiederkehrende Demonstrationen | zwei |
Infobox: Das Verwaltungsgericht Schleswig ordnete das Punk-Camp vorläufig als geschützte Versammlung ein. Damit darf es vom 20. Juli bis zum 16. August auf der Tinnumer Festwiese stattfinden, sofern eine Beschwerde des Kreises keine andere Entscheidung bewirkt.
Quellen:
- Luxus-Schmuck: Warum Diamanten jetzt die neuen It-Bags sind
- (S+) Warum tragen Fußballer jetzt ernstere Handtaschen als ihre Frauen?
- Ukraine-Oligarchen im Luxus-Exil: Die goldenen Zeiten des "Monaco-Bataillons" sind vorbei
- „Ein Schwimmbad ist kein entbehrlicher Luxus"
- Haaland mit Wow-Auftritt: Luxus-Urlaub statt Fan-Treffen
- „Sylt ist fällig“: Gericht erlaubt Punker-Camp auf Luxus-Insel – was Urlauber nun erwartet













