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    Reichtum im Vergleich: Vermögen, Zweitpässe und gesellschaftliche Maßstäbe

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    16.07.2026 25 mal gelesen 1 Kommentare

    Reichtum bleibt eine Frage des Maßstabs

    Wer als reich gilt, lässt sich nicht einheitlich bestimmen. Das Handelsblatt verweist darauf, dass manche Menschen eine feste Geldsumme wie 500.000 Euro oder eine Million Euro als Grenze betrachten, während andere den Anteil der Bevölkerung heranziehen, der als reich gilt. Letztlich sei Reichtum auch eine individuelle Definitionsfrage.

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    Auf Basis der Umfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“ der Deutschen Bundesbank hat das Handelsblatt einen Rechner entwickelt. Für die Erhebung wurden fast 4000 Haushalte befragt; zugleich wurde versucht, besonders reiche Haushalte zu erreichen. Der Rechner vergleicht das persönliche verfügbare Vermögen mit dem Bevölkerungsteil, den Nutzer selbst als reich definieren.

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    QuelleHandelsblatt
    GrundlageUmfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“
    Befragte Haushaltefast 4000
    Vergleichpersönliches verfügbares Vermögen mit dem selbst definierten reichen Bevölkerungsteil

    Zusammenfassung: Das Handelsblatt stellt Reichtum nicht als feststehende Größe dar, sondern als persönlichen und gesellschaftlichen Vergleich. Der entwickelte Rechner soll den individuellen Vermögensstand anhand dieser Definition einordnen.

    Franz von Assisi und die Ausstellung „Echte Armut – wahrer Reichtum“

    Die Tagespost berichtet über eine Sonderausstellung im Nordoratorium des Salzburger Domquartiers. Sie ist die einzige Sonderausstellung des Franziskus-Jahres im deutschsprachigen Raum und widmet sich dem Leben, dem Glauben und dem Wirken des heiligen Franziskus.

    Die Ausstellung wurde von Reinhard Gratz, dem Direktor des Dommuseums, gemeinsam mit Vertretern des Vereins Franziskanische Forschung aus Münster konzipiert. Zu sehen sind rund 100 Kunstwerke, Handschriften, Druckwerke und Alltagsgegenstände. Zahlreiche Leihgaben stammen aus franziskanischen Klöstern und veranschaulichen auch die Wirkung des heiligen Franziskus bis in die Gegenwart.

    • Ausstellungsort: Nordoratorium des Salzburger Domquartiers
    • Konzeption: Reinhard Gratz und Vertreter des Vereins Franziskanische Forschung
    • Exponate: rund 100 Kunstwerke, Handschriften, Druckwerke und Alltagsgegenstände
    • Inhaltlicher Schwerpunkt: Leben, Glaube und Wirken des heiligen Franziskus

    Infobox: Die Tagespost stellt Reichtum dem Ideal der Armut gegenüber. Im Mittelpunkt steht Franz von Assisi, dessen Leben der Quelle zufolge die Armut geadelt hat.

    US-Superreiche sichern sich zweite Staatsbürgerschaften

    Business Insider Deutschland berichtet von einem wachsenden Interesse superreicher US-Amerikaner an einer zweiten Staatsbürgerschaft oder einem Aufenthaltstitel im Ausland. Hintergrund ist unter anderem eine mögliche Vermögenssteuer in Kalifornien. Viele Betroffene planten jedoch nicht unbedingt eine tatsächliche Auswanderung, sondern betrachteten den Zweitpass als Absicherung und Möglichkeit zur Risikodiversifizierung.

    Kaliforniens Wähler stimmen im November über eine Maßnahme ab, die eine einmalige fünfprozentige Steuer auf das Vermögen der mehr als 200 Milliardäre des Bundesstaates vorsieht. Google-Mitgründer Sergey Brin und Larry Page hätten bereits Vermögenswerte aus Kalifornien verlagert. Andere wohlhabende Kalifornier seien in Bundesstaaten wie Florida gezogen, die keine Einkommensteuer erheben.

    Der scheidende Gouverneur Gavin Newsom lehnt die Maßnahme ab. Er argumentiert, Steuern auf extremen Reichtum ließen sich besser auf Bundesebene regeln, weil Milliardäre zwischen Bundesstaaten wechseln könnten. Ein von Senator Bernie Sanders und Abgeordnetem Ro Khanna vorgeschlagenes Bundesgesetz zur Milliardärssteuer dürfte laut Business Insider Deutschland in absehbarer Zeit jedoch kaum verabschiedet werden.

    Das Beratungsunternehmen Henley & Partners verzeichnete zwischen dem ersten Quartal 2024 und 2025 einen Anstieg der Anfragen von US-Bürgern um 183 Prozent. Berater der Superreichen beschreiben zweite oder dritte Pässe als eine Art Versicherung gegen mögliche Vermögenssteuern, politische Unsicherheit oder eine Verschlechterung der Bedingungen in den USA.

    „Es gibt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als null Prozent, dass ein Waldbrand zuschlägt. Würdet ihr da nicht ein bisschen Zeit, Mühe und Geld investieren, um eine Feuerversicherung und einen Fluchtplan zu haben, in der Hoffnung, sie nie zu brauchen?“

    David Lesperance, ein Anwalt für Steuer- und Staatsbürgerschaftsfragen, vergleicht die Vorbereitung auf mögliche Vermögenssteuern mit dem Schutz vor Waldbränden. Die Strategie bestehe demnach darin, eine Ausweichmöglichkeit vorzubereiten, selbst wenn sie später nicht genutzt werde.

    Abstammung und Investitionen als Wege zum Zweitpass

    Nach Darstellung von Business Insider Deutschland prüfen viele Kunden zunächst, ob sie eine Staatsbürgerschaft über ihre Abstammung erhalten können. Ein Amerikaner mit einer aus Irland eingewanderten Großmutter könne beispielsweise die irische Staatsbürgerschaft beantragen. Weltweit böten über 50 Länder eine Staatsbürgerschaft auf Grundlage der Abstammung an, darunter Griechenland, Polen, Italien und Deutschland.

    Der Vorteil einer durch Abstammung erworbenen Staatsbürgerschaft in einem EU-Land bestehe laut David Lesperance darin, in 27 verschiedenen Ländern leben zu können. Da solche Verfahren Jahre dauern können, würden einige Kunden zusätzlich schnellere Optionen verfolgen.

    Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte „goldene Pässe“ und „goldene Visa“. Bei der als „Investment Migration“ bezeichneten Praxis wird eine Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltstitel im Austausch für eine Investition gewährt. Die Investitionssumme und die Regeln unterscheiden sich je nach Zielland und reichen von wenigen Tausend bis zu mehreren Millionen Euro.

    OptionAngabe aus der Quelle
    Staatsbürgerschaft durch AbstammungÜber 50 Länder weltweit bieten diese Möglichkeit an
    EU-Staatsbürgerschaft durch AbstammungLeben in 27 verschiedenen Ländern möglich
    Investitions-Staatsbürgerschaften oder -VisaWeltweit jährlich mehr als 120.000
    Goldenes Visum in Neuseelandrund 2,6 Millionen Euro
    Karibische StaatsbürgerschaftenInvestitionen von bis zu 220.000 Euro

    Dominic Jones von Greener Pastures New Zealand sagt, weltweit würden jährlich mehr als 120.000 Investitions-Staatsbürgerschaften oder -Visa ausgestellt, mit steigender Tendenz. Seit Neuseeland im vergangenen Jahr die Regeln für sein goldenes Visum gelockert habe, sei ein deutlicher Anstieg der Anträge von US-Amerikanern verzeichnet worden.

    „Die Leute wollen sie aus ganz unterschiedlichen Gründen. Manche wollen ihr Vermögen schützen oder machen sich Sorgen um die politische Lage zu Hause.“

    Jones beschreibt die zweite Staatsbürgerschaft als Teil einer breiteren Vermögensstrategie. Viele Superreiche verwalteten bereits Vermögenswerte, Unternehmen und Investitionen über mehrere Rechtsräume hinweg. Ein weiterer Pass werde deshalb als zusätzliche Rückfalloption verstanden.

    „Sie managen ihre Investitionen und achten auf Dinge wie Risiko. Die Superreichen legen nicht alle ihre Äpfel in einen Korb.“

    Zusammenfassung: Der von Business Insider Deutschland beschriebene Trend steht im Zeichen der Absicherung. Zweitpässe werden nicht zwingend für eine sofortige Auswanderung beantragt, sondern als Möglichkeit, Vermögen, Aufenthaltsrechte und persönliche Optionen auf mehrere Länder zu verteilen.

    In Russland beginnt Reichtum laut Umfrage bei 393.300 Rubel

    russland.CAPITAL berichtet über eine Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Demnach beginnt Reichtum für die russische Bevölkerung durchschnittlich bei einem Monatseinkommen von 393.300 Rubel. Das entspricht derzeit etwa dem Vierfachen des russischen Durchschnittslohns.

    An der landesweiten Umfrage nahmen 1.600 volljährige Personen teil. Männer setzten die Grenze mit durchschnittlich 413.000 Rubel höher an als Frauen, die ein Einkommen von rund 374.000 Rubel als ausreichend für Reichtum betrachteten.

    GruppeReichtumsgrenze pro Monat
    Durchschnitt aller Befragten393.300 Rubel
    Männer413.000 Rubel
    Frauenrund 374.000 Rubel
    Jahrgänge 1982 bis 1991464.000 Rubel
    Jahrgänge 1992 bis 2000444.600 Rubel
    Moskau und St. Petersburg547.000 Rubel

    Besonders hoch liegt die wahrgenommene Reichtumsgrenze bei den sogenannten Millennials. Russen der Jahrgänge 1982 bis 1991 nannten 464.000 Rubel im Monat, bei den zwischen 1992 und 2000 Geborenen waren es 444.600 Rubel. Bewohner Moskaus und St. Petersburgs setzten die Grenze mit durchschnittlich 547.000 Rubel am höchsten an.

    Reichtumsgrenze liegt näher am Durchschnittslohn

    Im Jahr 2005 hatten die Befragten die Schwelle zum Reichtum noch bei 94.900 Rubel angesetzt. Nominal hat sich der erforderliche Betrag damit innerhalb von gut zwei Jahrzehnten mehr als vervierfacht. Wegen der zwischenzeitlichen Inflation sei der bloße Vergleich der Rubelbeträge jedoch nur begrenzt aussagekräftig.

    Wichtiger ist laut russland.CAPITAL das Verhältnis zum Durchschnittseinkommen. 2005 waren nach Angaben von WZIOM etwa elf Durchschnittsgehälter erforderlich, um als reich zu gelten. Heute sind es nur noch rund vier.

    JahrAngabe
    200594.900 Rubel als Reichtumsgrenze
    2005etwa elf Durchschnittsgehälter erforderlich
    Erstes Quartal 2026106.900 Rubel durchschnittlicher nominaler Monatslohn
    Gesamtes Jahr 2025101.700 Rubel durchschnittlicher nominaler Monatslohn
    Heuterund vier Durchschnittsgehälter erforderlich

    Die russische Statistikbehörde Rosstat bezifferte den durchschnittlichen nominalen Monatslohn im ersten Quartal 2026 auf 106.900 Rubel. Für das gesamte Jahr 2025 wurden durchschnittlich 101.700 Rubel angegeben. Die gesellschaftlich wahrgenommene Grenze zum Reichtum ist damit im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen deutlich gesunken.

    Das bedeute laut Quelle nicht automatisch, dass Wohlstand leichter erreichbar geworden sei. Durchschnittslöhne würden durch sehr hohe Einkommen nach oben gezogen, während sich Löhne und Lebenshaltungskosten zwischen Moskau, rohstoffreichen Regionen und der russischen Provinz erheblich unterschieden.

    Infobox: Die Zahl von 393.300 Rubel beschreibt vor allem eine gesellschaftliche Vorstellung davon, ab welchem Einkommen finanzielle Sorgen weitgehend verschwinden und ein überdurchschnittlicher Lebensstandard möglich wird. Sie stellt keine objektiv festgelegte ökonomische Grenze dar.

    Nur vier Prozent halten sich selbst für reich

    Trotz der rechnerisch gesunkenen Schwelle bezeichneten sich lediglich vier Prozent der Befragten selbst als reich. 2005 waren es mit drei Prozent nur geringfügig weniger.

    Am häufigsten sahen sich Angehörige der ältesten, bis einschließlich 1947 geborenen Generation als wohlhabend. In dieser Gruppe lag der Anteil bei neun Prozent. Als mögliche Erklärung nennt russland.CAPITAL unter anderem geringere materielle Erwartungen, vorhandenes Wohneigentum oder ein anderes Verständnis von Wohlstand.

    • Vier Prozent bezeichneten sich selbst als reich.
    • Neun Prozent der bis einschließlich 1947 Geborenen bezeichneten sich als wohlhabend.
    • 21 Prozent waren noch nicht reich, hielten das Ziel aber für erreichbar.
    • Bei jungen Menschen bis 25 Jahre waren 60 Prozent zuversichtlich, irgendwann wohlhabend zu werden.
    • 30 Prozent wollten gerne reich werden, zweifelten aber an der Erreichbarkeit.
    • Rund 40 Prozent sahen Reichtum nicht als persönliches Ziel.
    • Fünf Prozent konnten oder wollten die Frage nicht beantworten.

    Die Erwartungen unterscheiden sich auch im Vergleich zu einer SuperJob-Umfrage aus 2025. Dort lag die durchschnittliche Reichtumsgrenze bei 930.000 Rubel, während die subjektive Armutsgrenze mit 48.000 Rubel im Monat angegeben wurde.

    Auch Menschen aus den einkommensstärksten zehn Prozent empfänden sich häufig nicht als wohlhabend. Bei einem mittleren Einkommen von etwa 180.000 Rubel im Monat sähen viele den eigentlichen Reichtum erst bei rund 500.000 Rubel je Haushaltsmitglied.

    Zusammenfassung: Die WZIOM-Umfrage zeigt, dass Reichtum in Russland stark von Alter, Geschlecht, Wohnort und persönlichem Anspruch abhängt. Obwohl 393.300 Rubel ungefähr vier Durchschnittsgehältern entsprechen, hält sich nur eine kleine Minderheit selbst für reich.

    „The Shards“ verbindet Reichtum, Schönheit und Mord

    BlairWitch.de berichtet über die kommende Dramaserie „The Shards“ von Ryan Murphy. Die Serie basiert auf dem Bestseller des Schriftstellers Bret Easton Ellis und soll mit Slasher-Elementen eine Geschichte über privilegierte Jugendliche, Obsessionen und Gewalt erzählen.

    Der Start erfolgt am 06. August 2026 exklusiv auf Disney+. Zum Auftakt werden gleich zwei Episoden veröffentlicht. Der offizielle Trailer zur ersten Staffel teasert bereits zahlreiche Konflikte und Morde an.

    Die Handlung spielt im Los Angeles der 1980er-Jahre. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe privilegierter Senior-Highschool-Schüler einer Elite-Privatschule, die mit Identität, Sexualität, Eifersucht und Obsession konfrontiert wird. Unter der Oberfläche ihres Lebens voller Reichtum, Schönheit, Partys und Exzesse lauern laut BlairWitch.de die dunklen Abgründe der amerikanischen Jugend.

    Im Zentrum steht Bret, ein angehender Schriftsteller und scharfsinniger Teenager. Seine Realität gerät zunehmend ins Wanken, als der geheimnisvolle und charismatische neue Schüler Robert Mallory an die Schule kommt.

    Roberts Ankunft fällt zeitlich mit dem wachsenden Terror des „Trawlers“ zusammen. Der Serienmörder nimmt in der Stadt gezielt Jugendliche ins Visier. Bret wird dabei von seinem exklusiven Freundeskreis begleitet, zu dem Susan Reynolds, Debbie Schaffer und Thom Wright gehören.

    SerieThe Shards
    ShowrunnerRyan Murphy
    VorlageBestseller von Bret Easton Ellis
    Start06. August 2026
    StreamingdienstDisney+
    Veröffentlichung zum Auftaktzwei Episoden gleichzeitig
    Schauplatz und ZeitLos Angeles der 1980er-Jahre

    Dem glamourösen Freundeskreis steht eine zynische Erwachsenenwelt gegenüber, die durch Terry Schaffer, Liz Schaffer und Steven Reinhardt vertreten wird. BlairWitch.de beschreibt die Serie damit als Verbindung aus Jugenddrama, gesellschaftlichem Privileg und mörderischer Bedrohung.

    Infobox: „The Shards“ startet am 06. August 2026 auf Disney+. Die Serie führt in das Los Angeles der 1980er-Jahre und verbindet ein Leben voller Reichtum und Exzesse mit Identitätskonflikten, Obsession und einem Serienmörder.

    Quellen:

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    Spannend finde ich vor allem den Punkt mit dem Zweitpass als Versicherung – wer mehrere Millionen hat, kann sich solche Optionen natürlich leichter offenhalten, aber beim Thema Reichtum sollte man vielleicht auch mal darüber reden, was gesellschaftlich zurückgegeben wird.

    Zusammenfassung des Artikels

    Reichtum wird individuell und gesellschaftlich unterschiedlich definiert, während Superreiche Zweitpässe zur Absicherung nutzen und Russlands Reichtumsgrenze bei 393.300 Rubel liegt.

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