Inhaltsverzeichnis:
Luxus zwischen Elektroantrieb, Nutzfahrzeug und Hotelbetrieb
Zeekr 9X zielt auf Rolls-Royce und Bentley
Der chinesische Hersteller Zeekr will mit dem 9X in die Luxusklasse vorstoßen. Wie BILD berichtet, soll das 897-PS-Hybrid-SUV Käufer von Rolls-Royce, Bentley und Range Rover ansprechen; AUTO BILD konnte bereits in dem 119.500 Euro teuren Fahrzeug Platz nehmen.
Der 9X ist 5,24 Meter lang, bietet sechs Sitzplätze auf drei Reihen und wiegt fast drei Tonnen. Der Plug-in-Hybrid kombiniert einen Zweiliter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren an der Hinterachse und erreicht eine Systemleistung von 897 PS sowie 935 Nm Drehmoment. Der Sprint auf Tempo 100 soll in 4,1 Sekunden gelingen.
Im Innenraum setzt Zeekr auf gebürstetes Aluminium, echtes Holz, Nappaleder und drei Displays. Die vier Türen öffnen elektrisch, während der Dreh-Drückschalter für die Musikanlage aus K9-Kristallglas gefertigt ist.
Besonders luxuriös fällt die zweite Sitzreihe aus. Elektrisch verstellbare Liegesessel verfügen über Massage, Belüftung und ausklappbare Beinstützen; der rechte Rücksitz kann zum Ruhe- oder Schlafplatz werden. Ein ausklappbarer Tisch, ein Naim-Soundsystem mit 32 Lautsprechern und 3868 Watt Leistung sowie ein elektrisch herunterfahrbarer 17-Zoll-OLED-Bildschirm ergänzen die Ausstattung.
Die 55-kWh-Batterie ermöglicht nach Herstellerangaben bis zu 179 Kilometer elektrische Reichweite. Die 900-Volt-Technik soll Ladeleistungen von bis zu 330 kW ermöglichen; von 10 auf 80 Prozent soll der Akku in 9,5 Minuten geladen werden. Mit vollem Akku und 50-Liter-Tank nennt Zeekr eine Gesamtreichweite von 737 Kilometern.
In Deutschland startet der Zeekr 9X Ultra AWD bei 119.500 Euro. Die Black-Line-Version kostet 126.500 Euro. Bestellbar ist das SUV ab Dezember 2026, die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Zeekr verspricht nach eigenen Angaben zehn Jahre Garantie bis maximal 200.000 Kilometer.
„Rolls-Royce und Bentley bekommen Konkurrenz aus China!“ – AUTO BILD
Infobox: Der Zeekr 9X verbindet 897 PS, sechs Sitzplätze, 179 Kilometer elektrische Reichweite und Luxusausstattung. Die Preise beginnen bei 119.500 Euro.
Unimog-Jubiläum: Mercedes prüft Luxusversion in Kleinserie
Der Unimog feiert sein 80-jähriges Bestehen. T-Online berichtet, dass Daimler zum Jubiläum eine Luxusversion entwickelt hat, die 300 PS, Ledersitze und Kameras statt Außenspiegel mit Stollenreifen und Portalachsen verbindet.
Das Fahrzeug wurde ursprünglich 1945 vom ehemaligen Daimler-Benz-Ingenieur Albert Friedrich als Arbeits- und Transportfahrzeug für die Landwirtschaft entworfen. Gemeinsam mit Heinrich Rößler entstand ein Prototyp, der bereits 1946 im Umland von Schwäbisch Gmünd eingesetzt wurde. Die Spurweite von knapp 1,30 Metern war darauf ausgelegt, zwischen zwei Kartoffelreihen zu fahren.
Das erste Serienexemplar wurde 1949 von Boehringer in Göppingen ausgeliefert. 1950 übernahm Daimler-Benz die Produktion, seit 2002 wird der Unimog im Lkw-Werk Wörth gebaut. Bis heute entstanden mehr als 375.000 Exemplare.
Der Unimog wird heute unter anderem im Straßenbetrieb, in der Forstwirtschaft und bei Feuerwehren eingesetzt. Er räumt Schnee, mäht Straßenränder, rangiert Güterwagen und bringt Einsatzkräfte in Krisengebiete. Moderne Varianten verfügen über Portalachsen, Differenzialsperren und eine Reifendruckregelanlage; sie können Steigungen von bis zu 45 Grad bewältigen und bis zu 1,20 Meter tiefes Wasser durchfahren.
Das Jubiläumsmodell ist laut Hersteller der bislang stärkste hoch geländegängige Unimog. Angetrieben wird es von einem Sechszylinder-Diesel mit 7,7 Litern Hubraum und 300 PS. Kameras und Monitore ersetzen die Außenspiegel, in der Doppelkabine finden bis zu vier Personen Platz. Zur Ausstattung gehören Leder, ergonomische Sitze mit farbigen Steppnähten und dezente LED-Beleuchtung.
Der Unimog verfügt außerdem über zuschaltbaren Allradantrieb, Längs- und Differenzialsperren an beiden Achsen sowie eine 16-Gang-Automatik. Nach Werksangaben sind bis zu 110 km/h möglich, die Geschwindigkeit ist jedoch auf 89 km/h begrenzt.
Daimler Truck testet das Fahrzeug im Praxiseinsatz bei ausgewählten Kunden. Wegen des großen Interesses prüft der Konzern eine Kleinserie. Exklusive Umbauten kosten laut T-Online eine halbe Million Euro und mehr auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
Infobox: Das Jubiläumsmodell kombiniert 300 PS, Luxusausstattung und extreme Geländefähigkeit. Daimler Truck prüft wegen des großen Interesses eine Kleinserienproduktion.
Porsche meldet weiteren Absatzrückgang
Die WirtschaftsWoche berichtet über einen erneuten Absatzrückgang bei Porsche. In den ersten neun Monaten verkaufte die VW-Tochter weltweit 178.532 Fahrzeuge, 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Besonders stark ging der Absatz in China zurück. Dort lieferte Porsche 21.493 Fahrzeuge aus, was einem Minus von 33 Prozent entspricht. Als Grund für die Kaufzurückhaltung nennt die WirtschaftsWoche unter anderem die Immobilienkrise in China, durch die das Geld bei wohlhabenden Chinesen nicht mehr so locker sitze.
In Nordamerika sank der Absatz um 13 Prozent auf 56.088 Fahrzeuge. In Europa gingen die Auslieferungen um 11 Prozent auf 44.949 Sport- und Geländewagen zurück. Für Deutschland weist Porsche ein Minus von 7 Prozent auf 20.954 Autos aus.
| Region oder Modell | Auslieferungen | Entwicklung |
|---|---|---|
| Weltweit | 178.532 | 16 Prozent Rückgang |
| China | 21.493 | 33 Prozent Rückgang |
| Nordamerika | 56.088 | 13 Prozent Rückgang |
| Europa | 44.949 | 11 Prozent Rückgang |
| Deutschland | 20.954 | 7 Prozent Rückgang |
| Cayenne | 59.586 | 2 Prozent Rückgang |
| 911 | 42.217 | 12 Prozent Zuwachs |
| Macan | 51.025 | 21 Prozent Rückgang |
Der Cayenne blieb mit 59.586 Fahrzeugen die meistverkaufte Modellreihe, obwohl sein Absatz um 2 Prozent sank. Die vollelektrische Variante kam seit ihrem Marktstart im Sommer auf 7.002 Fahrzeuge.
Der 911 entwickelte sich gegen den allgemeinen Trend und legte um 12 Prozent auf 42.217 Autos zu. Beim Macan wurden 51.025 Fahrzeuge ausgeliefert, darunter 23.029 Elektrovarianten und 27.996 Modelle mit Verbrennungsmotor. Das Verbrennermodell läuft seit Sommer 2026 nicht mehr vom Band.
Der neue Porsche-Chef Michael Leiters baut das Unternehmen mit dem Plan „Sportwagenschmiede '35“ um. Vorgesehen sind mehr Exklusivität, neue Modelle und höhere Erträge, zugleich aber Einschnitte bei Kosten, Organisation und Belegschaft. Die Gewinnschwelle soll künftig bei weniger als 200.000 verkauften Fahrzeugen liegen; in der Porsche-Heimat fallen insgesamt rund 9.000 Stellen weg.
Infobox: Porsche verkaufte weltweit 178.532 Fahrzeuge und damit 16 Prozent weniger. Zuwächse verzeichnete lediglich der 911 mit 42.217 Auslieferungen.
WELT kommentiert Luxus und politische Symbolik
WELT beschäftigt sich in einem Meinungsbeitrag mit dem Spannungsverhältnis zwischen Luxus und linker Kapitalismuskritik. Der Artikel verweist auf die Begriffe „gauche caviar“, „champagne socialist“, „limousine liberal“ sowie „Salonkommunisten“ und beschreibt Luxus als politisch aufgeladenes Statussymbol.
Als Beispiele nennt der Beitrag einen mutmaßlichen Cartier-Armreif der Linken-Abgeordneten Cansın Köktürk, der im Original 8000 Euro kostet, ein goldenes Mietendeckel-Kettchen von Elif Eralp sowie einen Audi A8 von Reichinnek. Außerdem wird eine Halskette erwähnt, die laut WELT verdächtig nach Tiffany und rund 2000 Euro aussehe.
Die Kritik des Artikels richtet sich nicht grundsätzlich gegen Luxus. Problematisch werde er demnach dann, wenn politisch der Wohlstand anderer kritisiert und der eigene Wohlstand als selbstverständlich behandelt werde. In der Politik hätten Statussymbole unabhängig vom jeweiligen Träger eine Botschaft.
Der Beitrag beschreibt außerdem einen neuen Typus von Lifestyle-Linken, der Kapitalismuskritik mit einem privilegierten Lebensstil verbinde. Genannt werden unter anderem urbane und gutbürgerlich geprägte Frauen, die mit dem Wohlstand ihrer Eltern aufgewachsen seien und politische Haltung vor allem moralisch und über soziale Medien ausdrückten.
WELT führt als weitere Beispiele Designerschmuck, Nail-Art, Diamanten und eine Designerhandtasche an. Für Nail-Art aus dem Studio würden im Jahr rund 1600 Euro ausgegeben. Der Text stellt diese Konsumentscheidungen dem politischen Anspruch auf Gleichheit und Umverteilung gegenüber.
Infobox: Der WELT-Meinungsbeitrag thematisiert Luxus als politisches Symbol und kritisiert die aus seiner Sicht widersprüchliche Verbindung von Kapitalismuskritik und privilegiertem Lebensstil.
Xpeng G9L: Luxus-SUV soll nach Europa kommen
Electrive.net berichtet über die erste Sitzprobe im Xpeng G9L. Das Elektro-SUV ist der größere Bruder des G9, wird bereits in China verkauft und soll bald nach Europa kommen. Xpeng stellt das Fahrzeug auf dem Pariser Autosalon vor und will dort auch alle Details veröffentlichen.
Der G9L ist 23 Zentimeter länger als der G9; davon entfallen 12 Zentimeter auf den Radstand. In der Höhe wächst das Fahrzeug um 10 Zentimeter. Damit ist der Xpeng G9L 5,12 Meter lang, rund 1,78 Meter hoch und rund 2 Meter breit, jeweils ohne Außenspiegel.
Ein elektrisch ausfahrender Schiebetritt erleichtert den Einstieg. Auch die Türen öffnen elektrisch und lassen sich fernsteuern. Eine behutsame Neugestaltung der Lichter und des Kühlergrills soll das Erscheinungsbild auffrischen. Das „L“ stehe laut Xpeng nicht für „Langversion“, sondern für „Luxus“.
In der zweiten Sitzreihe ersetzen zwei Einzelsitze die Sitzbank. Sie bieten Sitzheizung, Sitzlüftung und Massagefunktion. Ein Thermofach kann Erfrischungen oder warme Mahlzeiten warmhalten, kühlen oder gefrieren. Zusätzlich gibt es einen absenkbaren Fernseher sowie elektrisch bedienbare Jalousien.
In Europa soll der G9L als 6-Sitzer und 7-Sitzer angeboten werden. Exklusiv für England ist außerdem ein Fünfsitzer vorgesehen. Bei Nutzung aller Sitzplätze schrumpft der Kofferraum auf 367 Liter; bei umgeklappter dritter Sitzreihe steigt das Gepäckvolumen auf 1.330 Liter beim 6-Sitzer beziehungsweise 935 Liter beim 7-Sitzer. Im Frunk stehen weitere 65 Liter zur Verfügung.
Der G9L darf Anhänger bis zu zwei Tonnen ziehen. Die Anhängerkupplung fährt elektrisch aus. Beim Laden erreicht das Fahrzeug eine DC-Spitzenleistung von 540 kW; der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll weniger als 12 Minuten dauern. Ein 22-kW-AC-Lader gehört zur Serienausstattung.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Länge | 5,12 Meter |
| Batterie | 110 kWh brutto |
| DC-Spitzenleistung | 540 kW |
| Heckantrieb | 270 kW |
| Allradantrieb | 430 kW |
| Reichweite Heckantrieb | 591 km WLTP |
| Anhängelast | zwei Tonnen |
Die heckgetriebene Basisversion leistet 270 kW und beschleunigt in sieben Sekunden auf 100 km/h. Der 430 kW starke Allradler benötigt dafür gut drei Sekunden weniger. Die Reichweite des Hecktrieblers beträgt 591 km WLTP und liegt damit 38 Kilometer über der Allradversion.
Preise für den G9L nennt Xpeng noch nicht. Der 6-Sitzer wird in Europa ausschließlich als Performance Allrad angeboten, während beim 7-Sitzer zwischen Long Range und Performance gewählt werden kann. Der kurze G9 kostet 59.600 Euro, die Performance-Variante 72.600 Euro.
Infobox: Der Xpeng G9L ist 5,12 Meter lang, bietet bis zu sieben Sitzplätze und lädt mit bis zu 540 kW. Preise für die Luxusversion sind noch offen.
Klosterpforte übernimmt Traditionshotel in Oelde-Lette
Die Neue Westfälische berichtet, dass das Luxus-Hotel Klosterpforte in Marienfeld das Hotel Westermann im Oelder Ortsteil Lette übernimmt. Geplant ist eine behutsame Weiterentwicklung des Hauses, das seinen eigenen Charakter behalten und sich eigenständig entwickeln soll.
Mit der Übernahme will die Klosterpforte Synergie-Effekte nutzen. Der Hotelbetrieb soll im November beginnen. Gleichzeitig werden noch Mitarbeiter gesucht.
Infobox: Die Klosterpforte erweitert ihr Angebot um das traditionsreiche Hotel Westermann in Oelde-Lette. Der Hotelbetrieb soll im November starten.
Quellen:
- Neues Luxus-SUV Zeekr 9X: Kann China auch Rolls-Royce?
- Mercedes schuf ein Luxus-Monster: Stuttgart feiert 80 Jahre Unimog
- Geringes Interesse an Luxus: Kein Ende der Talfahrt: Porsche verkauft weniger Autos
- Luxus-Linke: Prinzess*innen auf der Erbse
- „L“ wie „Luxus“: Erste Sitzprobe im Xpeng G9L
- Luxus-Hotel Klosterpforte in Marienfeld übernimmt Traditionsgasthaus - das ist geplant














