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    Reichtum 2026: Zwischen Unternehmertum, Machtkontrolle und Luxusleben

    KI-generiert
    10.10.2026 89 mal gelesen 4 Kommentare

    Reichtum zwischen Unternehmertum und Machtkontrolle

    Vietnam.vn beleuchtet die Grenze zwischen legitimer Vermögensbildung und Machtmissbrauch. Im Mittelpunkt steht ein Interview mit Dr. Nguyen Quoc Viet, einem Experten für öffentliche Politik an der Nationalen Universität Vietnam in Hanoi und Mitglied der Vietnam Economic Science Association.

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    Ausgangspunkt ist der Denkanstoß des Vierten Plenums des 14. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Vietnams, die Beteiligung von Parteimitgliedern an Investitionen und Unternehmen stärker zu fördern und zu erleichtern. Laut Dr. Nguyen Quoc Viet widerlegt diese Politik überholte Vorurteile, wonach Parteimitglieder nicht reich werden dürften, und mobilisiert intellektuelle Ressourcen, Managementkompetenzen sowie den Mut, innerhalb der Organisation zu denken und zu handeln.

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    Parteimitglieder, die unternehmerisch tätig werden, sollen nach Darstellung des Experten Arbeitsplätze schaffen, zum Staatshaushalt beitragen und sich in die nationale Lieferkette einbringen. Der Status als „Parteimitglied-Unternehmer“ stelle jedoch höhere Anforderungen: Erfolg müsse auf Kernkompetenzen, Technologie und tatsächlichen Managementfähigkeiten beruhen, nicht auf versteckten Privilegien.

    Als entscheidende Grenze nennt Dr. Nguyen Quoc Viet Transparenz und die Gleichheit vor dem Gesetz. Der Missbrauch von Prestige, Positionen oder Beziehungen, um Vorteile bei öffentlichen Projekten oder Landvergaben zu erhalten oder Monopole aufzubauen, wird als zentrales Risiko beschrieben. Gewinne, die durch die Manipulation von Richtlinien oder den Missbrauch öffentlicher Macht entstehen, seien keine legitime wirtschaftliche Tätigkeit, sondern Machtmissbrauch und Bereicherung durch Gruppen.

    Für ein faires Geschäftsumfeld fordert der Experte offene und transparente Entscheidungsprozesse. Der Mechanismus zur Kontrolle von Vermögen und Einkommen müsse konsequent angewendet werden; außerdem seien Transparenz bei Ausschreibungen, Landzuweisungen und Projektgenehmigungen erforderlich.

    Als weitere Kontrollinstanzen nennt der Beitrag die Vaterländische Front, die Presse und die direkt in Unternehmen Beschäftigten. Ein rechtsstaatliches Geschäftsumfeld, in dem Unternehmen auf Grundlage ihrer Kernkompetenzen konkurrieren, solle seriöse Geschäftsleute schützen und zugleich diejenigen herausfiltern, die Unternehmen zur Marktmanipulation missbrauchen wollen.

    „Legitime Vermögensbildung muss durch harte Arbeit, Intelligenz und fairen Wettbewerb definiert werden.“

    Infobox: Vietnam.vn stellt legitimen Wohlstand als zulässiges Entwicklungsziel dar, verbindet ihn jedoch mit Transparenz, Gleichheit vor dem Gesetz, Vermögenskontrolle und der Vermeidung von Vorteilen durch öffentliche Macht.

    Die zehn reichsten Deutschen 2026

    Business Insider Deutschland berichtet über die neue Liste der 500 reichsten Deutschen, die das „Manager Magazin“ veröffentlicht hat. Die Liste zählt 257 Milliardäre und wird laut dem Bericht von Familienvermögen dominiert.

    Die zehn reichsten Einzelpersonen kommen zusammen auf rund 117 Milliarden Euro. Mehr als zwei Drittel dieses Vermögens entfallen auf Dieter Schwarz und Andreas von Bechtolsheim. Die Vermögensangaben sind laut dem Bericht Schätzungen und beruhen auf Recherchen in Archiven und Registern sowie auf Auskünften von Vermögensverwaltern, Anwälten, Bankern und Vertretern der Gelisteten.

    In die Schätzungen fließen unter anderem Firmenbeteiligungen, Immobilien, Aktien und Kunst ein. Die Rangfolge zeigt eine große Bandbreite an Geschäftsmodellen – vom Lebensmittelhandel und Pharmageschäft über Netzwerktechnik und E-Commerce bis hin zu Getränken, Mobilfunk und Immobilien.

    RangNameVermögenGesamtrangVeränderung
    1Dieter Schwarz53,7 Milliarden EuroNummer 2Plus von 7,2 Milliarden Euro seit 2025
    2Andreas von Bechtolsheim27,7 Milliarden EuroPlatz 6Plus von 9,5 Milliarden Euro
    3Wolfgang Marguerre6,5 Milliarden EuroPlatz 34Plus von 0,7 Milliarden
    4Tobias Lütke6,3 Milliarden EuroPlatz 35Plus von 1,1 Milliarden
    5Friedhelm Loh5,7 Milliarden EuroPlatz 37Plus von 0,2 Milliarden
    6Erich Wesjohann5,1 Milliarden EuroPlatz 43Plus von 1,4 Milliarden
    7Hans-Peter Wild3,5 Milliarden EuroPlatz 73Plus von 0,2 Milliarden
    8Ralph Dommermuth3,2 Milliarden EuroPlatz 82unverändert
    9Ernst Freiberger2,8 Milliarden EuroPlatz 95Sank um 0,3 Milliarden
    10Heidemarie Engelhorn2,5 Milliarden EuroPlatz 108unverändert

    Dieter Schwarz führt die Aufstellung der Einzelpersonen mit 53,7 Milliarden Euro an. Grundlage seines Vermögens ist die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm mit Lidl, Kaufland, PreZero und Schwarz Digits. Nach eigenen Angaben verfügt die Schwarz-Gruppe über 14.500 Filialen und rund 604.000 Mitarbeiter.

    Schwarz übernahm 1977 nach dem Tod seines Vaters die Firma und entwickelte Lidl zu einem großen Discounter. Seine Anteile liegen bei der 1999 gegründeten, gemeinnützigen Dieter-Schwarz-Stiftung, die Bildung und Wissenschaft fördert, unter anderem mit dem Bildungscampus in Heilbronn.

    Andreas von Bechtolsheim folgt mit 27,7 Milliarden Euro. Sein Vermögen basiert auf dem US-Netzwerkausrüster Arista Networks; außerdem war er an Sun Microsystems beteiligt. 1982 gehörte er zu den vier Gründern von Sun Microsystems, 1998 war er einer der ersten Investoren bei Google und 2004 gründete er Arista mit.

    Im Jahr 2024 legte von Bechtolsheim Insiderhandelsvorwürfe der US-Börsenaufsicht SEC mit einem Vergleich bei, ohne sie einzuräumen. Bis 2029 darf er keine Führungsposten in börsennotierten Unternehmen übernehmen.

    Wolfgang Marguerre verfügt laut der Liste über 6,5 Milliarden Euro. Grundlage ist der Schweizer Pharmakonzern Octapharma, den er 1983 gründete. Octapharma zählt heute zu den weltgrößten Herstellern von Arzneimitteln aus menschlichem Blutplasma.

    Tobias Lütke kommt auf 6,3 Milliarden Euro. Sein Vermögen beruht auf seiner Beteiligung am kanadischen E-Commerce-Konzern Shopify. Lütke gründete das Unternehmen im September 2004 mit Partnern in Ottawa; zunächst verkauften sie Snowboards online, ab 2006 boten sie die Software unter dem Namen Shopify auch anderen Händlern an. Shopify ging 2015 an die Börse.

    Friedhelm Loh wird ein Vermögen von 5,7 Milliarden Euro zugerechnet. Es basiert auf der Friedhelm Loh Group in Haiger, deren Kern der Schaltschrankhersteller Rittal in Herborn ist. Rund 160 Fahrzeuge aus seiner Oldtimersammlung werden im Nationalen Automuseum The Loh Collection in Dietzhölztal-Ewersbach gezeigt.

    Erich Wesjohann folgt mit 5,1 Milliarden Euro. Grundlage ist die EW Group im niedersächsischen Visbek, die laut Bericht weltweit größte Unternehmen für Geflügelzucht. 1998 teilten Wesjohann und sein Bruder Paul-Heinz das Familienunternehmen auf; daraus entstanden die EW Group und die PHW-Gruppe, zu der die Marke Wiesenhof gehört.

    Hans-Peter Wild besitzt laut der Schätzung 3,5 Milliarden Euro. Sein Vermögen beruht auf dem Getränkehersteller Capri-Sun. Wild stieg Anfang der 1970er-Jahre in das von seinem Vater Rudolf Wild gegründete Unternehmen ein und holte 1979 Muhammad Ali als Werbegesicht für Capri-Sonne. Ende September 2026 entließ Capri-Sun den Firmenchef Roland Weening; seitdem führt der 85-jährige Wild das Geschäft wieder selbst.

    Ralph Dommermuth kommt unverändert auf 3,2 Milliarden Euro. Sein Vermögen steckt vor allem im Internet- und Mobilfunkkonzern United Internet aus Montabaur; außerdem ist er mit fünf Prozent an Borussia Dortmund beteiligt. Dommermuth gründete 1988 die Firma, aus der United Internet hervorging.

    Ernst Freiberger verfügt über 2,8 Milliarden Euro. Er bündelt seine Geschäfte in der Freiberger Holding im oberbayerischen Amerang und investiert in Immobilien, Kliniken, Hotels und Oldtimer. Bekannt wurde er als „Pizza-König“: 1976 kaufte er in Berlin die insolvenzreife „Versandbäckerei“ und entwickelte sie zum größten Hersteller von Tiefkühlpizza in Europa. 1998 verkaufte er das Unternehmen an den Südzucker-Konzern.

    Heidemarie Engelhorn wird mit 2,5 Milliarden Euro auf Platz 108 der Gesamtliste geführt. Das Vermögen geht auf den Pharmakonzern Boehringer Mannheim zurück, an dessen Holding Corange ihr verstorbener Mann beteiligt war und an deren Spitze er stand. Curt Engelhorn verkaufte Corange 1997 für rund elf Milliarden Dollar an Roche.

    Den zehnten Platz teilt sich Engelhorn mit Klaus-Peter Schulenberg und Torsten Toeller, die ebenfalls auf geschätzte 2,5 Milliarden Euro kommen. Schulenberg ist Gründer und Chef des Ticketvermarkters CTS Eventim; sein Vermögen sank um 1,1 Milliarden. Toeller ist Gründer und Inhaber der Tierbedarfskette Fressnapf; sein Vermögen legte um 0,3 Milliarden zu.

    Infobox: Business Insider Deutschland nennt 257 Milliardäre in Deutschland. Die zehn reichsten Einzelpersonen besitzen zusammen rund 117 Milliarden Euro; an der Spitze stehen Dieter Schwarz mit 53,7 Milliarden Euro und Andreas von Bechtolsheim mit 27,7 Milliarden Euro.

    Huyen Baby: Luxusleben zwischen Showbusiness und Unternehmertum

    Vietnam.vn berichtet über Huyen Baby, bürgerlich Dang Ngoc Huyen, die 1989 geboren wurde und als ehemalige Schönheit aus Hanoi sowie Geschäftsfrau bekannt ist. Bei der Premiere des Films „Almost Perfect Murder“ am Abend des 8. Oktober in Ho-Chi-Minh-Stadt trat sie gemeinsam mit ihrer engen Freundin Hanh Sino auf.

    Der Bericht beschreibt Huyen Babys Erscheinung als jugendlich und glamourös. Sie trug ein figurbetontes und elegantes Outfit; dezentes Make-up und langes, glattes Haar wurden als prägende Elemente ihres Auftritts genannt. Trotz ihres Alters von 37 Jahren und ihrer Rolle als Mutter zweier Kinder werde sie weiterhin mit einer jugendlichen Ausstrahlung in Verbindung gebracht.

    Huyen Baby lebt laut Vietnam.vn mit ihrer Familie in einer Villa im Wert von über 100 Milliarden VND mitten in Ho-Chi-Minh-Stadt. Das Haus verfügt über eine Fläche von 1.000 Quadratmetern und ist im europäischen Königsstil gestaltet, überwiegend in Weiß.

    Zur Ausstattung gehören laut dem Bericht ein Fitnessstudio, ein Bankettsaal und ein Zimmer mit kostbaren Designerstücken. Auch bei den Fahrzeugen setzt die Unternehmerin auf Luxus: Sie gehörte zu den ersten Vietnamesinnen, die einen Bentley Continental GT besaßen, der zum Zeitpunkt des Kaufs über 20 Milliarden VND wert war.

    Bei Veranstaltungen und beim Einkaufen wird Huyen Baby dem Beitrag zufolge von einem privaten Chauffeur in ihrem Luxuswagen gefahren. Neben ihrer öffentlichen Präsenz leitet sie eine Kette von Kosmetik- und Schönheitssalons, wird weiterhin zu Veranstaltungen eingeladen und tritt im Fernsehen auf.

    Der Artikel hebt außerdem ihr Familien- und Reiseleben hervor. Huyen Baby reise regelmäßig luxuriös um die Welt; bei einem Aufenthalt spielten sie und ihr Mann Golf im Wynn Resort & Casino in Las Vegas. Ihr Ehemann begleite sie bei Urlauben, trete jedoch selten öffentlich auf.

    Eine weitere zentrale Beziehung ist die Freundschaft mit der Geschäftsfrau Tra My Pham. Beide verbindet laut Bericht eine 20-jährige Freundschaft. Gemeinsam bauten sie eine Villa für ihren Ruhestand, ein Vorhaben, das sie bereits seit ihrer Schulzeit geplant hatten.

    Die Villa befindet sich in Da Lat und ist im europäischen Stil gestaltet. Das Haus ist laut dem Bericht äußerst geräumig und verfügt neben einem großen Garten über viel Platz; Huyen Baby veröffentlichte jedoch keine Details zur Inneneinrichtung.

    Infobox: Huyen Baby ist 37 Jahre alt, wurde 1989 geboren und ist Mutter zweier Kinder. Ihre Familie lebt in einer 1.000 Quadratmeter großen Villa im Wert von über 100 Milliarden VND; ein Bentley Continental GT war zum Zeitpunkt des Kaufs über 20 Milliarden VND wert.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Ich finde den Artikel irgendwie interessant aber auch ziemlich durcheinander, weil Vietnam, deutsche Milliardäre und dann noch Luxusvilla alles in einen Topf geworfen wird. Bei dem ersten Teil mit Parteimitgliedern als Unternehmer ist für mich der wichtigste Punkt wirklich nicht ob jemand reich sein darf, sondern woher das Geld genau kommt. Wenn alle Regeln offen sind und jeder die gleichen Chancen hatt, ist Unternehmertum ja erstmal nichts schlechtes. Aber „Transparenz“ klingt oft super auf Papier und in der Praxis weis dann trotzdem keiner wer welche Aufträge bekommen hatt und warum.

    Gerade bei Landvergaben und öffentlichen Projekten müsste man viel genauer sehen können, welche Firmen beteiligt sind und ob da Verwandschaft oder alte Bekanntschaften mit reinspielen. Sonst kann man noch so oft sagen, es sei fairer Wettbewerb, wenn kleine Firmen gegen Beziehungen sowieso keine Chance haben. Die Vaterländische Front und die Presse werden als Kontrolle genannt, aber auch die brauchen wohl genug Freiheit und Informationen, sonst kontrolliert am Ende keiner wirklich was. Das ist eigentlich der spannendste Teil vom Artikel, wird aber leider eher kurz abgehandelt.

    Die Liste der reichsten Deutschen zeigt dann ganz gut, dass Vermögen meistens nicht einfach auf dem Konto liegt, sondern in Firmen, Aktien, Immobilien und sonst was steckt. Bei 53,7 Milliarden für Schwarz kann man sich diese Summe schon fast garnicht mehr vorstellen. Ich frage mich da immer, wie genau solche Schätzungen eigentlich sind, weil bei privaten Firmen doch keiner den Tresor aufmacht und alles vorzeigt. Trotzdem sind die Veränderungen von mehreren Milliarden in einem Jahr schon verrückt, während normale Leute bei jeder Stromrechnung überlegen müssen.

    Bei Dieter Schwarz finde ich die Stiftung und Bildungsförderung grundsätzlich positiv, obwohl man natürlich auch fragen kann, wieviel Einfluss so ein riesiges Vermögen trotz Stiftung weiterhin ermöglicht. Das ist kein Vorwurf direkt, aber Reichtum ist eben nicht nur Luxus, sondern auch Macht und Zugang zu Entscheidungen. Bei Bechtolsheim ist der Abschnitt mit dem SEC Vergleich auch wichtig, weil in solchen Ranglisten sonst schnell der Eindruck entsteht, Erfolg wäre immer eine ganz glatte Geschichte ohne Streit oder Probleme. Ein Vergleich ohne Schuldeingeständnis ist rechtlich halt nicht automatisch das selbe wie unschuldig, aber auch nicht automatisch schuldig, irgendwie bleibt das für Leser schwer einzuordnen.

    Bei den Unternehmergeschichten sieht man außerdem wie verschieden Reichtum entstehen kann. Shopify mit Snowboards angefangen, das klingt fast wie eine typische kleine Idee die plötzlich riesig wird. Und dann gibt es Firmen wie Getränke, Geflügelzucht oder Tiefkühlpizza, also Bereiche die total alltäglich sind, aber dahinter hängen offenbar Milliarden. Bei Geflügelzucht musste ich ehrlich gesagt erstmal nachdenken, weil man sowas nicht direkt mit Milliardär verbindet. Das zeigt wohl das Geld oft nicht in besonders schicken Erfindungen steckt sondern in sehr großen Lieferketten.

    Der Teil über Huyen Baby ist dagegen mehr ein Promi-Luxusbericht und weniger eine Analyse von Reichtum. Eine Villa für über 100 Milliarden VND und ein Bentley sind natürlich beeindruckend, aber mir sagt das kaum etwas über die Firma oder ihre eigentliche Arbeit. Es wird viel beschrieben wie jung sie aussieht und was sie trägt, als ob das der wichtigste Beweis für Erfolg wäre. Gerade bei einer Geschäftsfrau wäre doch interessanter, wie viele Salons sie besitzt, wieviele Angestellte dort arbeiten und ob die Geschäfte wirklich profitabel sind. Sonst bleibt nur das Bild von weissem Haus, teurem Auto und Urlaub in Las Vegas.

    Auch die Altersangabe wirkt etwas verwirrend, wenn sie 1989 geboren ist und 37 sein soll, denn im Jahr 2026 wäre sie je nach Geburtstag 36 oder 37. Solche kleinen Sachen sollten bei einem Artikel schon stimmen, gerade wenn so viele Zahlen genannt werden. Und eine Villa im europäischen Königsstil sagt am Ende vielleicht mehr über Geschmack als über nachhaltigen Wohlstand. Ich gönne jedem sein Geld, aber bei solchen Summen frage ich mich schon wieviel davon eigentlich für Status ausgegeben wird und wieviel in Mitarbeiter, Bildung oder gute Projekte fliesst.

    Insgesamt wäre mir lieber gewesen, der Artikel hätte die drei Beispiele stärker miteinander verbunden. Also nicht nur wer wieviel besitzt und wer welche Villa hat, sondern welche Verantwortung mit solchen Vermögen kommt. Reich sein darf natürlich erlaubt sein, aber ab einem gewissen Punkt hat man eben Einfluss auf Märkte, Städte und Politik. Harte Arbeit alleine erklärt dann auch nicht mehr alles, weil viele Menschen hart arbeiten und trotzdem nie in die Nähe solcher Vermögen kommen. Der entscheidende Unterschied sind meistens Eigentum, Startbedingungen, Netzwerke und ob Regeln für alle wirklich gleich gelten.
    Was mir beim Lesen noch aufgefallen ist: Die Rangliste wirkt durch die Mischung aus Einzelpersonen, Familienvermögen und Gesamtrang etwas schwer vergleichbar. Wenn Dieter Schwarz als Einzelperson geführt wird, aber sein Vermögen über eine Stiftung beziehungsweise Firmenstruktur gebunden ist, müsste man vielleicht deutlicher erklären, was jemand tatsächlich privat besitzt und worüber er nur mittelbar Kontrolle hat. Sonst entsteht schnell der Eindruck, diese Milliarden lägen irgendwo als frei verfügbares Geld herum. Dabei ist Vermögen auf dem Papier ja oft stark vom Börsenkurs oder vom geschätzten Firmenwert abhängig. Ein paar schlechte Geschäftszahlen können dann theoretisch Milliarden verschwinden lassen, ohne dass irgendjemand einen Geldkoffer aus dem Haus trägt.

    Interessant finde ich auch, dass in der Liste so viele eher unspektakuläre Branchen vorkommen. Netzwerktechnik, Pharmaprodukte, Geflügelzucht oder ein Ticketanbieter sind nicht gerade die Geschichten, die man normalerweise mit glamourösem Unternehmertum verbindet. Gerade das macht die Sache aber realistischer. Unsere Wirtschaft hängt an vielen Bereichen, die im Alltag kaum auffallen, aber riesige Umsätze bewegen. Bei CTS Eventim etwa denkt man als Kunde vielleicht nur an die Gebühren beim Konzertticket und nicht daran, dass hinter dem Geschäftsmodell eine enorme Marktmacht stehen kann. Ähnlich bei Mobilfunk oder Tierbedarf: Das sind alltägliche Ausgaben, die sich bei sehr vielen Menschen zu gewaltigen Unternehmen summieren.

    Bei der Geflügelzucht bleibt für mich allerdings eine Frage offen, die der Artikel gar nicht streift: Welche Folgen hat diese Konzentration für Landwirtschaft, Tierhaltung und kleinere Betriebe? Wenn ein Unternehmen weltweit eine so große Rolle bei Zucht und Lieferketten spielt, geht es nicht nur um Reichtum, sondern auch um Ernährungssicherheit und Abhängigkeiten. Das muss nicht automatisch etwas Illegales oder Schlechtes sein, aber solche Firmen haben eben einen Einfluss, der weit über den eigenen Kontostand hinausgeht. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, statt nur die Vermögenshöhe zu nennen.

    Auch die Aufteilung des Familienunternehmens bei den Wesjohanns zeigt, wie stark Vermögen über Generationen und Familienentscheidungen weitergegeben wird. In solchen Fällen ist die Leistung der Gründer sicher ein wichtiger Teil der Geschichte, aber die Ausgangslage der nächsten Generation ist natürlich eine ganz andere als bei jemandem, der ohne Kapital und Kontakte startet. Das gilt auch für die Pharmafamilie Engelhorn. Ein Verkauf für elf Milliarden Dollar ist eine enorme Summe, aber für Leser wäre es spannend zu wissen, wie solche Beteiligungen steuerlich, rechtlich und innerhalb einer Familie organisiert werden. Sonst bleiben die Personen in der Tabelle fast wie Spielfiguren, die plötzlich Milliarden besitzen.

    Der Abschnitt zu Tobias Lütke ist dagegen eine der wenigen Geschichten, bei denen man die Entwicklung eines Geschäftsmodells gut nachvollziehen kann. Erst ein kleiner Onlinehandel für Snowboards und dann eine Software, die andere Händler nutzen können – das ist tatsächlich eine interessante Wendung. Der entscheidende Schritt war offenbar nicht nur die ursprüngliche Idee, sondern die Erkenntnis, daraus ein Werkzeug für viele andere Unternehmen zu machen. Genau solche Veränderungen erklären oft besser, warum ein Unternehmen groß wird, als der Satz, jemand habe einfach eine gute Idee gehabt. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass auch hier der Zeitpunkt eine Rolle spielt. Wer in einer frühen Phase eines wachsenden Internets startet, hat andere Möglichkeiten als jemand, der heute bei null anfangen muss.

    Beim Thema Kunst, Oldtimer und Immobilien wird außerdem deutlich, dass Vermögen nicht nur aus Unternehmen besteht. Solche Sachwerte können kulturell interessant sein, aber sie sind auch eine Möglichkeit, Geld langfristig zu speichern. Das Nationale Automuseum ist ein gutes Beispiel für die positive Seite einer privaten Sammlung, weil die Fahrzeuge öffentlich zugänglich gemacht werden. Andererseits fragt man sich schon, ob solche Projekte eher gesellschaftliches Engagement oder auch ein sehr teures Hobby mit Imagegewinn sind. Wahrscheinlich ist es beides, und das muss ja nicht grundsätzlich schlecht sein.

    Bei Hans-Peter Wild fand ich den Hinweis auf Muhammad Ali als Werbegesicht bemerkenswert. Werbung kann eine Marke über Jahrzehnte prägen, und Capri-Sun ist dafür ein gutes Beispiel. Gleichzeitig wäre interessant, wie sich das Unternehmen heute mit Themen wie Zucker, Verpackungsmüll und Kinderwerbung auseinandersetzt. Gerade bei Produkten, die stark von Kindern und Familien wahrgenommen werden, gehört zur Erfolgsgeschichte auch die Frage, welche Verantwortung ein Hersteller übernimmt. Im Artikel wird der Firmenchefwechsel erwähnt, aber nicht, warum der 85-jährige Eigentümer wieder selbst die Führung übernimmt oder welche Probleme dahinterstehen. Das wäre doch eigentlich eine spannende Entwicklung.

    Bei Ralph Dommermuth kommt noch der Fußballanteil hinzu. Eine Beteiligung an Borussia Dortmund ist zwar im Vergleich zum Gesamtvermögen vielleicht nur ein kleiner Teil, zeigt aber, dass Superreiche auch in Bereiche investieren, die emotional sehr aufgeladen sind. Fußballvereine sind nicht einfach normale Unternehmen, weil Fans, Tradition und regionale Identität eine große Rolle spielen. Da würde mich interessieren, ob solche Beteiligungen hauptsächlich wirtschaftliche Investments sind oder auch mit persönlichem Interesse und Einfluss verbunden sind. Gerade bei Sportvereinen wird ja regelmäßig darüber diskutiert, wie viel Macht einzelne Eigentümer oder Großinvestoren bekommen sollten.

    Der Bericht über Huyen Baby hat für mich einen anderen Charakter als die Rangliste. Es geht dort weniger um nachvollziehbare Unternehmensdaten und mehr um die Darstellung eines Lebensstils. Das ist als Unterhaltung völlig in Ordnung, aber man sollte es nicht mit einer Unternehmensanalyse verwechseln. Eine Villa, ein Bentley und Reisen nach Las Vegas zeigen, dass jemand Geld für Luxus ausgibt, sagen aber wenig über Arbeitsplätze, Umsatz oder die Qualität der Salons aus. Interessanter fände ich Angaben zu ihrer Geschäftskette: Wie viele Standorte gibt es, wie hat sich das Unternehmen entwickelt und welche Rolle spielt sie selbst im Tagesgeschäft?

    Die lange Freundschaft mit Tra My Pham und die gemeinsame Villa in Da Lat sind dagegen ein persönlicher Aspekt, der den Artikel etwas menschlicher macht. Dass zwei Freundinnen schon seit der Schulzeit einen gemeinsamen Ruhesitz planen, ist eigentlich eine nette Geschichte und nicht nur eine Aufzählung von Quadratmetern und Designerware. Schade ist, dass die Inneneinrichtung nicht bekannt ist, denn gerade daran würde man vielleicht sehen, ob es wirklich um einen privaten Rückzugsort oder doch eher um ein weiteres Statusprojekt geht. Bei solchen Promiberichten wird Luxus oft so beschrieben, als wäre er automatisch interessant. Manchmal ist aber die persönliche Geschichte dahinter viel spannender als der Preis des Hauses.

    Insgesamt hätte der Artikel meiner Meinung nach stärker zwischen Vermögen, Einkommen und Einfluss unterscheiden können. Wer Milliarden besitzt, verdient nicht jedes Jahr Milliarden als Gehalt. Vieles hängt an Beteiligungen, und damit auch an Mitarbeitern, Kunden, politischen Rahmenbedingungen und dem allgemeinen Markt. Gleichzeitig können große Eigentümer Entscheidungen beeinflussen, ohne ein offizielles politisches Amt zu haben. Genau diese stille Macht ist vielleicht wichtiger als die Frage, ob jemand die größte Villa oder das teuerste Auto besitzt. Dort treffen sich die verschiedenen Teile des Artikels eigentlich: bei Parteimitgliedern in Vietnam, bei deutschen Familienunternehmen und bei Prominenten mit eigenen Marken. Reichtum wird erst dann wirklich problematisch, wenn niemand mehr nachvollziehen kann, wie er entsteht und welchen Einfluss er danach ausübt.
    Was mir an den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist die Frage wie diese Ranglisten überhaupt ein Bild von „Reichtum“ erzeugen. Da steht dann 53,7 Milliarden oder 27,7 Milliarden, aber das klingt so als würde das Geld irgendwo fertig rumliegen. In wirklichkeit sind das ja meistens bewertungen von Firmenanteilen und können sich an der Börse oder durch neue Zahlen sehr schnell verändern. Wenn eine Aktie steigt, ist jemand plötzlich reicher, ohne das auch nur ein einziger Euro zusätzlich verdient wurde. Und wenn der Kurs fällt, ist das Vermögen wieder kleiner, obwohl sich im Alltag des Besitzers vermutlich garnichts ändert.

    Auch die verwendeten Quellen finde ich interessant. Archive, Register, Anwälte, Banker und Vermögensverwalter können bestimmt vieles wissen, aber natürlich haben die auch nicht immer den kompletten Überblick. Bei verschachtelten Firmen, Stiftungen und Beteiligungen ist für normale Leser kaum nachzuvollziehen, wem was genau gehört. Gerade deshalb sollte man bei solchen Listen vielleicht deutlicher zwischen geschätztem Privatvermögen, Firmenwert und tatsächlich verfügbarem Geld unterscheiden. Sonst vergleicht man am Ende Äpfel mit Beteiligungen und wundert sich über die genaue Zahl hinter dem Komma.

    Auffällig ist außerdem, dass die zehn Personen zusammen ungefähr 117 Milliarden besitzen sollen, wobei Schwarz und Bechtolsheim alleine schon mehr als zwei Drittel davon ausmachen. Das zeigt nicht nur, dass Deutschland viele sehr reiche Menschen hat, sondern auch wie stark sich Vermögen an der Spitze konzentriert. Die weiteren Plätze liegen dann teilweise bei zwei oder drei Milliarden, was für normale Verhältnisse immernoch unvorstellbar ist, in dieser Liste aber fast wie ein kleiner Betrag wirkt. So eine Rangfolge verschiebt also auch die Wahrnehmung, weil mehrere Milliarden plötzlich beinahe bescheiden aussehen.

    Bei der Schwarz-Gruppe ist mir der Umfang mit 14.500 Filialen und rund 604.000 Beschäftigten besonders aufgefallen. Das ist ja fast eine eigene Wirtschaftswelt und nicht einfach nur eine Supermarktkette. Lidl und Kaufland bestimmen mit, welche Produkte überall im Regal stehen und welche Preise viele Menschen bezahlen. Dazu kommen PreZero und Schwarz Digits, also Bereiche, die nicht sofort mit dem klassischen Discounter verbunden werden. Da stellt sich für mich die Frage, ob so ein Konzern irgendwann so groß wird, dass sein Einfluss auf Lieferanten und Städte kaum noch begrenzt werden kann. Arbeitsplätze sind wichtig, aber Größe alleine ist ja noch kein Beweis für faire Bedingungen.

    Die Stiftung finde ich ebenfalls schwer einzuordnen. Bildung und Wissenschaft zu fördern ist sicher sinnvoll, besonders wenn dadurch Schulen oder Hochschulen bessere Möglichkeiten bekommen. Trotzdem bleibt der Ursprung des Geldes mit der Unternehmensgruppe verbunden, und damit auch eine gewisse Gestaltungsmacht. Eine Stiftung kann dauerhaft bestimmen, welche Themen gefördert werden und welche vielleicht nicht. Das muss nicht schlecht sein, aber öffentliches Geld wird normalerweise über politische Debatten verteilt, privates Stiftungsvermögen eben nach den Vorstellungen weniger Personen. Darüber könnte der Artikel ruhig mehr erklären.

    Bei Bechtolsheim wird außerdem sichtbar, wie wichtig frühe Beteiligungen an erfolgreichen Firmen sind. Ein früher Einstieg bei Google klingt im Rückblick fast wie eine sichere Goldgrube, aber damals war es natürlich nicht klar, dass daraus so ein gigantisches Unternehmen wird. Solche Geschichten werden oft als genialer Instinkt erzählt, dabei gehört bestimmt auch ein großes Netzwerk und Zugang zu Informationen dazu. Nicht jeder junge Gründer kann einfach bei den richtigen Leuten vorsprechen oder in ein Unternehmen investieren, das später die ganze Welt verändert.

    Die Liste der Geschäftsmodelle zeigt auch, dass Reichtum keineswegs nur aus neuen Apps entsteht. Pharma, Netzwerktechnik, Schaltschrankbau, Geflügelzucht, Getränke, Mobilfunk, Tickets und Tierbedarf sind ganz unterschiedliche Branchen. Vieles davon sind Produkte oder Dienstleistungen, die Menschen regelmäßig brauchen. Vielleicht liegt darin der wichtigere Punkt: Reich wird nicht unbedingt derjenige mit der spektakulärsten Idee, sondern oft derjenige, der eine große Infrastruktur kontrolliert und über Jahrzehnte Beteiligungen hält. Das klingt weniger glamourös, erklärt aber wahrscheinlich besser wie solche Vermögen wachsen.

    Bei der EW Group und der Aufteilung des Familienunternehmens wird für mich auch das Thema Erbe und Familienstrukturen deutlicher. Wenn ein Unternehmen geteilt wird, entstehen daraus nicht automatisch völlig unabhängige Geschichten, weil Erfahrung, Kapital und Kontakte schon vorhanden sind. Familienvermögen kann sich dadurch über Generationen halten, selbst wenn einzelne Firmenbereiche später ganz verschieden aussehen. In der öffentlichen Debatte wird dann gern von Leistung gesprochen, aber der Startpunkt ist eben nicht für alle gleich. Ein Unternehmer mit einer bestehenden Firma und ein Angestellter mit einer Idee starten nicht unter denselben Bedingungen.

    Der Hinweis auf die 85 Jahre von Hans-Peter Wild und dass er nach der Entlassung des Firmenchefs wieder selbst führt, wirkt auf mich ebenfalls bemerkenswert. Einerseits zeigt das viel Erfahrung und wahrscheinlich eine starke Verbindung zum eigenen Unternehmen. Andererseits fragt man sich, wie abhängig eine Firma von einer einzelnen Person sein darf. Wenn Führung zu sehr an eine Person gebunden ist, kann das für Nachfolge und langfristige Planung problematisch werden. Das gilt übrigens nicht nur bei Milliardären, sondern auch bei kleinen Familienbetrieben, nur mit viel kleineren Auswirkungen.

    Auch die Beteiligung an Borussia Dortmund bei Ralph Dommermuth ist ein Beispiel dafür, dass Vermögen nicht nur in dem Unternehmen steckt, mit dem jemand bekannt geworden ist. Für Fans ist so eine Beteiligung vielleicht emotional, wirtschaftlich ist ein Fußballverein aber auch ein Unternehmen mit starken Schwankungen. Sportlicher Erfolg, Sponsoren, Spielergehälter und Fernsehgelder beeinflussen den Wert. Solche zusätzlichen Beteiligungen machen die Vermögensschätzungen noch komplizierter, weil man ständig verschiedene Märkte und Risiken zusammenrechnen müsste.

    Die Geschichte vom Pizza-König finde ich eigentlich am anschaulichsten, weil Tiefkühlpizza im Alltag fast jeder kennt. Trotzdem denkt man beim Essen im Supermarkt selten darüber nach, welche Firmen und Investoren hinter solchen Produkten stehen. Der Verkauf an Südzucker zeigt dann wieder, dass ein Unternehmen nicht für immer im Besitz der Gründer bleiben muss. Es kann aufgebaut, verkauft und in einen größeren Konzern integriert werden. Für die Beschäftigten, Lieferanten und Kunden bedeutet ein solcher Eigentümerwechsel wahrscheinlich manchmal mehr als für den Gründer selbst, aber im Artikel wird dazu leider nicht viel gesagt.

    Ähnlich interessant wäre bei CTS Eventim oder Fressnapf die Frage, wie viel Marktmacht in solchen Branchen entsteht. Wenn wenige große Anbieter den Ticketverkauf oder Tierbedarf dominieren, können sie Preise, Gebühren und Bedingungen stark beeinflussen. Ein Vermögen kann also auch deshalb wachsen, weil ein Unternehmen eine besonders wichtige Schnittstelle kontrolliert. Das ist nicht automatisch unrechtmäßig, aber Wettbewerb besteht nicht nur daraus, dass mehrere Logos existieren. Entscheidend ist, ob Kunden und kleinere Konkurrenten wirklich ausweichen können.

    Beim Abschnitt über Huyen Baby finde ich ergänzend auffällig, dass der Bericht nicht nur Luxus zeigt, sondern auch Freundschaften als Teil des Erfolgsbildes. Die 20-jährige Verbindung zu Tra My Pham und die gemeinsam geplante Ruhestandsvilla erzählen eine Art Lebensgeschichte, die über teure Kleidung und Autos hinausgeht. Gleichzeitig bleibt offen, ob diese Freundschaft auch geschäftlich wichtig ist oder nur privat erwähnt wird. Gerade bei Prominenten werden solche Beziehungen oft als Teil der Marke dargestellt, obwohl Leser garnicht wissen können, was davon spontan und was davon Öffentlichkeitsarbeit ist.

    Die Villa in Da Lat ist dafür ein gutes Beispiel. Sie wird als gemeinsames, seit der Schulzeit geplantes Projekt beschrieben, also fast romantisch wie ein alter Traum. Andererseits ist ein riesiges Haus mit Garten und europäischem Stil natürlich auch ein starkes Statussymbol. Mich würde eher interessieren, ob solche großen Privatimmobilien tatsächlich ständig genutzt werden oder die meiste Zeit leer stehen. In Städten mit Wohnraummangel wirkt es schon etwas komisch, wenn sehr viel Fläche für wenige Personen reserviert ist, auch wenn das rechtlich erlaubt sein mag.

    Bei Luxusreisen und Golf im Wynn Resort geht es ebenfalls nicht nur um Geld, sondern um die Darstellung eines bestimmten Lebensstils. Der Bericht zählt Orte, Marken und Fahrzeuge auf, damit der Reichtum sichtbar und leicht vorstellbar wird. Das ist wahrscheinlich der Zweck solcher Promi-Artikel, aber mit Unternehmertum hat es nur am Rand zu tun. Man erfährt weiterhin kaum, wie die Salonkette organisiert ist, ob sie expandiert oder wie viele Menschen dort arbeiten. Vielleicht wäre eine Trennung in „öffentliches Image“ und „wirtschaftliche Fakten“ ehrlicher gewesen.

    Was mir insgesamt noch fehlt, ist die Perspektive der Mitarbeiter in allen drei Teilen. 604.000 Beschäftigte bei der Schwarz-Gruppe sind eine enorme Zahl, aber eine Statistik sagt noch nichts über Löhne, Arbeitszeiten oder Mitbestimmung. Auch in Schönheitssalons arbeiten Menschen, die den täglichen Betrieb erst möglich machen, und in Geflügelzucht oder Logistik gibt es oft harte Arbeitsbedingungen. Ein Unternehmer kann Arbeitsplätze schaffen und trotzdem sollten diese Arbeitsplätze fair bezahlt und sicher sein. Reichtum und Beschäftigung sind also nicht automatisch dasselbe wie sozialer Nutzen.

    Am Ende bleibt bei mir vor allem die Frage hängen, wie man Erfolg messen will. Nur am Vermögen, an der Zahl der Mitarbeiter oder an den Steuern? Oder auch daran, ob ein Unternehmen langlebig ist, Innovationen ermöglicht und seine Beschäftigten ordentlich behandelt? Die Forderung nach Transparenz aus dem Vietnam-Teil passt dabei auch auf die deutschen Milliardäre und den Luxusbericht. Man sollte genauer sehen können, wie Vermögen entsteht, welche Risiken andere tragen und wer von den Gewinnen profitiert. Dann wäre der Artikel nicht nur eine Sammlung großer Zahlen und schöner Häuser, sondern tatsächlich eine Diskussion darüber, was Reichtum im Jahr 2026 für eine Gesellschaft bedeutet.
    Interessant fand ich noch den Hinweis, dass auch Schulenbergs Vermögen deutlich gesunken ist, weil solche Ranglisten sonst schnell so wirken als würden Milliarden immer nur wachsen.

    Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

    Brennregion Islay
    Alter 40
    Geschmacksprofil Torfrauch, Meeresbrise, Zitrusnoten
    Fassart Bourbonfässer, Ex-sherry Fass
    Preis 10.809,89 €
    Brennregion Speyside
    Alter 50
    Geschmacksprofil Reife Früchte, dunkle Schokolade, Gewürze, Vanille
    Fassart Ex-Bourbon, Ex-Sherryfass (Eiche)
    Preis 7.863,93 €
    Brennregion Islay
    Alter 30
    Geschmacksprofil Tiefen Torfrauchnoten, dunkle Schokolade, Fruchtige Nuancen
    Fassart Ex-Sherry, Ex-Bourbon
    Preis 5950,00 €
    Brennregion Speyside
    Alter 40
    Geschmacksprofil Honig, getrockneten Früchten, Gewürzen
    Fassart Ex-Sherry, Ex-Bourbon
    Preis 5984,99 €
    Brennregion Minato, Suntory
    Alter 30
    Geschmacksprofil Reife Früchte, Honig, weiße Schokolade, dezente Holznoten
    Fassart Ex-US-Whiskey-, Sherry- und Mizunara-Fässer
    Preis 5555,00 €
       Old & Rare - Springbank Vintage 1991 · Single Cask 31 Jahre - Hunter Laing & Co. Ltd Glenfarclas 50 Years Old Hunter Laing - Ardbeg 30 Years Old The Balvenie 40 Years Old Hibiki Suntory 30 Year Old
      Old & Rare - Springbank Vintage 1991 · Single Cask 31 Jahre - Hunter Laing & Co. Ltd Glenfarclas 50 Years Old Hunter Laing - Ardbeg 30 Years Old The Balvenie 40 Years Old Hibiki Suntory 30 Year Old
    Brennregion Islay Speyside Islay Speyside Minato, Suntory
    Alter 40 50 30 40 30
    Geschmacksprofil Torfrauch, Meeresbrise, Zitrusnoten Reife Früchte, dunkle Schokolade, Gewürze, Vanille Tiefen Torfrauchnoten, dunkle Schokolade, Fruchtige Nuancen Honig, getrockneten Früchten, Gewürzen Reife Früchte, Honig, weiße Schokolade, dezente Holznoten
    Fassart Bourbonfässer, Ex-sherry Fass Ex-Bourbon, Ex-Sherryfass (Eiche) Ex-Sherry, Ex-Bourbon Ex-Sherry, Ex-Bourbon Ex-US-Whiskey-, Sherry- und Mizunara-Fässer
    Preis 10.809,89 € 7.863,93 € 5950,00 € 5984,99 € 5555,00 €
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