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    Reichtum und Verteilung: Zwischen Sinnsuche, Superreichen und AHV-Finanzierung

    KI-generiert
    09.10.2026 72 mal gelesen 3 Kommentare

    Sinn, Reichtum und die Frage nach gerechter Verteilung

    Die vorliegenden Beiträge setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Reichtum, Armut und gesellschaftlicher Verteilung auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei die Suche nach dem Sinn des Lebens, die politische Macht großer Vermögen, die Rangliste der reichsten Deutschen, Erfahrungen mit Armut sowie die Finanzierung der 13. AHV-Rente.

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    Sinnsuche in Lörrach: Reichtum wird nicht als Lebenszweck genannt

    Der Schwarzwälder Bote berichtet über Christof Jauernig, der dem Sinn des Lebens auf der Spur ist und nach Lörrach kommt. Der Titel des Beitrags verweist auf eine zentrale Beobachtung seiner Gespräche: „Reichtum als Sinn des Lebens wurde kein einziges Mal genannt“.

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    Damit rückt der Artikel eine Perspektive in den Mittelpunkt, die Reichtum nicht als vorrangige Antwort auf die Sinnfrage beschreibt. Die Meldung konzentriert sich auf Jauernigs Besuch in Lörrach und auf die Feststellung, dass finanzieller Wohlstand in den angesprochenen Lebensdeutungen keine zentrale Rolle spielte.

    Infobox: Christof Jauernig beschäftigt sich mit der Sinnsuche. Laut Schwarzwälder Bote wurde Reichtum dabei kein einziges Mal als Sinn des Lebens genannt.

    Naomi Klein kritisiert die Macht der Superreichen

    Der Freitag stellt Naomi Kleins neues Buch „Endzeitfaschismus“ vor, das sie gemeinsam mit Astra Taylor verfasst hat. Ausgangspunkt ist eine Szene auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, in der Jared Kushner und Steve Witkoff die Vision einer paradiesischen Stadt mit dem Namen New Gaza vorstellen.

    Klein beschreibt eine politische und wirtschaftliche Entwicklung, in der sich finanzielles, mediales, technologisches und militärisches Potenzial bei einer sehr kleinen Gruppe von Menschen konzentriere. Diese Gruppe sei laut ihrer Einschätzung niemandem zur Rechenschaft verpflichtet und müsse die Öffentlichkeit deshalb nicht mehr auf dieselbe Weise überzeugen wie früher.

    Im Gespräch kritisiert Klein außerdem Donald Trumps „Board of Peace“ für den Wiederaufbau des Gazastreifens. Sie bezeichnete dieses Gremium als „privatisierte Version der Vereinten Nationen“ und erklärte, dass es in den sieben Monaten seit seiner Ankündigung nichts Substanzielles hervorgebracht habe.

    „Reiche Menschen verstehen das jedenfalls“, sagt Naomi Klein über die exponentielle Vermehrung von Reichtum.

    Das Buch beschreibt nach Darstellung des Freitag verschiedene autoritäre Entwicklungen: anarcho-libertäre Wirtschaftspolitik in Argentinien, die Zerstörung der Pressefreiheit in Russland, die Aushöhlung demokratischer Institutionen in Ungarn, „einwanderungsfeindlichen Neofaschismus“ in Italien, die Instrumentalisierung der Transidentität durch Jair Bolsonaro in Brasilien sowie Islamfeindlichkeit in Narendra Modis Indien.

    Besondere Aufmerksamkeit widmen Klein und Taylor den Tech-Milliardären. Deren Apokalypse-Fantasien beruhten nach Kleins Darstellung nicht zwingend auf religiösem Glauben, sondern auf einer rationalen Kalkulation zur Sicherung ihrer eigenen Position. Die Autorinnen verwenden dafür den Begriff „Bunkerstaat“ und verknüpfen klimabedingte Katastrophen, ein gegen Einwanderer gerichtetes stehendes Heer in Form von ICE sowie Desinformation.

    Klein zieht außerdem Parallelen zu ihren früheren Analysen des Irak und zu den Folgen von Hurrikan Katrina. Sie verweist auf die Grüne Zone in Bagdad und auf private Auftragnehmer wie Halliburton, Bechtel und Blackwater. Die historische Wiederholung sei jedoch keine vollständige Wiederholung: Klein beschreibt die Entwicklung als Spirale, die sich nach unten enger, schneller, heißer und gewalttätiger bewege.

    In ihrer Kritik an Elon Musk nennt Klein den hohen Energie- und Wasserverbrauch sowie die Verschlechterung der Luftqualität und mehr Lärm in der Umgebung als Folgen des Betriebs von 35 Gasturbinen in Memphis. Diese dienten der Energieversorgung für Grok, Musks LLM, das laut dem Artikel durch nazistische Entgleisungen auffiel.

    Der Freitag berichtet weiter, dass Klein Widerstand nicht für zwecklos hält. Sie verweist auf KeShaun und Justin Pearson, die gegen Musks Rechenzentrum Colossus 2 in Memphis kämpfen. KeShaun Pearson leitet die Bewegung Memphis Community Against Pollution, während Justin für den US-Kongress kandidiert.

    Zum Schluss formuliert Klein einen Appell, der den politischen Kampf mit persönlicher Verbundenheit verknüpft. Sie spricht von ihrer Wut über Starlink-Satelliten, Orcas und Gaza und fordert dazu auf, herauszufinden, wofür man die tiefste Liebe empfinde, um anschließend „wie die Hölle“ dafür zu kämpfen.

    WerkEndzeitfaschismus: Und der Kampf um unsere Welt
    AutorinnenNaomi Klein und Astra Taylor
    VerlagS. Fischer
    Preis28,00 Euro
    Erscheinungsdatum7.10.2026

    Infobox: Der Freitag berichtet über Naomi Kleins Kritik an Tech-Milliardären, autoritären Entwicklungen und einer zunehmenden Konzentration von Reichtum und Macht. Klein sieht zugleich Möglichkeiten für gesellschaftlichen Widerstand und politische Umverteilung.

    Boehringer-Ingelheim-Familien führen Reichtumsranking an

    InFranken.de berichtet, dass die Gesellschafterfamilien des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim 2026 erstmals an der Spitze der 500 reichsten Deutschen stehen. Ihr geschätztes Vermögen beträgt 66,7 Milliarden Euro.

    Dieter Schwarz, der Gründer von Lidl, fällt trotz eines deutlichen Vermögenszuwachses auf Platz zwei zurück. Sein Vermögen wird für 2026 auf 53,7 Milliarden Euro geschätzt, nachdem es im Vorjahr 46,5 Milliarden Euro betragen hatte. Der Zuwachs wird mit 7,2 Milliarden Euro angegeben.

    PlatzPerson oder FamilieVermögenVorjahr
    1Gesellschafterfamilie Boehringer Ingelheim66,7 Milliarden Euronicht bekannt
    2Dieter Schwarz53,7 Milliarden Euro46,5 Milliarden Euro
    3Familie Merck50,7 Milliarden Euro24,5 Milliarden Euro
    4Familie Susanne Klatten und Stefan Quandt33,3 Milliarden Euro36,1 Milliarden Euro
    5Familien Albrecht und Heister29,8 Milliarden Euro27,7 Milliarden Euro
    6Andreas von Bechtolsheim27,7 Milliarden Euro18,2 Milliarden Euro
    7Familie Reimann21,5 Milliarden Euro24,0 Milliarden Euro
    8Familie Henkel19,6 Milliarden Euro19,5 Milliarden Euro
    9Familie Theo Albrecht junior und Familie Babette Albrecht17,8 Milliarden Euro17,6 Milliarden Euro
    10Familie Hasso Plattner15,6 Milliarden Euro17,7 Milliarden Euro

    Als Grund für den neuen Spitzenplatz nennt InFranken.de, dass die Gesellschafterfamilie von Boehringer Ingelheim in den vergangenen Jahren im Ranking fehlte. Ursache sei eine Vereinbarung aus den Anfangsjahren der Reichstenliste gewesen. Die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichung sei inzwischen von deutschen Gerichten bestätigt worden.

    Boehringer Ingelheim wurde 1885 gegründet, ist familiengeführt und nicht an der Börse notiert. Das Unternehmen entwickelt Medikamente für die Humanmedizin und Tiergesundheit. Zu den genannten Schwerpunkten gehören Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes und Onkologie.

    Auch die Schwarz-Gruppe bleibt laut InFranken.de wirtschaftlich erfolgreich. Lidl betreibt mittlerweile über 12.000 Filialen in mehr als 30 Ländern, Kaufland rund 1.500 Standorte. Für 2025 wird ein Gesamtumsatz von über 180 Milliarden Euro genannt; für das laufende Geschäftsjahr plant die Schwarz-Gruppe Investitionen von mehr als zehn Milliarden Euro, davon rund fünf Milliarden Euro in Deutschland.

    • Lidl: über 12.000 Filialen
    • Kaufland: rund 1.500 Standorte
    • PreZero: Entsorgung und Recycling
    • Schwarz Produktion: Lebensmittelherstellung
    • Schwarz Digits: IT-Dienstleister und Cloud-Lösungen

    Über Schwarz Digits investiert die Schwarz-Gruppe laut dem Beitrag elf Milliarden Euro in ein Rechenzentrum im brandenburgischen Lübbenau. Ziel sei es, die digitale Souveränität Europas zu stärken und eine europäische Alternative zu Anbietern wie Amazon Web Services und Microsoft Azure aufzubauen.

    Das Ranking zeigt außerdem die starke Stellung der Pharmaindustrie. Boehringer Ingelheim liegt auf Platz eins, die Familie Merck auf Platz drei. Das Vermögen der Familie Merck stieg laut InFranken.de von 24,5 Milliarden Euro auf 50,7 Milliarden Euro.

    Deutschland zählt dem Beitrag zufolge aktuell 257 Milliardärinnen und Milliardäre. Das Gesamtvermögen der 100 reichsten Deutschen stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 3,4 Prozent auf knapp 784 Milliarden Euro. Die Liste erschien zum 26. Mal.

    Infobox: Die Gesellschafterfamilien von Boehringer Ingelheim führen das deutsche Reichtumsranking 2026 mit 66,7 Milliarden Euro an. Dieter Schwarz folgt mit 53,7 Milliarden Euro auf Platz zwei.

    Armutsforscher erinnert sich an Kindheit in Moers

    Die NRZ berichtet über einen Armutsforscher und seine Kindheit in Moers. Der Titel „Wir sind nie in Urlaub gefahren“ verweist auf eine persönliche Erfahrung, die den Zugang des Forschers zu Armut und sozialer Ungleichheit prägt.

    Der Beitrag stellt damit die biografische Perspektive in den Mittelpunkt. Nicht abstrakte Vermögensangaben, sondern die Erinnerung an fehlende Möglichkeiten und an eine Kindheit ohne Urlaubsreisen bildet den Ausgangspunkt der Meldung.

    Die NRZ ordnet die Geschichte im lokalen Umfeld von Moers und Umland ein. Der Bericht verbindet die persönliche Aussage mit dem Thema Armutsforschung und macht sichtbar, wie soziale Unterschiede bereits im Alltag und in Kindheitserfahrungen spürbar werden.

    Infobox: Der NRZ-Beitrag thematisiert die Kindheit eines Armutsforschers in Moers. Im Zentrum steht die Aussage: „Wir sind nie in Urlaub gefahren“.

    13. AHV-Rente: Zuger Kolumne stellt Verteilungsfrage

    Die Zuger Zeitung veröffentlicht in der Kolumne „Die Junge Sicht“ einen Beitrag von Nikolai Mostovshchikov, Vizepräsident der Juso Zug. Er beschäftigt sich mit der Finanzierung der 13. AHV-Rente und dem Verteilungskonflikt zwischen Arbeit und Kapital.

    Am 29. November wird laut Beitrag über die Finanzierung der 13. AHV-Rente abgestimmt. Der Normalsatz der Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozentpunkte steigen, damit ein Teil der Kosten gedeckt werden kann.

    Mostovshchikov kritisiert die Darstellung, wonach sich die Schweiz zwischen Sozialpolitik und „verantwortlicher“ Finanzpolitik entscheiden müsse. Er stellt der verbreiteten Argumentation, die AHV sei zu teuer und die Bevölkerung werde älter, eine andere Frage entgegen: Nicht ob genügend Geld vorhanden sei, sondern wem es gehöre.

    Die Schweiz verfüge laut dem Autor über einen erheblichen gesellschaftlichen Reichtum. Unternehmen erzielten Milliardenumsätze, Vermögen wüchsen und jedes Jahr entstehe neue wirtschaftliche Wertschöpfung. Gleichzeitig beschreibt er eine starke Vermögensungleichheit zwischen Lohnabhängigen und Menschen mit großen Vermögen.

    Der zentrale Gegensatz verlaufe nach seiner Darstellung nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arbeit und Kapital. Eine Pflegefachperson habe nicht dieselben finanziellen Möglichkeiten wie eine Person mit Millionenvermögen; ebenso unterschieden sich die finanziellen Möglichkeiten von Menschen in Ausbildung und Großaktionärinnen und Großaktionären.

    „Wer mehr besitzt, kann auch mehr beitragen.“

    Die Mehrwertsteuer hält Mostovshchikov für keine gute Lösung, weil sie den Konsum belaste und alle gleich treffe. Wer wenig besitze, zahle prozentual genauso viel wie eine Person mit Millionenvermögen. Eine Finanzierung über hohe Vermögen würde seiner Argumentation zufolge dort ansetzen, wo gesellschaftlicher Reichtum entstehe und sich konzentriere.

    Die AHV beschreibt der Autor als erkämpfte Institution, die von der Bewegung der Arbeitenden durchgesetzt worden sei. Sie werde solidarisch finanziert und entstehe aus dem gesellschaftlichen Reichtum, den alle produzierten, von dem aber nicht alle gleichermaßen profitierten.

    Die Kolumne kommt zu dem Schluss, dass die entscheidende Frage nicht laute, ob sich die Schweiz die AHV leisten könne. Entscheidend sei vielmehr, wer von dem gemeinsam geschaffenen Reichtum profitieren solle: diejenigen, die ihn produzierten, oder diejenigen, die ihn besäßen.

    AbstimmungFinanzierung der 13. AHV-Rente
    Datum29. November
    Geplante ÄnderungErhöhung des Normalsatzes der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte
    AutorNikolai Mostovshchikov, Vizepräsident der Juso Zug

    Infobox: Die Zuger Zeitung stellt die Finanzierung der 13. AHV-Rente als Verteilungsfrage dar. Im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung von Arbeit und Kapital sowie die geplante Erhöhung des Mehrwertsteuer-Normalsatzes um 0,4 Prozentpunkte.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Ich finde den Gegensatz zwischen Sinnsuche und den ganzen Milliardenlisten schon ziemlich bezeichnent. Wenn bei den Gesprächen in Lörrach wirklich niemand Reichtum als Lebenssinn genannt hatt, sagt das doch einiges aus, auch wenn man natürlich mit Geld nicht unwichtiges kaufen kann, zum beispiel sicherheit und weniger sorgen. Aber irgendwann wird die nächste Milliarde vermutlich auch nur noch eine Zahl auf dem Bildschirm, während andere überlegen müssen ob sie sich Urlaub oder überhaupt die Miete leisten können.

    Bei Naomi Klein bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Die Kritik an Tech-Milliardären und dieser ganzen Bunkerfantasie klingt erstmal nachvollziehbar, aber Begriffe wie „Endzeitfaschismus“ sind schon sehr gross aufgetragen und machen die Diskussion teilweise schwerer, weil dann sofort alle nur noch über das Schlagwort streiten. Trotzdem ist der Punkt mit der Machtkonzentration nicht von der Hand zu weisen. Wenn einzelne Leute gleichzeitig Medien, Plattformen, Satelliten, KI Firmen und riesige Vermögen kontrollieren, haben sie ja praktisch mehr Einfluss als manche Staaten, ohne dass irgendjemand sie gewählt hatt. Das ist demokratisch schon ein ziemlich komisches Konstrukt.

    Auch das Reichtumsranking finde ich jedes Jahr etwas absurd. 66,7 Milliarden Euro bei Boehringer, dann 53,7 Milliarden bei Dieter Schwarz und so weiter. Ich kann mir diese Summen garnicht richtig vorstellen, eine Million ist schon weit weg vom normalen Leben, aber Milliarden sind dann eigentlich nur noch Mathematik. Gleichzeitig wird immer gesagt diese Vermögen würden Arbeitsplätze schaffen und investiert werden, was ja auch stimmt, aber daraus folgt nicht automatisch das alles so bleiben muss wie es ist. Ein Unternehmen kann erfolgreich sein und trotzdem könnte die Gesellschaft darüber reden, wie viel davon als Steuern oder durch bessere Löhne zurückkommt.

    Besonders der Vergleich mit dem Armutsforscher aus Moers bleibt bei mir hängen. „Wir sind nie in Urlaub gefahren“ klingt erstmal nach einem kleinen Satz, aber für Kinder ist sowas ja nicht klein. Die sehen dann andere mit Fotos und Geschichten und merken früh, das sie irgendwie nicht dazugehören. Armut ist nicht nur kein Geld für Essen, sondern auch keine Möglichkeiten, keine Teilnahme und ständig dieses rechnen im Kopf. Das wird in Statistiken schnell unsichtbar, obwohl es sich im Alltag sehr stark auswirkt.

    Bei der AHV Finanzierung bin ich mir noch nicht sicher, ob eine höhere Mehrwertsteuer wirklich der beste Weg ist. Der Einwand stimmt schon, das Leute mit wenig Einkommen einen größeren Teil ihres Geldes direkt wieder ausgeben müssen. Für jemanden mit sehr viel Vermögen ist die Mehrwertsteuer dagegen eher ein kleiner Nebensatz auf der Rechnung. Andererseits ist eine Vermögensabgabe auch nicht so einfach, weil Vermögen oft in Firmen, Häusern oder Aktien steckt und nicht als Bargeld herumliegt. Aber „schwierig“ kann ja nicht bedeuten, dass man nur immer bei den gleichen Leuten kassiert.

    Der Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital wird hier ziemlich klar beschrieben. Ohne Beschäftigte läuft kein Lidl, keine Pharmafirma und auch kein Rechenzentrum, trotzdem landen die ganz großen Zuwächse meistens oben bei den Besitzern. Vielleicht müsste man mehr über Löhne, Erbschaften, Unternehmensgewinne und Steuerschlupflöcher reden statt immer nur Jung gegen Alt auszuspielen. Alte Menschen sind nicht automatisch reich und junge Leute sind nicht automatisch arm, diese Einteilung ist mir zu grob.

    Was mich am meisten nervt ist, das Reichtum oft so dargestellt wird als wäre er ein Beweis für besondere Leistung oder sogar moralische Überlegenheit. Man kann erfolgreich sein, aber niemand baut alleine ein globales Unternehmen auf. Da hängen Infrastruktur, Bildung, Beschäftigte, Kunden und auch staatliche Regeln dran. Deshalb finde ich den Satz „wer mehr besitzt, kann auch mehr beitragen“ nicht radikal, sondern eigentlich ziemlich logisch. Die Frage ist eher, wie man das fair macht, ohne dass am Ende nur die normale Mittelschicht wieder die Rechnung bekommt.
    Ich fand den Aspekt mit den Rechenzentren und der sogenannten digitalen Souveränität noch ziemlich interessant, der in den anderen Kommentaren kaum vorkam. Einerseits klingt es ja erstmal gut, wenn Europa nicht komplett von Amazon oder Microsoft abhängig sein will. Gerade bei wichtigen Daten und KI ist es bestimmt nicht ideal, wenn alles bei ein paar amerikanischen Firmen liegt. Andererseits frage ich mich schon, ob ein Rechenzentrum automatisch irgendwie unabhängig macht, nur weil es in Deutschland steht. Die Server brauchen ja trotzdem viel Strom, Wasser und Rohstoffe und am Ende gehört die Technik auch wieder einer sehr reichen Unternehmensgruppe. Souveränität ist also nicht nur eine Standortfrage, sondern auch wer die Infrastruktur kontrolliert und wer über die Nutzung entscheidet.

    Bei Schwarz Digits finde ich ausserdem den Zusammenhang zwischen Vermögen und Zukunftstechnologien bemerkenswert. Solche Investitionen können gesellschaftlich nützlich sein, aber sie erhöhen auch die Macht der Besitzer, weil Daten und digitale Dienste immer wichtiger werden. Früher dachte man bei Reichtum vielleicht an Fabriken, Häuser oder Aktien, heute kommt noch die Kontrolle über Clouds, Plattformen und künstliche Intelligenz dazu. Das ist irgendwie schwerer zu sehen, weil man diese Dinge nicht im Schaufenster sieht. Trotzdem können sie unseren Alltag sehr stark beeinflussen, manchmal mehr als ein sichtbares Gebäude.

    Auch die Tatsache, dass Boehringer Ingelheim nicht an der Börse ist, wird meiner Meinung nach oft zu wenig beachtet. Das Unternehmen kann dadurch langfristiger planen und muss nicht jedes Quartal die Erwartungen irgendwelcher Aktionäre erfüllen. Das kann ein Vorteil sein, gerade in der Medikamentenforschung, wo Entwicklungen viele Jahre dauern. Aber Familienbesitz bedeutet eben nicht automatisch, dass Entscheidungen demokratischer oder sozialer sind. Wenn eine Familie über so ein riesiges Unternehmen verfügt, kann sie trotzdem sehr viel Einfluss auf Arbeitsplätze, Preise und politische Debatten ausüben. Privat geführt heisst nicht gleich privat belanglos.

    Die starken Veränderungen bei den Vermögen von Familie Merck oder Andreas von Bechtolsheim zeigen auch, wie unsicher solche Ranglisten eigentlich sind. Innerhalb eines Jahres kann sich eine Zahl verdoppeln, obwohl die Person vermutlich nicht doppelt so viel gearbeitet hat wie vorher. Das liegt dann an Aktienkursen, Firmenbewertungen oder Beteiligungen, also an Dingen die eher auf dem Papier passieren. Trotzdem werden solche Summen oft behandelt, als wären sie ein ganz normaler Kontostand. Vielleicht müsste man bei diesen Listen immer dazuschreiben, dass es Schätzungen sind und keine Geldbeträge, die morgen einfach komplett überwiesen werden könnten.

    Was mich dabei auch beschäftigt, ist die Frage, ob man Reichtum überhaupt sinnvoll messen kann, wenn Firmen und Familien über mehrere Generationen miteinander verbunden sind. Bei den Albrechts oder Quandt sieht man ja, dass Vermögen nicht nur eine Geschichte von einer einzelnen erfolgreichen Person ist. Da spielen Erbschaften, Eigentum und alte Unternehmensentscheidungen eine enorme Rolle. Leistung kann natürlich trotzdem vorhanden sein, aber sie erklärt nicht alles. Wer mit einem riesigen Startvorteil anfängt, hat halt andere Möglichkeiten als jemand, der erstmal jeden Monat seine Stromnachzahlung zusammensparen muss.

    Bei dem Beitrag über die Kindheit in Moers hätte ich mir noch mehr Gedanken darüber gewünscht, wie sich fehlende Urlaubserfahrungen langfristig auf Menschen auswirken. Es geht ja nicht nur um die Reise selber. Kinder lernen durch solche Erlebnisse auch, was für sie normal oder möglich ist. Wenn man nie wegfährt, fehlen vielleicht nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch Selbstvertrauen und das Gefühl, überall dazugehören zu dürfen. Das klingt jetzt vielleicht etwas psychologisch dahergeredet, aber solche Unterschiede setzen sich doch oft in der Schule und später im Beruf fort.

    Ausserdem ist Armut ja nicht überall gleich sichtbar. Eine Familie kann vielleicht noch die Miete und das Essen bezahlen, aber keine Klassenfahrt, kein Instrument, keinen Sportverein oder einen kaputten Laptop. Auf dem Papier sieht das dann eventuell garnicht so dramatisch aus, im Alltag aber schon. Gerade digitale Geräte sind inzwischen fast keine Luxusgegenstände mehr, weil man sie für Schule, Bewerbungen und Behördensachen braucht. Wer dort sparen muss, wird schnell noch weiter abgehängt. Das wird bei allgemeinen Armutsquoten bestimmt nicht vollständig erfasst.

    Bei der AHV-Finanzierung fehlt mir in der Diskussion manchmal die Frage, wie kompliziert das ganze System für normale Leute ist. Man hört Mehrwertsteuer, Lohnbeiträge, Vermögen und Kapitalgewinne und denkt irgendwann nur noch, dass sowieso niemand den Überblick hat. Eine Steuer auf grosse Vermögen klingt gerecht, ist aber sicher schwierig zu berechnen, wenn jemand Firmenanteile besitzt, deren Wert jeden Tag schwankt. Trotzdem sollte man nicht so tun, als wäre eine Mehrwertsteuer völlig neutral. Wer sein gesamtes Einkommen für den Alltag braucht, bezahlt sie eben auf fast alles, während sehr reiche Menschen einen grossen Teil ihres Geldes gar nicht direkt konsumieren müssen.

    Vielleicht wäre auch ein Mix sinnvoll, statt immer nur eine einzige Lösung gegeneinander auszuspielen. Ein bisschen Mehrwertsteuer, höhere Beiträge auf sehr hohe Einkommen, eine bessere Besteuerung von Erbschaften und vielleicht weniger Schlupflöcher bei Firmen. Ich weiss natürlich nicht, was davon rechtlich genau funktioniert und was nur auf einem Wahlplakat gut aussieht. Aber die Debatte wird unnötig eng, wenn man so tut, als gäbe es nur Mehrwertsteuer oder komplette Enteignung. Dazwischen liegen bestimmt noch einige Modelle.

    Der Satz, dass die AHV von der Bewegung der Arbeitenden erkämpft wurde, ist ebenfalls wichtig, auch wenn er etwas pathetisch klingt. Sozialversicherungen sind ja nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern wurden politisch durchgesetzt. Deshalb sollte man sie auch nicht behandeln wie eine freiwillige Wohltat, die man bei schlechter Stimmung wieder abschaffen kann. Gleichzeitig muss man ehrlich prüfen, wie die Finanzierung in Zukunft aussieht, weil sich die Altersstruktur tatsächlich verändert. Solidarität braucht schliesslich auch eine finanzielle Grundlage, sonst bleibt sie nur ein schönes Wort.

    Bei Naomi Klein fand ich den Abschnitt über die privaten Unternehmen im Irak und nach Hurrikan Katrina besonders bedenkenswert. Katastrophen können offenbar Situationen schaffen, in denen normale Regeln plötzlich weniger gelten und private Anbieter sehr viel Einfluss bekommen. Das kann bei Wiederaufbau manchmal schnell und praktisch sein, aber wer kontrolliert dann die Verträge und Preise? Wenn öffentliche Aufgaben an Firmen ausgelagert werden, ist nicht automatisch klar, dass sie auch dem öffentlichen Interesse dienen. Gerade in Krisen sollte man vielleicht nicht nur fragen, wer am schnellsten bauen kann, sondern auch wer später von den Entscheidungen profitiert.

    Die Verbindung zu Musk, den Gasturbinen in Memphis und der Luftverschmutzung ist ebenfalls mehr als nur eine Technikgeschichte. Ein digitales Produkt wirkt immateriell, als würde es irgendwo in einer Wolke schweben. Tatsächlich braucht es Hallen, Stromleitungen, Kühlung, Wasser und Menschen, die die Anlagen betreiben. Wenn der Nutzen weltweit verteilt wird, die Belastung aber vor allem in einem bestimmten Stadtteil ankommt, ist das eine klassische Verteilungsfrage. Dann geht es nicht nur um Milliardäre, sondern auch um Nachbarn, die den Lärm hören und die schlechtere Luft einatmen.

    Dass es mit KeShaun Pearson und Justin Pearson konkrete Gegenbewegungen gibt, fand ich deshalb einen guten Punkt. In vielen Artikeln erscheinen mächtige Techleute so, als wären sie völlig unangreifbar. Lokaler Widerstand zeigt aber, dass Entscheidungen nicht nur in Vorstandsetagen getroffen werden. Ob solche Bewegungen am Ende wirklich etwas verhindern können, weiss ich nicht, aber allein die öffentliche Aufmerksamkeit kann schon Druck erzeugen. Protest ist nicht automatisch eine Lösung, aber ohne Protest werden manche Probleme vermutlich überhaupt nicht sichtbar.

    Insgesamt hängt für mich alles an der Frage, wer Risiken trägt und wer Gewinne bekommt. Bei digitalen Projekten verdienen vielleicht Investoren und Firmen, während die Allgemeinheit Infrastruktur bereitstellt oder mit Umweltfolgen klarkommen muss. Bei der AHV zahlen viele über Konsum oder Arbeit ein, obwohl manche durch Vermögen viel leichter beitragen könnten. Und bei Armut tragen Kinder die Folgen, obwohl sie am wenigsten für ihre Situation können. Deshalb finde ich die Verteilungsfrage wichtiger als die ewige Diskussion, ob einzelne Reiche persönlich nett oder fleissig sind. Es geht nicht darum, jedem Erfolg abzusprechen, sondern darum, ob ein System mit extrem konzentriertem Eigentum auf Dauer noch fair und demokratisch funktionieren kann.
    Interessant finde ich vor allem, dass Boehringer Ingelheim wegen einer alten Vereinbarung bisher gar nicht in der Reichstenliste auftauchte – solche Rankings wirken dadurch zwar beeindruckend, sind aber eben auch stark davon abhängig, was überhaupt bekannt und vergleichbar ist.

    Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

    Brennregion Islay
    Alter 40
    Geschmacksprofil Torfrauch, Meeresbrise, Zitrusnoten
    Fassart Bourbonfässer, Ex-sherry Fass
    Preis 10.809,89 €
    Brennregion Speyside
    Alter 50
    Geschmacksprofil Reife Früchte, dunkle Schokolade, Gewürze, Vanille
    Fassart Ex-Bourbon, Ex-Sherryfass (Eiche)
    Preis 7.863,93 €
    Brennregion Islay
    Alter 30
    Geschmacksprofil Tiefen Torfrauchnoten, dunkle Schokolade, Fruchtige Nuancen
    Fassart Ex-Sherry, Ex-Bourbon
    Preis 5950,00 €
    Brennregion Speyside
    Alter 40
    Geschmacksprofil Honig, getrockneten Früchten, Gewürzen
    Fassart Ex-Sherry, Ex-Bourbon
    Preis 5984,99 €
    Brennregion Minato, Suntory
    Alter 30
    Geschmacksprofil Reife Früchte, Honig, weiße Schokolade, dezente Holznoten
    Fassart Ex-US-Whiskey-, Sherry- und Mizunara-Fässer
    Preis 5555,00 €
       Old & Rare - Springbank Vintage 1991 · Single Cask 31 Jahre - Hunter Laing & Co. Ltd Glenfarclas 50 Years Old Hunter Laing - Ardbeg 30 Years Old The Balvenie 40 Years Old Hibiki Suntory 30 Year Old
      Old & Rare - Springbank Vintage 1991 · Single Cask 31 Jahre - Hunter Laing & Co. Ltd Glenfarclas 50 Years Old Hunter Laing - Ardbeg 30 Years Old The Balvenie 40 Years Old Hibiki Suntory 30 Year Old
    Brennregion Islay Speyside Islay Speyside Minato, Suntory
    Alter 40 50 30 40 30
    Geschmacksprofil Torfrauch, Meeresbrise, Zitrusnoten Reife Früchte, dunkle Schokolade, Gewürze, Vanille Tiefen Torfrauchnoten, dunkle Schokolade, Fruchtige Nuancen Honig, getrockneten Früchten, Gewürzen Reife Früchte, Honig, weiße Schokolade, dezente Holznoten
    Fassart Bourbonfässer, Ex-sherry Fass Ex-Bourbon, Ex-Sherryfass (Eiche) Ex-Sherry, Ex-Bourbon Ex-Sherry, Ex-Bourbon Ex-US-Whiskey-, Sherry- und Mizunara-Fässer
    Preis 10.809,89 € 7.863,93 € 5950,00 € 5984,99 € 5555,00 €
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