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Ausstellung „Trotz Reichtum arm“ thematisiert globale Ressourcenverteilung in Darmstadt
In Darmstadt ist die Wanderausstellung „Trotz Reichtum arm“ vom 10. September bis 29. Oktober 2026 auf dem Ludwig-Metzger-Platz vor dem Justus-Liebig-Haus zu sehen. Die Schau beschäftigt sich mit der weltweiten Verteilung und Nutzung von Ressourcen sowie mit den Auswirkungen des individuellen Konsums.
Die Stadt Darmstadt präsentiert die Ausstellung des Vereins Motivés gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Darmstadt. Die Eröffnung findet am 10. September 2026 um 17.30 Uhr am Pavillon „Wissen für alle“ vor dem Justus-Liebig-Haus statt und wird von Bürgermeisterin Barbara Akdeniz vorgenommen. Bei Regen oder Unwetter ist die Veranstaltung im Foyer des Justus-Liebig-Hauses vorgesehen.
Besucherinnen und Besucher sollen sich die Inhalte über bewegliche und interaktive Elemente erschließen. Dazu gehören Klappen, Schätzspiele und Puzzles, mit denen die Themen der Ausstellung veranschaulicht werden. Für Schulklassen und andere Gruppen ab 14 Jahren können zusätzlich Workshops gebucht werden.
Zur Eröffnung sind eine Einführung in die Ausstellung und ein Ausblick auf das Begleitprogramm geplant. Außerdem werden Musik sowie ein Probier- und Verkaufsstand des Weltladens Darmstadt angeboten.
Die Ausstellung lade dazu ein, „über unseren eigenen Konsum nachzudenken“, erklärte Oberbürgermeister Hanno Benz.
Hinter der Ausstellung steht der in Marburg ansässige Verein Motivés, der nach eigenen Angaben seit 2007 Veranstaltungen und Projekte in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen organisiert. „Trotz Reichtum arm“ ist Teil des „Regionalen Bildungsangebots für Nachhaltige Entwicklung“.
Das Projekt wird durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das Land Hessen sowie Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert. Anfragen zu den Workshops sind per E-Mail an ausstellung@motives-verein.de möglich.
Infobox – Quelle: da.news
- Ausstellungszeitraum: 10. September bis 29. Oktober 2026
- Ort: Ludwig-Metzger-Platz vor dem Justus-Liebig-Haus in Darmstadt
- Eröffnung: 10. September 2026 um 17.30 Uhr
- Veranstalter: Stadt Darmstadt, Verein Motivés und Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Darmstadt
- Workshops: für Schulklassen und andere Gruppen ab 14 Jahren
Studie: Erarbeiteter Wohlstand wird eher akzeptiert als durch Glück entstandener Reichtum
Eine internationale Studie untersucht, unter welchen Bedingungen Menschen Lohnunterschiede und wirtschaftliche Ungleichheit akzeptieren. Das zentrale Ergebnis lautet, dass Ungleichheit vor allem dann als gerecht angesehen wird, wenn sie auf Leistung und nicht auf Zufall beruht.
Das Forschungsteam um die Wirtschaftswissenschaftlerin Ingvild Almås von der UZH befragte 65'000 Menschen aus 60 Ländern. Die Teilnehmenden sollten unter anderem entscheiden, ob Boni für Mitarbeitende einer Online-Plattform nach Leistung oder per Zufall vergeben werden sollten.
Nach Angaben von nau.ch akzeptieren Menschen Lohnunterschiede im Durchschnitt wesentlich eher, wenn diese mit Leistung begründet werden. In der Schweiz ist diese Haltung besonders stark ausgeprägt. Gleichzeitig ist die Schweizer Bevölkerung einer Umverteilung gegenüber offen, wenn die Ungleichheit auf Glück beruht.
Auch in anderen wohlhabenden westlichen Demokratien gibt es besonders hohe Anteile von Menschen, die leistungsbedingte Ungleichheit akzeptieren. Als Beispiele nennt die Studie Kanada, Australien und Italien.
In nicht-westlichen Ländern wie China und Indien zeigte sich dagegen eine höhere Akzeptanz von Ungleichheit, die durch Glück entstanden ist. Die Bevölkerung sprach sich dort mehrheitlich dagegen aus, durch Zufall errungenen Wohlstand umzuverteilen.
Als möglichen Grund für diese Unterschiede nennt Ingvild Almås kulturelle Faktoren. Künftige Studien sollen den Zusammenhang mit religiösen Überzeugungen untersuchen. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift „The Quarterly Journal of Economics“.
| Aspekt | Angaben aus der Quelle |
|---|---|
| Teilnehmende | 65'000 Menschen |
| Untersuchte Länder | 60 Länder |
| Besonders leistungsorientierte Akzeptanz | Schweiz |
| Genannte weitere Länder | Kanada, Australien und Italien |
| Genannte Länder mit höherer Akzeptanz von Glücks-Ungleichheit | China und Indien |
| Veröffentlichung | „The Quarterly Journal of Economics“ |
Infobox – Quelle: nau.ch
- Leistungsbedingte Lohnunterschiede werden eher akzeptiert als zufallsbedingte Unterschiede.
- In der Schweiz ist diese Haltung besonders stark ausgeprägt.
- Bei durch Glück entstandener Ungleichheit besteht in der Schweiz eine Offenheit für Umverteilung.
- Die Studie basiert auf Angaben von 65'000 Menschen aus 60 Ländern.
Pressespiegel: Zwei Perspektiven auf Reichtum und Verteilung
Die Berichte setzen unterschiedliche Schwerpunkte, behandeln jedoch beide die Frage, wie Reichtum, Ressourcen und wirtschaftliche Unterschiede bewertet werden. Während die Ausstellung in Darmstadt zur Auseinandersetzung mit globaler Ressourcenverteilung und persönlichem Konsum einlädt, untersucht die Studie die Akzeptanz von Lohnunterschieden.
Die Darmstädter Schau nutzt interaktive Elemente und Workshops, um globale Zusammenhänge sichtbar zu machen. Die internationale Studie konzentriert sich dagegen auf die Unterscheidung zwischen leistungsbedingt und zufallsbedingt entstandenem Wohlstand.
Infobox – Überblick
- da.news: Ausstellung „Trotz Reichtum arm“ vom 10. September bis 29. Oktober 2026 in Darmstadt.
- nau.ch: Studie zur Akzeptanz von Lohnunterschieden und zur Bewertung von Leistung und Zufall.
Quellen:














