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Gregor Sanders Roman über Heinrich Schliemann verbindet historische Recherche mit literarischer Erfindung
Der Roman „Troja, später Nachmittag“ von Gregor Sander erzählt das Leben des mecklenburgischen Hobby-Archäologen Heinrich Schliemann, der Homers Schilderungen ernst nahm und sich auf die Suche nach Troja machte. Der NDR beschreibt das Buch als Spiel mit der erdachten Wirklichkeit und als Auseinandersetzung mit Schliemanns Biografie, seinen Sehnsüchten und seinen eigenen Mythen.
Sander recherchierte für den Roman unter anderem in Mykene, Athen, Troja und immer wieder in Ankershagen. Der Ort erscheint als Schliemanns emotionaler Fixpunkt: Nach Einschätzung des Autors idealisierte Schliemann seine Kindheit später vollständig, obwohl diese mit der tatsächlichen Kindheit wenig zu tun gehabt habe.
Die Handlung beginnt mit Schliemanns schwerer Kindheit in Ankershagen und begleitet ihn durch sein gesamtes Leben. Dabei schildert Sander den späteren Kaufmann und Archäologen warmherzig, mit mildem Spott und einem feinen Gespür für mecklenburgische Eigenarten.
„Dass jemand ein fast 3.000 Jahre altes Buch nimmt und gegen alle Wissenschaftsmeinungen der damaligen Zeit sagt: Wieso? Es steht doch hier drin! Das fand ich wahnsinnig toll“, sagt Gregor Sander laut NDR.de.
Eine zentrale Rolle spielt Minna Meincke, Schliemanns Jugendliebe im Roman und im realen Leben. „Troja, später Nachmittag“ handelt laut NDR auch von einer unglücklichen und „ziemlich vergeigten Beziehung“; Schliemann habe Minna später mehrfach als seine große Liebe und als „die größte Liebe aller Zeiten“ beschrieben.
Im Roman entdeckt Schliemann in der Bibliothek von Minnas Vater die Geschichten Homers über den Untergang Trojas. Diese Darstellung unterscheidet sich von Schliemanns eigener, von Sander als Mythos eingeschätzter Erzählung, sein Vater habe ihm bereits als kleines Kind Homer am Bett vorgelesen.
Schliemann nimmt das Buch im Roman mit in die Welt. Es begleitet ihn nach Holland, Russland und Amerika und steht dabei für seine Sehnsüchte nach Minna, Ankershagen und Troja. Je erfolgreicher der Kaufmann wird, desto unerreichbarer scheinen diese Wünsche zunächst.
Der Wendepunkt tritt ein, als Schliemann beginnt, seine Träume zu verwirklichen. Homers „Ilias“ wird zu seinem Wegweiser; der historische Schliemann wurde berühmt, als er am 31. Mai 1873 den vermeintlichen „Goldschatz des Priamos“ fand.
- Im Mittelpunkt steht nicht ausschließlich die Entdeckung Trojas.
- Der Roman befasst sich mit Schliemanns Gedanken, Gefühlen und persönlichen Sehnsüchten.
- Die Handlung verbindet überlieferte Biografie mit literarischer Erfindung.
- Mecklenburgische Wörter, Redewendungen und kurze Dialoge auf Platt prägen die Sprache.
Der NDR versteht den Roman außerdem als Hommage an die Macht der Literatur. Sander verbeugt sich darin vor Homer, dessen deutschem Übersetzer Johann Heinrich Voss sowie vor Dostojewski, der im Roman wiederkehrende und wenig schmeichelhafte Auftritte erhält.
Sprachlich nähert sich Sander seinem mecklenburgischen Helden mit norddeutschen und plattdeutschen Ausdrücken wie „Wat ne Omme“, „So ein Lorbass“, „dösbattlig“, „schietegal“, „im Dschumm“ und „im Dutt“. Nach Darstellung des NDR entsteht dadurch für norddeutsche Leser ein unmittelbares Gefühl von Vertrautheit.
Der Autor sieht eine besondere Herausforderung darin, einen historischen Roman über das 19. Jahrhundert zu schreiben, ohne sprachlich „tümelnd“ zu wirken. Zugleich zeigt er Schliemann als Weltenbürger, den es trotz Reichtums und Ruhms reut, seine Heimat ohne Minna verlassen zu haben.
„Es geht in meinem Roman nicht um die Entdeckung von Troja in erster Linie“, meint Sander laut NDR.de. „Es geht um das tatsächliche Leben, um das, was er denkt, was er fühlt.“
Der Beitrag von NDR.de wurde am 18.08.2026 um 11:00 veröffentlicht und trägt den Titel „‚Troja, später Nachmittag‘: Das Spiel mit der erdachten Wirklichkeit“. Der NDR ordnet das Werk dem Themenbereich Romane zu.
Infobox – NDR.de: Gregor Sanders Roman „Troja, später Nachmittag“ erzählt Heinrich Schliemanns Lebensweg zwischen Ankershagen, Minna Meincke, Homer und der Suche nach Troja. Im Zentrum stehen weniger die archäologische Entdeckung als Schliemanns innere Welt, seine Erinnerung und das Spannungsverhältnis zwischen historischer Überlieferung und erfundener Wirklichkeit.
Deutschlands erster „Lottokönig“ starb verarmt in Papenburg
Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet unter dem Titel „‚Wegen Reichtum geschlossen‘: Wie Deutschlands erster Lottokönig verarmt in Papenburg starb“ über den Lebensweg eines Mannes, der als Deutschlands erster Lottokönig bekannt wurde. Der Bericht stellt dabei seinen Reichtum und seinen späteren Tod in Armut in Papenburg gegenüber.
Der übermittelte Inhalt der Quelle besteht jedoch weitgehend aus technischen Navigations- und Seitenelementen. Nutzbare Angaben zum konkreten Gewinn, zum Zeitpunkt des Lottogewinns, zu den finanziellen Verlusten oder zu den Umständen seines Todes sind darin nicht verlässlich enthalten.
Deshalb lassen sich aus dem vorliegenden Quelleninhalt keine weiteren überprüfbaren Einzelheiten zu seiner Biografie, seinem Vermögen oder seinem Leben in Papenburg wiedergeben.
Infobox – Neue Osnabrücker Zeitung: Der Titel berichtet über Deutschlands ersten Lottokönig und seinen verarmten Tod in Papenburg. Der bereitgestellte Artikelinhalt enthält jedoch keine ausreichend nutzbaren Fakten für eine ausführlichere Darstellung.
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