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    Reichtum im Fokus: Vermögensrechner, Millionärsstädte und neue Milliardäre

    KI-generiert
    18.09.2026 130 mal gelesen 6 Kommentare

    Reichtum bleibt eine Frage der Perspektive: Handelsblatt entwickelt Vermögensrechner

    Wer als reich gilt, hängt nicht allein von einer bestimmten Geldsumme ab. Das Handelsblatt verweist darauf, dass manche Menschen 500.000 Euro, eine Million Euro oder mehr als Maßstab anlegen, während andere Reichtum über den Anteil der Bevölkerung definieren, den sie als reich betrachten.

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    Aktuelle Daten der Deutschen Bundesbank sollen zeigen, wie vermögend die Deutschen insgesamt sind. Für die Umfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“ wurden fast 4000 Haushalte befragt; dabei wurde laut Handelsblatt auch versucht, besonders reiche Haushalte zu erreichen.

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    Auf dieser Grundlage hat das Handelsblatt einen Rechner entwickelt. Dieser soll einen Vergleich zwischen dem eigenen verfügbaren Vermögen und dem Bevölkerungsteil ermöglichen, der persönlich als reich angesehen wird.

    „Denn letztlich ist Reichtum auch eine individuelle Definitionsfrage.“

    Zusammenfassung: Das Handelsblatt stellt Reichtum nicht als festen Grenzwert dar, sondern als individuellen Vergleichsmaßstab. Der entwickelte Rechner basiert auf Daten der Deutschen Bundesbank und soll die persönliche Vermögensposition einordnen.

    New York führt weltweites Ranking der Millionärsmetropolen an

    Eine Studie von Henley & Partners zeigt, in welchen Städten besonders viele Millionäre, Ultrareiche und Milliardäre leben. New York City steht an der Spitze, gefolgt von der Bay Area und Tokio. Drei der fünf führenden Metropolen liegen in den Vereinigten Staaten, zwei in Asien.

    Als Ultrareiche bezeichnet die Untersuchung sogenannte Centi-Millionäre. Gemeint sind Menschen mit einem liquiden, investierbaren Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar.

    RangStadt oder RegionMillionäreUltrareicheMilliardäre
    1New York City384.50081866
    2Bay Area342.40075682
    3Tokio292.30026218
    4Singapur242.40033330
    5Los Angeles220.60051645

    In New York ist die Zahl der Millionäre um 45 Prozent gestiegen. Der Wohlstand konzentriert sich laut Business Insider Deutschland besonders auf die Upper East Side und Tribeca; als weitere Anziehungspunkte werden die Fifth Avenue und Hudson Yards genannt.

    Die Bay Area weist mit 82 die höchste Zahl an Milliardären im Ranking auf. Die Millionärszahl wuchs dort um 98 Prozent. Gleichzeitig verweist der Bericht auf soziale Probleme in San Francisco.

    Tokio kommt auf 292.300 Millionäre, 262 Ultrareiche und 18 Milliardäre. Die Zahl der Millionäre stieg um vier Prozent. Singapur verzeichnete dagegen einen Anstieg um 62 Prozent und vereint 242.400 Millionäre, 333 Ultrareiche und 30 Milliardäre.

    Los Angeles erreicht gemeinsam mit Malibu, Laguna Beach und Newport Beach 220.600 Millionäre, 516 Ultrareiche und 45 Milliardäre. Die Millionärszahl wuchs im Untersuchungszeitraum um 35 Prozent. Der Bericht beschreibt zugleich die sichtbare Kluft zwischen Wohlstand und Armut.

    Deutsche Städte liegen weiter hinten: Frankfurt am Main belegt mit 90.300 Millionären, 132 Ultrareichen und 13 Milliardären den 19. Platz. München folgt mit 26.800 Millionären, 87 Ultrareichen und elf Milliardären auf Rang 23. Berlin steht auf Rang 42.

    Die Plätze 6 bis 10 belegen London, Paris, Hongkong, Sydney und Chicago. Danach folgen unter anderem Mailand, Peking, Osaka und Kobe, Shanghai, Toronto, Melbourne, Houston, Dubai, Frankfurt und Zürich.

    Zusammenfassung: New York ist laut der von Business Insider Deutschland beschriebenen Henley-&-Partners-Studie die führende Stadt für große Vermögen. Die Bay Area hat die meisten Milliardäre, während Frankfurt mit 90.300 Millionären auf Rang 19 liegt.

    Die Geissens: Vermögensbasis entstand vor der TV-Karriere

    Robert und Carmen Geiss wurden laut Joyn nicht durch ihre Fernsehsendung reich. Der entscheidende Grundstein für das Familienvermögen entstand bereits vor dem Start der Doku-Soap „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“ im Jahr 2011.

    Robert Geiss gründete 1986 gemeinsam mit seinem Bruder die Sport- und Freizeitbekleidungsmarke „Uncle Sam“. Das Unternehmen entwickelte sich erfolgreich. 1995 verkaufte Robert Geiss seine Anteile nach übereinstimmenden Medienberichten für rund 70 Millionen D-Mark.

    Die genaue Summe und die Vertragsdetails sind laut Joyn allerdings nicht vollständig öffentlich belegt. Robert Geiss erklärte in einem früheren „Bild“-Interview, sein Ziel habe darin bestanden, das Geld aus dem Firmenverkauf zu erhalten und nicht vollständig auszugeben.

    Nach seiner Darstellung verwaltete die Familie das Geld über die Jahre und investierte weiter. Carmen Geiss betonte dem Bericht zufolge ebenfalls, dass beide nicht reich geboren worden seien, sondern sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet hätten.

    Die TV-Show machte die Familie anschließend einem breiten Publikum bekannt. Die Sendung begleitet Robert, Carmen und ihre Töchter Davina und Shania auf Reisen und bei ihrem Luxusleben.

    Mit der wachsenden Bekanntheit kamen weitere wirtschaftliche Möglichkeiten hinzu. Joyn nennt unter anderem das Modelabel „Roberto Geissini“, Immobiliengeschäfte und mögliche Werbekooperationen. Zusätzlich sollen soziale Netzwerke lukrative Werbeeinnahmen ermöglicht haben, etwa mit dem Joghurt-Hersteller Müller.

    Eine offiziell bestätigte Summe zum Gesamtvermögen der Familie gibt es nicht. Robert Geiss bezifferte sein Vermögen 2022 im „OMR Podcast“ auf rund 100 Millionen Euro; andere Medien nennen deutlich niedrigere Schätzungen.

    Joyn weist darauf hin, dass nicht jedes Unternehmen der Familie automatisch hohe Gewinne erzielt. „Business Insider“ habe über mehrere Gesellschaften berichtet und dabei auch auf Verluste einzelner Firmen verwiesen. Veröffentlichte Vermögenszahlen sollten deshalb mit Vorsicht betrachtet werden.

    Zusammenfassung: Der Verkauf von „Uncle Sam“ im Jahr 1995 gilt als entscheidender Schritt für den Wohlstand der Geissens. Das Fernsehen machte die Familie ab 2011 bekannt und eröffnete zusätzliche Geschäfts- und Werbemöglichkeiten; eine offiziell bestätigte Gesamtsumme des Vermögens gibt es nicht.

    Bitcoin hält sich über 76.000 US-Dollar – PlanB sieht historisches Kaufsignal

    Bitcoin hat laut ingenieur.de trotz einer Zinserhöhung, des gescheiterten CLARITY Act und eines Kursrutsches weiter über 76.000 US-Dollar notiert. Der Analyst PlanB sieht darin ein Signal, das es in der Geschichte der Kryptowährung erst dreimal gegeben habe.

    Der pseudonyme niederländische Analyst ist der Erfinder des Stock-to-Flow-Modells und hat laut Bericht mehr als 2 Mio. Follower auf X. Seine Einschätzung stützt sich auf den sogenannten Regenbogen-Chart, der den Bitcoin-Kurs abhängig vom Abstand zum langfristigen Preis-Durchschnitt einfärbt.

    Das günstige Gebiet habe Bitcoin im Sommer bei rund 65.000 US-Dollar erreicht. PlanB beschreibt seine Strategie als Kaufen, wenn niemand kaufen wolle, und danach jahrelang nichts zu tun.

    Nach einem Rückgang um -2,02 % in den letzten sieben Tagen notierte Bitcoin laut Quelle bei rund 76.500 US-Dollar. Damit lag der Kurs knapp -40 % unter dem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar.

    AngabeWert
    Aktueller Bitcoin-Kurs laut Berichtrund 76.500 $
    Entwicklung in sieben Tagen-2,02 %
    Abstand zum Allzeithochknapp -40 %
    Allzeithoch126.080 $
    Unterstützungsbereich62.000 bis 65.000 $
    Oberer Kaufbereich84.000 bis 87.000 $

    Der CLARITY Act, den der Bericht als wichtigstes Krypto-Gesetz der Trump-Ära bezeichnet, scheiterte im Senat mit 49 zu 50 Stimmen an der 60-Stimmen-Hürde. Fast zeitgleich erhöhte die US-Notenbank den Leitzins erstmals seit 2023 einstimmig auf 3,75 bis 4,00 %.

    PlanB zufolge wurden rund 1 Million BTC bei 62.000 bis 65.000 US-Dollar gekauft. Eine weitere Million BTC sei bei 84.000 bis 87.000 US-Dollar erworben worden. Daraus ergäben sich laut seiner Prognose eine Mauer aus Käufern im unteren Bereich und eine Mauer aus Anlegern, die im oberen Bereich verlustfrei aussteigen wollten.

    Unter 62.000 US-Dollar sei die Vorhersage laut dem Bericht hinfällig. Über 87.000 US-Dollar wäre demnach der Weg zum Allzeithoch frei.

    Vitalik Buterin setzt auf KI-gestützte Cybersicherheit

    Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin beschäftigt sich laut ingenieur.de mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz die Cybersicherheit verändern kann. Seine Einschätzung lautet, dass die Verteidigung durch KI grundsätzlich begünstigt werden könne, sofern Sicherheitsprüfungen umfassend durchgeführt würden.

    Buterin warnt zugleich vor einer begrenzten Prüfung einzelner als kritisch eingestufter Bereiche. Kontrolliert werden müssten das komplette Programm, die Datenbank, das Netzwerk und jede Zwischenschicht.

    „Ich denke, Cybersicherheit begünstigt naturgemäß die Verteidigung – sobald die Leute sich zusammenreißen.“

    In einem Essay beschreibt der russisch-kanadische Programmierer eine Zukunft, in der KI den Code schreibt und zugleich den Nachweis liefert, dass dieser nicht geknackt werden kann. Für Ethereum und andere Blockchains gebe es dazu laut Bericht keine Alternative.

    Buterin hält rund 90 % seines Nettovermögens in Kryptowährungen. Der Bericht stellt dies als Ausdruck seiner Überzeugung dar, dass sich die Verteidigung gegen Angriffe letztlich durchsetzen kann.

    Zusammenfassung: PlanB sieht Bitcoin trotz politischer und geldpolitischer Belastungen in einem bullischen Bereich. Vitalik Buterin setzt derweil auf eine vollständig geprüfte, KI-gestützte Software- und Cybersicherheitsarchitektur und hält rund 90 % seines Nettovermögens in Kryptowährungen.

    KI verändert das Ranking der reichsten Österreicherinnen und Österreicher

    Das von trend.at veröffentlichte Ranking der 100 reichsten Österreicherinnen und Österreicher zeigt Verschiebungen durch den KI-Boom. Neu in der Liste ist der frühere Bundeskanzler Sebastian Kurz, dessen Anteil an der KI-Cybersicherheitsfirma Dream Security laut Bericht auf knapp 400 Millionen Euro gewachsen ist.

    Dream Security wurde Ende 2022 von Sebastian Kurz und dem israelischen Geschäftsmann Shalev Hulio gegründet. Das Unternehmen wird nach einer Finanzierungsrunde mit mehr als 2,6 Milliarden Euro bewertet. Kurz hält einen 15-Prozent-Anteil.

    Dream Security hat Standorte in Tel Aviv, Wien und Abu Dhabi und soll Regierungen beim Schutz kritischer Infrastruktur und ihres Informationsbestands unterstützen.

    „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie KI einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren.“

    Auch andere Vermögen profitierten laut trend.at vom KI-Boom. Willibald Dörflinger und die Erben des verstorbenen Unternehmers Hannes Androsch halten über Privatstiftungen rund 36 Prozent an AT&S. Der Wert dieses Pakets betrug per Ende Juni 2026 rund 2,8 Milliarden Euro.

    Der heutige Erfolg von AT&S geht auf einen Deal aus dem Jahr 1994 zurück. Damals erwarben Dörflinger, Androsch und ein weiterer Partner das Unternehmen für 90 Millionen Schilling; zusätzlich wurden 43,5 Millionen Euro Schulden übernommen.

    Hannes Bardach hält 68 Prozent der Anteile an Frequentis. Ein Kursplus von insgesamt über 250 Prozent habe sein Vermögen vervielfacht. Der Softwareentwickler Peter Steinberger wird international als KI-Genie bezeichnet; sein Gehaltspaket bei Open AI in San Francisco wird auf eine deutlich neunstellige Summe geschätzt.

    Traditionelle Wirtschaft bleibt an der Spitze

    Reichster Österreicher ist laut trend.at erneut Mark Mateschitz. Er hält nach dem Tod seines Vaters 49 Prozent am Red-Bull-Konzern. Red Bull steigerte den Umsatz 2025 um 8,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

    Auf Rang zwei folgen die Familien Porsche und Piëch. Sie büßten laut Bericht geschätzt 2,5 Milliarden Euro ein. Die Familien halten hauptsächlich über Stiftungen Stammaktien an der Porsche SE, die bei Volkswagen das Sagen hat und eine Sperrminorität bei Porsche besitzt.

    Georg Stumpf konnte seinen dritten Platz halten. Die Vermögenseinschätzung fiel jedoch auf unter acht Milliarden Euro. Johann Graf legte weiter zu. Hans Peter Haselsteiner stieg mit 3,9 Milliarden Euro in die Top Ten auf und hält nach dem Verkauf zwei kleinerer Aktienpakete noch rund 27 Prozent an der Strabag SE.

    Maria-Elisabeth Schaeffler profitierte von der Verdopplung des Schaeffler-Aktienkurses im Jahresvergleich. Mit einem Vermögen von 2,5 Milliarden Euro stieg sie in die Top 20 auf.

    53 Milliardäre und 212 Milliarden Euro Gesamtvermögen

    Die aktuelle Ausgabe des trend-Vermögensrankings zählt 53 Milliardäre und damit zwei Personen mehr als im Vorjahr. Das Gesamtvermögen der 100 reichsten Familien stieg 2025 moderat auf 212 Milliarden Euro.

    Der Zollkonflikt und gestiegene Energiepreise belasteten laut Bericht vielfach die Margen und Unternehmenswerte. Gleichzeitig legten die weltweiten Aktienmärkte deutlich zu. Das Finanzvermögen erhöhte sich laut den im Bericht genannten Angaben im Schnitt um rund acht Prozent; Immobilienpreise stiegen in Österreich um zwei Prozent.

    VermögensangabeWert
    Milliardäre im aktuellen Ranking53
    Gesamtvermögen der 100 reichsten Familien 2025212 Milliarden Euro
    Nettovermögen der Gesamtbevölkerung Österreichs 20252.073 Milliarden Euro
    Anteil der reichsten fünf Prozent53 Prozent
    Anteil der unteren 50 Prozent3,7 Prozent
    Durchschnittliches Nettovermögen pro Einwohnergut 230.000 Euro

    Das Nettovermögen der österreichischen Gesamtbevölkerung stieg 2025 erstmals auf über zwei Billionen Euro. Das Plus von acht Prozent führte zu einem Wert von 2.073 Milliarden Euro. Die reichsten fünf Prozent der Haushalte vereinen weiterhin 53 Prozent des Vermögens auf sich, während der Anteil der 50 Prozent unterhalb der Mitte bei 3,7 Prozent blieb.

    Weltweit stieg das Nettovermögen um 9,3 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand. Das Finanzvermögen erhöhte sich um 10,7 Prozent. Bis 2030 erwartet BCG laut trend.at durchschnittlich plus 6,6 Prozent pro Jahr auf globaler Ebene und 5,7 Prozent für Österreich.

    Zusammenfassung: KI sorgt für neue Aufsteiger im österreichischen Vermögensranking, während traditionelle Unternehmerfamilien die Spitze weiterhin dominieren. Die 100 reichsten Familien verfügen zusammen über 212 Milliarden Euro; insgesamt zählt das Ranking 53 Milliardäre.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannend, wie unterschiedlich Reichtum wahrgenommen wird. Ein Vermögensrechner kann zwar ganz interessant sein, aber am Ende sagt die Zahl allein noch nicht besonders viel über das Leben aus. Ein Eigenheim in München ist schließlich etwas anderes als das gleiche Vermögen in einer ländlichen Gegend, und liquide 500.000 Euro sind auch nicht dasselbe wie ein Haus, das man nicht verkaufen möchte.

    Bei den Millionärsstädten finde ich vor allem die Kombination aus enormem Reichtum und gleichzeitig sichtbarer Armut erschreckend. Die Bay Area ist dafür wohl das deutlichste Beispiel: immer mehr Milliardäre, aber viele Menschen können sich dort kaum noch eine normale Wohnung leisten. Mehr Vermögen bedeutet also nicht automatisch mehr Wohlstand für die gesamte Stadt. Oft steigen dadurch ja sogar die Mieten und die Grundstückspreise weiter.

    Auch bei den Geissens merkt man, wie wichtig der Zeitpunkt und der erste große geschäftliche Erfolg sind. 70 Millionen D-Mark aus einem Firmenverkauf waren natürlich eine gewaltige Grundlage. Danach kann man mit Immobilien und Anlagen ganz anders wirtschaften als jemand, der jeden Monat nur versucht, etwas für die Rente zurückzulegen. Dass die TV-Karriere zusätzlich Geld gebracht hat, dürfte trotzdem kaum zu unterschätzen sein.

    Beim Bitcoin bin ich deutlich vorsichtiger. Solche Kursbereiche und historischen Kaufsignale klingen immer sehr überzeugend, bis der Markt dann doch wieder in eine andere Richtung läuft. Wer bei 76.000 Dollar einsteigt, muss einen weiteren starken Rückgang aushalten können. Für mich bleibt Kryptowährung eher eine kleine Beimischung und kein Plan für generationenübergreifenden Reichtum.

    Interessant ist dagegen der Aufstieg von KI-Unternehmern in Österreich. Offenbar entstehen gerade neue Vermögen in einem Tempo, für das traditionelle Rankings kaum noch ausgelegt sind. Gleichzeitig sollte man bei Bewertungen von Start-ups nicht vergessen, dass ein Firmenanteil auf dem Papier nicht automatisch bedeutet, dass dieses Geld auch auf dem Konto liegt. Wenn ein Unternehmen hoch bewertet wird, kann der Wert bei der nächsten Finanzierungsrunde genauso schnell wieder sinken.

    Die Zahlen zur Vermögensverteilung finde ich am wichtigsten: Die reichsten fünf Prozent besitzen mehr als die Hälfte, während die untere Hälfte nur einen sehr kleinen Anteil hält. Da wirkt die Diskussion, ob man mit einer Million schon reich ist, fast ein bisschen nebensächlich. Entscheidend ist doch eher, ob Menschen sich Wohnen, Gesundheit und ein sorgenfreies Alter leisten können. Genau da liegt für mich der eigentliche Unterschied zwischen „vermögend“ und wirklich finanziell frei.
    Die Angaben zu den reichsten Österreichern sind schon krass, vorallem das 15 Prozent an Dream Security gleich fast 400 millionen wert sein sollen. Aber solche Firmenbewertungen sind ja erstmal nur auf dem Papier und können bei der nächsten Finanzierungsrunde auch wieder ganz anders aussehen.
    Bei dem Österreich-Ranking find ich ja fast am interressantesten, wie schnell sich solche Vermögenslisten durch neue Firmenbewertungen verändern können. 400 millionen auf dem Papier klingt natürlich gigantisch, aber wenn die Firma nicht verkauft wird ist das ja erstmal eher eine Zahl in einer Excel tabelle und kein Geld was man einfach so ausgeben kann. Und wenn die nächste Finanzierungsrunde schlechter läuft, kann der Wert auch wieder ganz anders aussehen, denk ich jedenfalls.

    Was mich auch wundert ist dieser gewaltige Unterschied zwischen dem Gesamtvermögen und dem Durchschnitt pro Einwohner. Über 230.000 Euro im Durchschnitt hört sich erstmal nach einem ziemlich reichen Land an, aber der Durchschnitt sagt halt wenig darüber wie die Leute tatsächlich leben. Wenn einige Familien mehrere Milliarden besitzen, wird der Durchschnitt hochgezogen, obwohl viele vielleicht gar keine 20.000 Euro Rücklagen haben. Das ist ein bischen wie wenn einer im Raum zehn Kuchen hat und alle anderen nur zuschauen, dann hat im Schnitt trotzdem jeder ein Stück Kuchen, praktisch aber eben nicht.

    Die 3,7 Prozent für die untere Hälfte finde ich deshalb viel aussagekräftiger als die Durchschnittszahl. Da sieht man erst, wie ungleich das verteilt ist. Und Vermögen ist ja nicht nur Luxus, sondern auch Sicherheit bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter. Wer ein Haus geerbt hat, hat ganz andere Möglichkeiten als jemand der jeden Monat Miete überweisen muss und dazu noch steigende Lebensmittelpreise hat. Darüber wird in solchen Rankings meistens nur ganz kurz hinweg gegangen.

    Bei den 100 reichsten Familien finde ich außerdem spannend, dass viele Vermögen gar nicht aus einer einzelnen Person bestehen, sondern aus Stiftungen, Erben und Firmenanteilen. Dadurch ist die Rangliste bestimmt auch schwer genau zu berechnen. Man kann nicht immer klar sagen wem das Geld jetzt wirklich gehört, weil eine Stiftung ja nicht wie ein normales Bankkonto funktioniert. Trotzdem vermitteln die Zahlen natürlich einen Eindruck von der größe der Konzentration.

    Der KI-Boom ist dabei wahrscheinlich erst am Anfang, wobei man auch vorsichtig sein muss. Jede neue Technik wird erstmal als riesige Gelddruckmaschiene dargestellt und später merkt man dann, dass nicht jede Firma wirklich Gewinne macht. Besonders bei Cybersicherheit ist es aber schon logisch, dass Staaten und Unternehmen mehr dafür ausgeben müssen, weil die Angriffe ja auch immer professioneller werden. Nur ob deswegen gleich jede KI-Firma Milliarden wert sein muss, da bin ich nicht ganz überzeugt.

    Und bei den alten Unternehmerfamilien sieht man, dass großer Reichtum oft viele Jahrzehnte weitergegeben wird. Der eine Deal von 1994 wirkt heute vielleicht wie ein unglaubliches Schnäpchen, aber damals war das Risiko sicher auch größer und niemand wusste ob daraus mal Milliarden werden. Erfolg im nachhinein sieht immer ziemlich geplant aus. Wenn ein Unternehmen wächst, steigen auch die Aktien und dann wird aus einem alten Kauf plötzlich ein riesiger Vermögenssprung.

    Insgesamt finde ich die Überschrift passend, weil Reichtum tatsächlich stark davon abhängt, womit man sich vergleicht. Aber bei den Milliardenbeträgen wird der Abstand irgendwann so groß, dass die persönliche Definition fast nicht mehr weiter hilft. Ob man sich mit 500.000 Euro reich fühlt ist eine Sache, aber gegenüber einer Familie mit mehreren Milliarden ist man trotzdem in einer völlig anderen Liga. Und politisch sollte man meiner meinung nach nicht nur fragen wer reich ist, sondern auch wie solche Vermögen entstehen, ob sie Arbeitsplätze schaffen und ob die Gesellschaft davon mehr hat als nur schöne Luxusbilder.
    Dass KI inzwischen sogar Vermögensrankings durcheinanderwirbelt, finde ich spannend, aber bei Firmenbewertungen sollte man wirklich zwischen Papierwert und tatsächlich verfügbarem Geld unterscheiden.
    Die Sache mit dem durchschnittlichen Vermögen pro Einwohner find ich etwas irreführend, weil ein paar Superreiche den Durchschnitt extrem nach oben ziehen und die meisten davon garnix merken. Spannend finde ich auch, dass jetzt KI-Firmen gleich mit Milliarden bewertet werden, obwohl das ja erstmal nur Papiergeld ist und keiner weis ob die Firma in paar Jahren überhaupt noch da ist.
    Die Zahlen zu Österreich fand ich besonders interessant, vor allem dass das Gesamtvermögen zwar wächst, die Verteilung aber kaum gerechter wird. 53 Prozent bei den reichsten fünf Prozent und nur 3,7 Prozent bei der unteren Hälfte – da sieht man schon, dass Durchschnittswerte von über 230.000 Euro pro Einwohner wenig über den Alltag vieler Menschen aussagen.

    Zusammenfassung des Artikels

    Das Handelsblatt ordnet Reichtum individuell ein, während New York die meisten Millionäre beherbergt und der Geissens-Reichtum vor ihrer TV-Karriere entstand. Bitcoin bleibt über 76.000 US-Dollar; Analyst PlanB sieht ein historisches Kaufsignal.

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