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    Reichtum wächst, Glück und Verteilung bleiben ungleich: Vermögen im Fokus

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    30.07.2026 70 mal gelesen 3 Kommentare

    Vermögen in Deutschland wächst – doch die Verteilung bleibt deutlich ungleich

    Das Handelsblatt beschäftigt sich mit der Frage, wann Menschen in Deutschland als reich gelten können. Ob dafür 500.000 Euro, eine Million Euro oder ein höheres Vermögen als Maßstab gelten, bleibt demnach eine individuelle Definitionsfrage.

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    Grundlage der Untersuchung sind aktuelle Daten der Deutschen Bundesbank aus der Umfrage „Private Haushalte und ihre Finanzen“. Dafür wurden fast 4000 Haushalte befragt; zugleich wurde versucht, besonders reiche Haushalte zu erreichen. Das Handelsblatt entwickelte daraus einen Rechner, der das persönliche verfügbare Vermögen mit dem selbst definierten reichen Bevölkerungsteil vergleicht.

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    Die Bundesbank-Daten zeigen laut Handelsblatt, dass das Vermögen in allen Bevölkerungsgruppen von 2010 bis 2023 gewachsen ist. Das gilt auch unter Berücksichtigung der Inflation. Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft führt den Anstieg darauf zurück, dass viele Deutsche bis zur Coronapandemie sparen und Vermögen aufbauen konnten und dass Aktien sowie Immobilien während der Niedrigzinsphase deutlich an Wert gewannen.

    „Einerseits waren in den Jahren bis zur Coronapandemie viele Deutsche in der Lage, zu sparen und Vermögen aufzubauen. Andererseits haben Investments wie Aktien und Immobilien während der Niedrigzinsphase an Wert gewonnen – und zwar weit über dem Niveau der Inflation.“

    Maximilian Stockhausen ergänzt, dass insbesondere zwischen 2017 und 2021 auch die Vermögenswerte der unteren 50 Prozent gestiegen seien. Dadurch habe sich deren Anteil am gesamten Nettovermögen leicht erhöht, allerdings auf einem sehr geringen Niveau. Zu dieser Gruppe zählen laut den Daten alle Menschen mit einem Vermögen unter 105.000 Euro.

    Für die oberen zehn Prozent ist dagegen ein Vermögen von knapp 800.000 Euro erforderlich. Das Handelsblatt betrachtet außerdem die Entwicklung des obersten Prozents und stellt den Daten der Bundesbank eine zweite Auswertung gegenüber, die auf einer Studie von Charlotte Bartels von der Universität Leipzig aus dem Jahr 2024 basiert.

    Bartels korrigierte die verfügbaren Daten, weil Befragte ihr Vermögen häufig unterschätzen. Das betrifft insbesondere Immobilien, Unternehmensanteile und Lebensversicherungen. Die korrigierten Werte liegen deshalb absolut deutlich höher; das Handelsblatt erstellte auch auf dieser Grundlage eine zweite Version seines Rechners.

    Nach Bartels’ Daten ist über alle Bevölkerungsgruppen hinweg und inflationsbereinigt heute deutlich mehr Vermögen vorhanden als 2002. Bei den oberen 50 Prozent bis hin zu den oberen drei Prozent zeigt sich zwischen 2011 und 2014 jedoch ein leichter Knick. Als Gründe nennt Bartels eine mögliche Untererfassung besonders vermögender Menschen bei Befragungen nach 2011 sowie den Umstand, dass Immobilien erst ab diesen Jahren deutlich an Wert gewannen.

    Die oberen zwei Prozent entwickelten sich anders und steigerten ihr Vermögen weitestgehend konstant. Bartels erklärt dies mit dem hohen Anteil an Betriebsvermögen. Der Wert von Unternehmen habe trotz verschiedener Krisen relativ kontinuierlich zugenommen.

    „Der Wert von Unternehmen hat trotz aller Krisen recht kontinuierlich zugenommen, und das sehen wir hier.“

    Für die Zukunft sehen die befragten Fachleute jedoch Unsicherheiten. Der Wert von Betriebsvermögen sei durch die Energiepreiskrise in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen und erhole sich nur langsam. Eine ähnliche Entwicklung werde bei den Immobilienpreisen beobachtet.

    Bartels warnt zugleich davor, Durchschnittswerte auf einzelne Immobilien oder Unternehmen zu übertragen. Entscheidend sei deshalb eine Streuung des Risikos und der Verzicht auf eine ausschließliche Konzentration auf eine Firma oder eine Immobilie.

    Zusammenfassung: Laut Handelsblatt ist das Vermögen in Deutschland von 2010 bis 2023 in allen Bevölkerungsgruppen gewachsen. Unter 105.000 Euro beginnt in der dargestellten Einordnung die Gruppe der unteren 50 Prozent, während für die oberen zehn Prozent knapp 800.000 Euro erforderlich sind.

    Beobachter: Die Schweiz zwischen Zukunftsangst, Erfolg und Selbstsicherheit

    Der Beobachter richtet den Blick auf die psychische Verfassung der Schweiz im Jahr 2036. Der Psychoanalytiker Peter Schneider beschreibt das Land als widersprüchlich: „Frau Schweiz“ sei chronisch besorgt, sozial isoliert und zugleich erfolgreich sowie selbstsicher.

    Der Beitrag basiert auf einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GFS Bern im Auftrag des Beobachters. Befragt wurden rund 1000 Personen ab 16 Jahren zum Schweizer Selbstbild; die Studie wird als repräsentativ bezeichnet.

    Schneider nutzt für seine Einordnung das Bild einer Patientin auf der Couch. Die anmutige Helvetia, die stolz auf den Münzen erscheint, steht dabei einem komplexeren nationalen Selbstbild gegenüber. Die Schweiz wird nicht als eindeutig gesund oder krank beschrieben, sondern als ein Land mit mehreren gleichzeitig bestehenden Eigenschaften.

    Der Beobachter stellt die psychoanalytische Diagnose in einen größeren Themenschwerpunkt zur Frage, was die Schweiz und ihre Bevölkerung ausmacht. Dazu gehören neben der Umfrage auch ein Interview mit dem Politologen Markus Freitag, Ranglisten zum internationalen Vergleich sowie ein Selbsttest und ein Quiz zur Schweiz.

    Im Zentrum der Darstellung steht die Spannung zwischen Sorgen und Stabilität. Einerseits wird die Schweiz als sozial isoliert und von Zukunftsangst geprägt beschrieben, andererseits als erfolgreich und selbstsicher.

    Zusammenfassung: Der Beobachter zeichnet für 2036 das Bild einer widersprüchlichen Schweiz. Die Grundlage bildet eine repräsentative Umfrage von GFS Bern mit rund 1000 Personen ab 16 Jahren sowie die Einordnung des Psychoanalytikers Peter Schneider.

    Luxusaktien: Schmuck profitiert laut Aktien.news stärker als Handtaschen

    Aktien.news berichtet über eine zunehmende Spaltung innerhalb der Luxusgüterbranche. Künstliche Intelligenz schaffe enormen Wohlstand, doch davon würden nicht alle Luxusgüterhersteller gleichermaßen profitieren.

    Der Beitrag trägt den Titel „KI-Reichtum spaltet Luxusaktien: Schmuck schlägt Handtaschen“ und stellt Schmuck als den stärkeren Bereich gegenüber Handtaschen heraus. Weitere konkrete Kursdaten oder Einzelwerte von Luxusunternehmen enthält der bereitgestellte Inhalt nicht.

    Aktien.news ordnet das Thema in einen Börsen- und Aktienkontext ein. Die Seite behandelt neben Aktien auch Indizes, Anleihen, Währungen, ETFs sowie Marktberichte und stellt die Entwicklung der Luxusgüterhersteller in den Zusammenhang mit dem durch künstliche Intelligenz entstehenden Wohlstand.

    Als Autor wird Leonhard Müller genannt. Der Beitrag beschreibt ihn als Aktionär seit seinem zwölften Lebensjahr und als früheren Mitarbeiter mehrerer Börsenmedien bereits während seines Studiums.

    Zusammenfassung: Aktien.news sieht innerhalb der Luxusbranche unterschiedliche Gewinner der KI-bedingten Wohlstandsentwicklung. Schmuck wird dabei gegenüber Handtaschen als stärkerer Bereich hervorgehoben; konkrete Kurs- oder Preisangaben liegen im bereitgestellten Inhalt nicht vor.

    Venedig nimmt mit Tourismus, Hochzeiten und internationalen Geldgebern mehr ein

    Die FAZ berichtet über neue Einnahmequellen Venedigs und fragt, ob die Lagunenstadt einen „Goldrausch“ erlebt. Das 2024 eingeführte Tagesticket für Touristen brachte bis Ende Juli dieses Jahres mehr als fünf Millionen Euro in die Stadtkassen.

    Die Stadt profitiert laut FAZ von den zahlreichen Besuchern, die für einen Aufenthalt in Venedig bezahlen. Zusätzlich wird auf die wirtschaftliche Bedeutung exklusiver Veranstaltungen verwiesen: In der Stadt der Liebe heiraten auch sehr vermögende Menschen wie Jeff Bezos, der laut Beitrag im vergangenen Sommer reichlich Geld in der Stadt ließ.

    Venedig erhält zudem internationale Finanzmittel im kulturellen Bereich. Im Zusammenhang mit der Rückkehr Russlands zur Kunstbiennale wurden zwei Millionen Euro als Kosten dieser „Diplomatie der Schönheit“ genannt. Gleichzeitig stellte die EU wegen der Teilnahme Russlands ihre Förderung der Kunstbiennale offiziell ein.

    Die FAZ berichtet außerdem über eine „sozio-ökonomische Vereinbarung“ mit Qatar. Als Gegenleistung für eine Finanzspritze soll Venedig den ersten neuen Biennale-Länderpavillon seit dreißig Jahren ermöglichen. Der Beitrag deutet dies als neue Verbindung zwischen dem Morgenland und dem Abendland.

    BereichAngabe
    Einführung des Tagestickets2024
    Einnahmen aus dem Tagesticket bis Ende Julimehr als fünf Millionen Euro
    Kosten der genannten „Diplomatie der Schönheit“Zwei Millionen Euro
    Neuer Biennale-Länderpavillonerster seit dreißig Jahren

    Die Einnahmen stehen nach Darstellung der FAZ einer Reihe von Belastungen gegenüber. Weniger freigiebig seien derzeit die Petrostaaten; zugleich wird auf den Klimawandel als mögliche Bedrohung für die langfristige Zukunft der Stadt hingewiesen.

    Die FAZ stellt Venedig dennoch als wirtschaftlich und kulturell lebendige Stadt dar. Hunderttausende zahlen demnach, um die Stadt zu sehen, während internationale Kulturprojekte, prominente Hochzeiten und das Tagesticket zusätzliche Einnahmen schaffen.

    Zusammenfassung: Venedig nahm bis Ende Juli durch das 2024 eingeführte Tagesticket mehr als fünf Millionen Euro ein. Zugleich prägen internationale Kulturfinanzierung, eine qatarische Finanzspritze und lukrative Hochzeiten das Bild einer Stadt, die ihren Reichtum neu zu beleben versucht.

    Mit 25 Millionär, aber nicht glücklicher: Geld als Werkzeug für Gesundheit und andere Menschen

    Business Insider Deutschland berichtet über Brandon Card, der mit 25 Jahren Millionär wurde und dennoch keinen größeren persönlichen Glückszuwachs durch sein Vermögen verspürte. Card arbeitete bei Microsoft, Oracle und IBM und investierte sein Gehalt in riskante Start-ups.

    In seinem Hauptberuf verdiente er 200.000 Dollar pro Jahr. Dadurch konnte er komfortabel leben und zugleich einen sechsstelligen Betrag investieren. Als Business Angel setzte er auf Start-ups in frühen Phasen; viele dieser Unternehmen scheiterten, einige waren jedoch erfolgreich.

    Card beschreibt seinen Reichtum im Vergleich zu seinem Umfeld als wenig bedeutend. Einige Kollegen lebten in Häusern im Wert von 20 Millionen Dollar, während er mit einer Million Dollar nicht einmal ein kleines Haus hätte kaufen können.

    Er kaufte Autos, zwei Häuser und ein Boot, stellte aber fest, dass ihn diese Anschaffungen nicht glücklich machten. Größere Befriedigung habe ihm die Investition in Unternehmer gegeben, weil er dadurch die Möglichkeit hatte, das Leben anderer Menschen zu verändern.

    Heute besitzt Card kein Auto und kaufte erst vor Kurzem wieder ein Haus. Sein Vermögen nutzt er nach eigener Darstellung vor allem für persönliche Entwicklung sowie für mentale und körperliche Gesundheit, nicht für auffällige Luxusgüter.

    Gemeinsam mit seinem besten Freund und ehemaligen College-Football-Teamkollegen gründete Card Terzo. Er investierte eine Million Dollar seines eigenen Geldes in die KI-Plattform, mit der Unternehmen ihre Ausgaben bei Drittanbietern erfassen können. Kurz nach dem Start begann die Pandemie; gleichzeitig verlor Card seine Großmutter und einen Cousin, der noch ein Kind war.

    Die Ereignisse führten ihn zu der Überzeugung, dass Geld keine Sicherheit kaufen kann. Er zog in den Norden des Bundesstaates New York, um bei seinen Eltern und seiner Familie zu sein, und bezeichnet Gesundheit als den wahren Reichtum.

    „Gesundheit ist der wahre Reichtum.“

    Terzo entwickelte sich trotz des schwierigen Starts weiter. 2022 sammelte das Unternehmen in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 16 Millionen Dollar ein. Im Januar 2024 starb Cards Freund und Mitgründer, was er als den schlimmsten Tag seines Lebens bezeichnet.

    Card baute Terzo dennoch weiter auf und nähert sich nach eigener Darstellung dem Ziel, ein Unternehmen mit einem Milliardenwert zu führen. Zugleich setzt er sich für einen offeneren Umgang mit mentaler Gesundheit ein und spricht darüber, einen Therapeuten aufzusuchen.

    Langfristig möchte Card interne Fachkräfte für mentale Gesundheit einstellen, die allen Mitarbeitenden von Terzo zur Verfügung stehen. Er hofft, damit einen Standard für den Umgang mit mentaler Gesundheit zu schaffen und eine Kettenreaktion bei anderen Unternehmen auszulösen.

    Zusammenfassung: Brandon Card wurde durch riskante Start-up-Investments mit 25 Jahren Millionär. Nach dem Kauf von Autos, zwei Häusern und einem Boot erkannte er laut Business Insider Deutschland, dass ihm Investitionen in Menschen und die Förderung mentaler Gesundheit mehr bedeuten als materielle Luxusgüter.

    Quellen:

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    Spannend, wie unterschiedlich Reichtum in den einzelnen Beiträgen eigentlich beschrieben wird. Beim Handelsblatt geht es vor allem um Zahlen und Schwellenwerte, aber die sagen allein ja noch nicht besonders viel über den Alltag aus. Knapp 800.000 Euro für die oberen zehn Prozent klingt zunächst enorm, kann aber bei einer Immobilie in einer teuren Stadt und etwas Altersvorsorge schon ganz anders aussehen als bei frei verfügbarem Geld auf dem Konto. Dass Vermögen in Umfragen unterschätzt wird, überrascht mich deshalb nicht wirklich. Viele kennen den aktuellen Wert ihrer Immobilie vermutlich gar nicht genau, und bei Firmenanteilen wird es noch komplizierter.

    Was mir dabei etwas fehlt, ist die Frage, wie viel davon tatsächlich liquide ist. Ein Haus kann sehr viel wert sein und trotzdem kann man davon nicht einfach die nächste Stromrechnung bezahlen, ohne es zu verkaufen oder zu beleihen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung aber natürlich schon, dass Besitzer von Aktien, Immobilien oder Unternehmen in den letzten Jahren einen riesigen Vorteil hatten. Wer nichts investieren konnte, weil das Einkommen kaum für Miete und Lebenshaltung gereicht hat, konnte von diesen Wertsteigerungen eben nicht profitieren. Dass die unteren 50 Prozent nominal ebenfalls mehr besitzen, darf daher nicht darüber hinwegtäuschen, wie groß der Abstand weiterhin ist.

    Der Beitrag über Brandon Card passt erstaunlich gut dazu. Er hatte offenbar früh die Möglichkeit, Geld zu investieren und Risiken einzugehen. Das ist sicher auch eine Form von Privileg, selbst wenn viele Start-ups gescheitert sind. Trotzdem finde ich seine Erkenntnis nachvollziehbar: Ein größeres Auto oder ein Boot lösen keine persönlichen Probleme. Gerade der Umgang mit mentaler Gesundheit und die Unterstützung anderer Menschen wirken deutlich nachhaltiger als der nächste Luxusartikel. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass es leichter ist, Gesundheit und Sinn in den Mittelpunkt zu stellen, wenn die finanzielle Grundsicherheit längst vorhanden ist.

    Bei Venedig bleibt bei mir ein gemischtes Gefühl zurück. Mehrere Millionen Euro durch ein Tagesticket klingen beeindruckend, aber die Stadt muss ja gleichzeitig mit Überfüllung, steigenden Preisen und den Folgen des Klimawandels klarkommen. Wenn immer mehr Besucher kommen, ist das nicht automatisch ein Gewinn für die Menschen, die dort leben. Ein Teil der Einnahmen müsste meiner Meinung nach direkt in den Erhalt der Stadt und in bezahlbaren Wohnraum fließen, sonst wird Venedig irgendwann nur noch eine sehr teure Kulisse für Touristen und Hochzeiten.

    Und auch bei den Luxusaktien zeigt sich letztlich dasselbe Muster: Wenn Reichtum wächst, profitieren nicht alle Branchen und schon gar nicht alle Menschen gleich davon. Schmuck für sehr vermögende Kunden kann sich offenbar besser halten als Handtaschen, aber das sagt wenig über die wirtschaftliche Lage der breiten Bevölkerung aus. Insgesamt ist Geld also eindeutig ein Werkzeug und kann vieles erleichtern. Glück, Gesundheit und soziale Stabilität lassen sich damit aber offenbar nicht einfach kaufen. Entscheidend ist am Ende wohl nicht nur, wie viel jemand besitzt, sondern auch, ob daraus Sicherheit, Zeit und echte Möglichkeiten entstehen.
    Die Schweizer Beschreibung als gleichzeitig erfolgreich und zukunftsängstlich find ich irgendwie ziemlich treffend, viele Länder wirken ja nach aussen stark und innerlich trotzdem dauernd verunsichert. Auch das Luxusaktien-Thema ist interressant, aber ohne konkrete Kurse bleibt „Schmuck schlägt Handtaschen“ doch eher eine grobe behauptung als eine richtige Analyse.
    Die Schweizer Beschreibung als „angenehm neurotisch“ finde ich irgendwie ziemlich treffend. Man kann wirtschaftlich erfolgreich und politisch stabil sein und sich trotzdem ständig Sorgen machen oder einsam fühlen – das widerspricht sich offenbar gar nicht. Interessant wäre nur, ob sich dieses Selbstbild bis 2036 tatsächlich verändert oder ob wir dann noch immer über dieselben Ängste reden.

    Zusammenfassung des Artikels

    Deutschland wird insgesamt reicher, doch die Vermögensverteilung bleibt stark ungleich; zudem profitieren Branchen und Städte unterschiedlich von neuen Wohlstandsquellen.

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